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    Treis-KardenOblaten geben Kloster Engelport zum Jahresende auf

    Abschied nach 110 Jahren: Zum Jahresende verlassen die Oblaten das Kloster Engelport im Flaumbachtal bei Treis-Karden. „Für unsere Gemeinschaft ist das ein schwerer Schritt", sagte Pater Dr. Thomas Klosterkamp, der Provinzial der Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria (OMI), in einer Presseerklärung.

    Treis-Karden - Abschied nach 110 Jahren: Zum Jahresende verlassen die Oblaten das Kloster Engelport im Flaumbachtal bei Treis-Karden. „Für unsere Gemeinschaft ist das ein schwerer Schritt", sagte Pater Dr. Thomas Klosterkamp, der Provinzial der Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria (OMI), in einer Presseerklärung.

    Maria Engelport ist die zweitälteste Niederlassung in Deutschland und war, so Klosterkamp, „immer ein ganz wesentlicher Teil unserer Provinz."Im Flaumbachtal wurden seit 1903 junge Ordensbrüder für die Mission ausgebildet, und die Priesterkandidaten der Oblaten verbrachten in Maria Engelport ihre erste Ausbildungsphase. Heute dient das Kloster als Tagungs- und Exerzitienhaus. In den jüngsten Jahren ist es der Oblatengemeinschaft zusehends schwerer gefallen, das Haus wirtschaftlich zu führen, und es wurden zahlreiche Versuche unternommen, eine neue Zukunft für das Kloster Maria Engelport zu finden. Zwischenzeitlich stand das Kloster für 2,25 Millionen Euro zum Verkauf. Wie Insider wissen, waren mehrere Interessenten mit ihren Vorstellungen abgeblitzt. Schon beim Provinztag vor zwei Jahren in Fulda hatte Provinzial Klosterkamp angekündigt, dass man überlege, Engelport sowie weitere Häuser in Aachen und Saarbrücken zu schließen und die Immobilien zu verkaufen. Ein Haus mit überalterten Ordensleuten nutze niemandem, weder den Bewohnern noch den Menschen in der Umgebung, sagte Klosterkamp seinerzeit. „Es war uns wichtig, diesen geschichtlich und spirituell so bedeutsamen Ort zu bewahren, mit oder ohne unsere Gemeinschaft." Bei all den Überlegungen und Verhandlungen der jüngsten Jahre habe sich immer mehr herausgestellt, dass kein tragfähiges Konzept für die Oblaten im Kloster zu finden sei, so Klosterkamp. Das liege auch an der Altersstruktur der Gemeinschaft, die das Weiterführen des Hauses personell nicht sicherstellen könne. „Es war uns wichtig, diesen geschichtlich und spirituell so bedeutsamen Ort zu bewahren, mit oder ohne unsere Gemeinschaft."Das Haus soll 2014 an eine andere kirchliche Gemeinschaft übergeben werden, die das Kloster weiterführen wird – die Verhandlungen mit einem potenziellen Käufer laufen. Ziel sei es, auch die Klosterkirche zu erhalten und weiterhin Gottesdienste anbieten zu können. „Wir verlassen Maria Engelport mit einem lachenden und einem weinenden Auge", erläutert der Provinzial. Einerseits sei die Gemeinschaft sehr froh, eine kirchliche Gemeinschaft als potenziellen Nachfolger gefunden zu haben, andererseits bedauerten die Patres und Brüder sehr, Kloster Engelport und die vielen Menschen, mit denen sie dort arbeiten durften, verlassen zu müssen.

    Cochem Zell
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