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Samen aus der Frucht gewinnen

Bärbel Weber zieht alle ihre Pflanzen aus Samen. Um diese zu gewinnen, löst sie aus der Kammer der vollreifen Tomate die Körner, gibt sie in ein kleines Gefäß und lässt sie einige Tage an einem warmen Ort fermentieren. Dabei können sie verschimmeln, doch samenbürtige Krankheiten werden so weitgehend zerstört. Danach werden die Samen im Sieb ausgespielt und zum Trocknen ausgelegt.

Ist sie nicht faszinierend, die bunte Tomatenvielfalt? Bärbel Weber kocht auch Tomaten in Weckgläsern ein, in ganzer Form oder als Tomatenpüree, so dass sie das gesunde Gemüse auch außerhalb der Saison verfügbar hat.
Ist sie nicht faszinierend, die bunte Tomatenvielfalt? Bärbel Weber kocht auch Tomaten in Weckgläsern ein, in ganzer Form oder als Tomatenpüree, so dass sie das gesunde Gemüse auch außerhalb der Saison verfügbar hat.
Foto: est

Weber pflanzt die Samen in der ersten Märzwoche und verwendet nicht extra Tomatenzuchterde, sondern magere ungedüngte Anzuchterde. Ende März, wenn die Tomaten das erste entwickelte Blattpaar zeigen, setzt sie die Pflänzchen in kleine Blumentöpfe um (wenig Wasser dazu), stellt sie in Kisten in den Wintergarten und bei schönem Wetter tagsüber ins Freie. Beim Pikieren behält sie bis zu 40 Pflanzen, setzt je sechs in einen normalen Blumentopf und pflanzt sie später einzeln in einen Zehnlitertopf.

Um große Tomaten zu erhalten, ist regelmäßiges Ausgeizen (Abknipsen) der Seitentriebe wichtig. Ab Mitte Juni düngt sie das erste Mal mit Flüssigdünger im Gießwasser - ein Mal pro Monat bis Oktober. Tomaten mögen gehäckselte Brennnesseln als Dünger, Hornspäne beugen Braunfäule vor. Keine guten Nachbarn sind Gurken, Rote Bete, Kartoffeln, Fenchel. Gute Nachbarn: Kapuzinerkresse, Knoblauch, Möhren, Bohnen, Pfefferminze. Tomaten mögen keinen Regen, kein feuchtes Klima, sondern Sonne. Dieses Jahr hatte sie die erste Ernte Ende Juli und rechnet damit, noch bis November ernten zu können. Auf dem Handy hat sie eine Frost-App.

Durch einen Bericht unserer Zeitung hat Weber von Tomatenzüchter Manfred Durben (Hemmelzen) erfahren, wie man mit einfachen Mitteln ein guter Züchter werden kann. "Er ist der Tomatenpapst für unsere Gegend", sagt sie. Zudem empfiehlt die Wallmenrotherin das Buch "Tomaten" von Adelheid Coirazza, Formosa Verlag. Was Bärbel Weber selbst noch sucht: die orange Ochsenherz-Sorte "Orange Heart", eine Sorte grüne Tomate und Sorten der Amish People wie "Amish Cherry".

est

Die Tomatenzüchterin von WallmenrothGesunder Auflauf, schnell gemacht
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