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  • Kommunales Laut TÜV könnte Deckenteile herunterfallen - Breitensport in Höhr-Grenzhausen beeinträchtigt

    Betreten verboten: Alte Sporthalle in Höhr-Grenzhausen wegen Einsturzgefahr gesperrt

    Höhr-Grenzhausen. Vor fest verschlossenen Türen steht derzeit, wer wie gewohnt zum Ganztagsangebot oder zu Sportkursen in die alte Sporthalle auf dem Gelände der Goethe-Grundschule in Höhr-Grenzhausen möchte. Zettel in den Glasscheiben warnen eindringlich „Betreten verboten!“. Die Türschlösser: eiligst ausgetauscht.

    In der alten Turnhalle in Höhr-Grenzhausen herrscht Sanierungsstau. Der Stadtrat hat schon vor Jahren beschlossen, dass das Gebäude abgerissen werden soll. Eine Bürgerinitiative setzte sich hingegen für den Erhalt ein. Nun ist die Halle gesperrt.
    In der alten Turnhalle in Höhr-Grenzhausen herrscht Sanierungsstau. Der Stadtrat hat schon vor Jahren beschlossen, dass das Gebäude abgerissen werden soll. Eine Bürgerinitiative setzte sich hingegen für den Erhalt ein. Nun ist die Halle gesperrt.
    Foto: Martin Boldt

    Eine reine Vorsichtsmaßnahme und doch zwingend notwendig, erklärt Stadtbürgermeister Michael Thiesen. „Es ist in den vergangenen Monaten in Deutschland zu mehreren Vorfällen in öffentlichen Gebäuden gekommen, bei denen Deckenteile unvermittelt heruntergefallen sind. Die Verbandsgemeindeverwaltung Höhr-Grenzhausen wurde daraufhin durch das Finanzministerium Rheinland-Pfalz aufgefordert, alle infrage kommenden Gebäude in der Kommune auf Mängel zu überprüfen.“

    Konkret im Fokus standen Einrichtungen, die zwischen den Jahren 1960 und 1980 erbaut wurden, und bei denen die Unterdecke unsachgemäß mit glattschaftigen Nägeln verarbeitet wurde. In Bochum hatte dies zum Beispiel zum Absturz mehrerer Deckenelemente geführt. Eine Situation, die künftig auch in der alten Sporthalle der Grundschule gedroht hätte, wie nun Experten des TÜV Rheinland nach einer Überprüfung bestätigten. Auch hier hatten sich einige der Nägel bereits bis zu acht Millimeter aus dem Holz der Dachkonstruktion gelöst. „Es war ein gewisses Risiko vorhanden und das wollten wir nicht übernehmen“, bringt es Thiesen auf den Punkt. Die Sperrung tangiert verschiedene Sportangebote der Stadt, allen voran die Sportfreunde Höhr-Grenzhausen mit ihren Abteilungen Rollsport und Square Dance. Sie werden für ihr Training künftig auf andere Sportstätten der Stadt ausweichen müssen. Aber auch für Goethe-Schulleiter Alfred Haas war die Halle eine willkommene Ergänzung zur modernen Mehrfachsporthalle, in der seit knapp zehn Jahren der Regelsportunterricht der Schule durchgeführt wird. „Wir konnten hier Angebote über unseren Bedarf hinaus anbieten, zum Beispiel für Projektgruppen und für den Ganztagsbereich“, erklärt er. Auch größere Feierlichkeiten, wie etwa die Einschulung oder die Entlassfeiern wurden weiterhin in der alten Halle durchgeführt. Hier wird künftig ein Umdenken erfolgen müssen. Als kurzfristiges Ausweichquartier, zumindest in diesem Jahr, wurde die Eintrachthalle im Till Eulenspiegel reserviert. Dass es noch einmal zu einer Freigabe der alte Sporthalle kommen wird, hält Stadtbürgermeister Thiesen aktuell für unwahrscheinlich. Zum einen würde eine Instandsetzung der Decke nach ersten Schätzungen zwischen 60.000 und 80.000 Euro kosten – Geld, das die Stadt nicht hat. Zum anderen sei der Abriss des Gebäudes bereits seit mehr als zehn Jahren eine durch den Rat beschlossene Sache.

    Eine Umsetzung sei lediglich zurückgestellt worden, da noch keine Einigung darüber herrscht, was mit der frei werdenden Grundstücksfläche im Anschluss passieren soll. Eine erste Idee, eine Buswendeschleife zu bauen, fand keinen Rückhalt beim Land und blieb ohne den hierzu benötigten Fördermittelbescheid. Die Angelegenheit werde in der kommenden Sitzung des Stadtrates und auch in den zuständigen Ausschüssen aber erneut auf die Tagesordnung kommen, verspricht Thiesen. „Unsere Planer werden dann noch einmal schauen müssen, was vor Ort machbar ist.“

    Von unserem Reporter Martin Boldt

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