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  • Verfolgungsjagd in Mosel-Weinbergen: Einbrecher werfen mit Fernsehern nach der Polizei

    Zell/Bengel. So etwas erlebt die Zeller Polizei auch nicht alle Tage: In Weinbergen bei Reil lieferte sich ein Streifenwagen eine Verfolgungsjagd mit flüchtenden Einbrechern. Letztere benutzten unter anderem Fernseher als Wurfgeschosse, um die Polizisten loszuwerden.

    Symbolbild. 
    Symbolbild. 
    Foto: dpa

    Was sich liest, wie aus dem Drehbuch zu einem Krimi, hat sich tatsächlich in der Nacht auf Montag in steilen Rebhängen an der Mosel so zugetragen. Mit ihrem Bericht hat sich die Polizei in Zell, wie sie betont, aus ermittlungstaktischen Gründen allerdings zunächst zurückgehalten. Was ist passiert? Gegen 23 Uhr stellt eine Streifenwagenbesatzung der Polizeiinspektion (PI) Zell auf dem Reiler Hals, der Kapelle an der L 105 zwischen Bengel und Reil, einen parkenden weißen VW-Transporter mit Neunkirchener Kennzeichen "NK" fest.

    Bevor eine Kontrolle durchgeführt werden kann, entfernt sich der mit mindestens fünf Personen besetzte Kastenwagen in Richtung Ortslage Reil. Die Verfolgung wird sofort aufgenommen. Die Streifenwagenbesatzung schließt auf das halsbrecherisch schnell geführte Fluchtfahrzeug auf, ein Überholen ist jedoch wegen starken Nebels nicht möglich. Mit teilweise mehr als 100 Stundenkilometern geht die gefährliche Fahrt durch die engen Reiler Straßen über die Autobrücke auf die Hunsrückseite der Mosel, führt von dort auf einem geteerten Wingertsweg nach Burg, dann weiter durch die Weinberge in die Ortslage Enkirch, von wo aus der Kastenwagen durch schmale Gassen rasend wieder die Weinberge ansteuert.

    Transporter kaputt, Verdächtige flüchten zu Fuß weiter

    Unterwegs werden mehrfach Gegenstände, unter anderem zwei Fernsehgeräte, aus dem Fahrzeug in Richtung Streifenwagen geschleudert, die Beamten können zum Glück ausweichen, um einen Unfall zu verhindern. Oberhalb von Enkirch wird der Transporter, mittlerweile durch Unfallschäden fahrunfähig, verlassen aufgefunden und sichergestellt. Die Verdächtigen flüchten zu Fuß weiter. Dann beginnt die Suche, die ganze Maschinerie läuft an. Die Polizei sucht die Gegend mit Unterstützung von Einsatzkräften aus Bernkastel, Morbach und Wittlich ab, unter anderem sind Hundeführer im Einsatz. Auch der Polizeihubschrauber führt zunächst nicht zum erhofften Erfolg: Die Möglichkeiten der Wärmebildkamera sind im Nebel stark beeinträchtigt.

    Im Verlauf der Nacht wird in Irmenach im Hunsrück ein Pkw entwendet, nachdem vorher vergeblich versucht worden war, dort ein anderes Fahrzeug zu stehlen. Die Polizei geht von einem Tatzusammenhang aus, wobei Ergebnisse der eingeleiteten Fahndung noch ausstehen. Im Fluchtwagen werden Gegenstände aufgefunden, die wahrscheinlich aus Einbrüchen im Bereich Kröv stammen; dort wurden am Montag zwei Tatorte aufgenommen, wobei weitere Handlungsorte möglich sind, wie die Polizei berichtet. Folgeermittlungen im Raum Kaiserslautern sowie im Saarland und Spurenabgleiche zwischen Tatort, Fahrzeugen und Beutestücken engen den Täterkreis ein. Ob durch die Verfolgungsfahrt konkret Personen gefährdet worden sind, das interessiert die Polizei sehr.

    Hinweise an die PI Zell, Telefon 06542/9867-0, E-Mail pizell@polizei.rlp.de

    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Chef v. Dienst

     

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