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    WirgesÜberfall in Wirges: Nach XY noch keine heiße Spur

    Walter Germann hat seine Sache in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst" sehr gut gemacht, sagt der Chef des Kommissariats 5 bei der Kriminalinspektion Montabaur, Karl Josef Friedhofen, zufrieden.

    Von unserer Redakteurin Stephanie Kühr

    Der erfahrene Westerwälder Kriminalhauptkommissar Germann hat am Mittwochabend in der Sendung von Rudi Cerne vor mehr als 6 Millionen Fernsehzuschauern einen brutalen Überfall auf einen Lkw-Fahrer in Wirges (die WZ berichtete) vorgestellt und um weitere Zeugenhinweise gebeten. Mit Erfolg: Bereits im Vorfeld der Sendung ging nach einem Artikel in der Mittwochausgabe unserer Zeitung zahlreiche Hinweise bei der Kripo ein. Nach Ausstrahlung des Beitrags unter dem Titel „Albtraum Nachtschicht" gingen im Studio von Aktenzeichen XY sowie im Kommissariat in Montabaur, wo sich ein Kollegenteam rund um Friedhofen um die Anrufe kümmerte, bis um Mitternacht rund 50 neue Tipps ein.

    Auch gestern Morgen meldeten sich weitere Zeugen bei der Polizei. „Auf den ersten Blick haben wir zwar noch keine heiße Spur. Aber es sind interessante Hinweise darunter, denen wir nachgehen", bekräftigt Friedhofen. manches erweise sich erst später als heiße Spur, gibt er zu bedenken. Zum Bedauern des Kommissariatsleiters hat sich der Verfasser einer anonymen E-Mail, die kurz nach der Veröffentlichung des Phantombildes des Haupttäters bei der Kripo einging, nicht gemeldet. „Wir versprechen uns hiervon interessante Erkenntnisse. Leider konnten wir den Verfasser nicht ermitteln", erklärt Friedhofen. Er appelliert erneut an den Absender der Mail, Kontakt zu den Ermittlern in Montabaur aufzunehmen und bei der Aufklärung der Tat behilflich zu sein.

    In der ZDF-Sendung stellte Kollege Germann, der seit 43 Jahren bei der Polizei ist, im Gespräch mit Moderator Rudi Cerne den dubiosen Fall vor und bezeichnete den überfallenen Brummifahrer als Zufallsopfer. Dabei ging der Beamte auf die Ereignisse in der Tatnacht ein und gab zugleich Hinweise zum Haupttäter, der im Fernsehen im Phantombild gezeigt wurde. Germann beschrieb darüber hinaus den Tatort im Wirgeser Gewerbegebiet „Auf der Klaus". Während der Kommissar zwar etwas nervös, aber souverän die knallharten Fakten des Überfalls schilderte, driftete das Drehbuch des eingespielten Videos, das im Übrigen nicht in Wirges gedreht wurde, von der Realität ab, stellt Friedhofen mit einem Schmunzeln fest. So zeigte der TV-Beitrag eine beinahe gruselige Szene im Mercedes-Autohaus, an das der Lkw-Fahrer an dem Abend Ersatzteile auslieferte: Musik und Kameraführung erweckten den Eindruck, als würde der Brummifahrer jede Sekunde von hinten überwältigt. Diese Sequenz war jedoch erfunden. „Das ist in Wirklichkeit nicht passiert", sagt Friedhofen.

    Hinweise zu dem Fall nimmt die Polizei Montabaur unter Telefon 02602/922 60 entgegen.

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