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  • Digitales Kataster überwacht die Bäume

    Selters. Die Verbandsgemeinde Selters verfügt über ein digitales Baumkataster. "Darin festgehalten sind alle gemeinde- und VG-eigenen Bäume, die einen bestimmten Stammdurchmesser überschreiten", erläutert Bürgermeister Klaus Müller.

    Joachim Wempe (2. von links) von der Firma Geoventis erläutert (von links) Bürgermeister Klaus Müller, Baumgutachter Jörg Hirzmann, VG-Mitarbeiter Wolfgang Schäfer und Werner Eiser, Ortschef von Sessenhausen, die Vorteile des digitalen Baumkatasters.
    Joachim Wempe (2. von links) von der Firma Geoventis erläutert (von links) Bürgermeister Klaus Müller, Baumgutachter Jörg Hirzmann, VG-Mitarbeiter Wolfgang Schäfer und Werner Eiser, Ortschef von Sessenhausen, die Vorteile des digitalen Baumkatasters.

    Von unserer Redakteurin

    Silke Müller

    Alle im System erfassten Exemplare haben im Zuge der Ersterfassung eine Nummer erhalten. Die Vorbereitungen für das digitale Baumkatatster waren langwierig. Rund ein Jahr hat es gedauert, bis VG-Mitarbeiter Wolfgang Schäfer und die zuständigen Forstbeamten in den Ortsgemeinden ausgemacht hatten, welche Bäume in das Kataster aufgenommen werden sollten. Schließlich war stets eine Vor-Ort-Sichtung notwendig, wie Wolfgang Schäfer erklärt. Gleichzeitig ist durch das digitale Kataster auch final geklärt worden, welcher Baum wem gehört. Dabei handelt es sich allerdings nur um die Exemplare, die im Besitz der Kommunen oder eines Zweckverbands sind. Mit der geografischen Aufnahme und der digitalen Erfassung der rund 1500 Bäume ist die Firma Geoventis beauftragt worden.

    In einem weiteren Schritt hat nun Baumgutachter Jörg Hirzmann seine Arbeit aufgenommen. Seit der vergangenen Woche ist er in der VG Selters unterwegs, um jeden Baum unter die Lupe zu nehmen. Erste Stationen waren Nordhofen und Ellenhausen. Anhand von Art, Höhe, Alter und Durchmesser stellt der Experte bei seiner Untersuchung fest, ob und welche Pflegemaßnahmen notwendig sind. Dabei nimmt er alles im digitalen Kataster auf und schlägt - falls notwendig - vor, welche Arbeiten am Baum gemacht werden sollten. In dringenden Fällen verständigt der Baumgutachter umgehend Kommune oder Zweckverband, damit der Schaden schnellstmöglich behoben werden kann. Gleichzeitig hinterlegt der Experte Intervalle im digitalen Kataster, in denen der Baum wieder untersucht werden muss. Denn das ist je nach Alter oder bereits entstandenem Schaden unterschiedlich. Das System erinnert daraufhin die Verwaltung automatisch, wann wo wieder eine Prüfung erforderlich ist.

    Alle Daten werden im digitalen Kataster festgehalten. Auf Knopfdruck gibt es Auskunft über sämtliche Pflegemaßnahmen und die Entwicklung jedes einzelnen Baumes. "Insbesondere in einem Schadensfall kann so etwas sehr wichtig sein", sagt VG-Chef Klaus Müller. Das System wirkt allerdings nur unterstützend. "Es kann keine fachliche Entscheidung abnehmen", unterstreicht Joachim Wempe von der Firma Geoventis. Das heißt: Was nach eventuell eingetragenen Hinweisen zu einem Baum tatsächlich geschieht, darüber muss die Kommune selbst befinden. An dem digitalen Baumkataster in der VG Selters haben sich die Stadt Selters und 15 weitere Ortsgemeinden beteiligt. Die Kosten für das EDV-System in Höhe von 3000 Euro hat die Verbandsgemeinde übernommen. Alles, was die praktische Arbeit inklusive das Überprüfen an Ort und Stelle angeht, zahlt der Besitzer des Baumes: also entweder der jeweilige Zweckverband oder aber die Ortsgemeinde. Die jährliche Regelkontrolle bei den rund 1500 Bäumen kostet insgesamt 7500 Euro. Die Ersterfassung, die ebenfalls die Eigentümer gezahlt haben, ist insgesamt mit 17 000 Euro zu Buche geschlagen.

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