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    ZellNach 48 Dienstjahren: Zeller "HPD" sagt emotional Ade

    Nicht nur im Zeller Land war und ist Hans-Peter Döpgen vom Ordnungsamt der Verbandsgemeinde bekannt. Jetzt ging er in den Ruhestand - nach fast 48 Dienstjahren. Kein Wunder, dass das nicht ohne anrührende Momente abging.

    Zells VG-Chef (3. von links) hat Hans-Peter Döpgen (links daneben) in den Ruhestand verabschiedet. Markus Grünewald ist sein Nachfolger.
    Zells VG-Chef (3. von links) hat Hans-Peter Döpgen (links daneben) in den Ruhestand verabschiedet. Markus Grünewald ist sein Nachfolger.
    Foto: Klaudia Morsch, VG Zell

    Von David Ditzer

    Sehr emotional ist die jüngste Sitzung des Rates der Verbandsgemeinde (VG) Zell im Sitzungssaal des Verwaltungsgebäudes zu Ende gegangen - aus gutem Grund: Nach fast genau 48 Dienstjahren ist der Leiter des Ordnungsamtes, Hans-Peter Döpgen, von Bürgermeister Karl Heinz Simon offiziell in den Ruhestand verabschiedet worden. Döpgens Nachfolger ist Markus Grünewald.

    Im Grunde war die Ära Hans-Peter Döpgen schon am 28. Februar zu Ende gegangen - mit seinem Eintritt in den Ruhestand. Doch Karl Heinz Simon, dem Zeller Verwaltungschef, war es wichtig, Döpgen noch die Chance zu geben, dem Rat Adieu zu sagen. Schließlich hatte "HPD", wie ihn seine Kollegen kurz nannten, in seiner Karriere den Ratsmitgliedern mehr als einmal Fachfragen unaufgeregt und sachkundig beantwortet. Simon dankte Döpgen "von ganzem Herzen - als Bürgermeister für seinen Einsatz". Er fuhr fort: "Ich danke aber auch für die langjährige vertrauensvolle und kollegiale Zusammenarbeit sowie für seine persönliche Freundschaft."

    Auf Fingerspitzengefühl kam es an

    Der Bürgermeister gab einen Rückblick auf Döpgens Karriere, die 1. April 1966 begann, als er als Angestelltenlehrling der damals noch selbstständigen Stadt Zell anfing. Am 7. Juni 1969, mit der Kommunalreform, wechselte er zur VG Zell. 1972 wurde er Leiter der Ortspolizeibehörde. "Da war Fingerspitzengefühl oftmals wichtiger als die juristische Lösung", so Simon. Von 1975 an übernahm Döpgen auch die Ressorts Feuerwehr und Zivilschutz, absolvierte eine Zusatzausbildung für den mittleren Verwaltungsdienst.

    1979 wurde er schließlich Beamter auf Lebenszeit. Im Ordnungsamt fand er seine Berufung. Dort stellte ihn unter anderem das große Fischsterben an der Mosel im Jahr 1976 vor eine große Herausforderung. Er habe mit Hochwassern zu schaffen gehabt, sagte Döpgen selbst, mit Felsrutschen, Messies, Wahlen und Verkehrswegen. Einen ganzen Ordner habe die Einführung der Fußgängerzone in Zell gefüllt. Döpgen hielt fest: "Ich danke dem Herrgott dafür, dass nicht irgendwelche Katastrophen dabei waren."

    Mehr als 1000 Paare getraut

    1988 hatte Döpgen den Rheinland-Pfalz-Tag in Zell maßgeblich mitorganisiert. Für mehrere Gewerbeschauen auf dem Barl zog er ebenfalls die Fäden. 1993 wurde er auch Standesbeamter - brachte es bis zu seinem Ausscheiden auf mehr als 1000 Trauungen. 1994 fiel kurz vor der Kommunalwahl der Leiter der Ordnungsbehörde aus, Döpgen sprang ein und wurde kurze Zeit später von Simons Amtsvorgänger Eckhard Huwer zum Abteilungsleiter bestellt.

    Über sich selbst sagte Hans-Peter Döpgen: "Das Fähnchen im Wind und vorauseilender Gehorsam waren schon mal nicht das Meine." Deswegen bedanke er sich "bei allen Mitarbeitern, die mich in den 48 Berufsjahren aushalten mussten" sowie bei den VG-Räten von früher und heute, die seine Karriere erst ermöglicht hätten. Seinem Nachfolger Markus Grünewald attestierte Döpgen das nötige Fachwissen und wünschte ihm viel Erfolg für die Zukunft. Der angehende Ruheständler schloss seine Rede ähnlich emotional, wie die Abschiedsfeier begonnen hatte. Er dankte seiner Frau Marga, und sagte in ihre Richtung mit leicht bebender Stimme: "Die Familie stand oft etwas im Schatten. Das ist auch ein Grund, warum ich etwas früher gehe. Ich hoffe, das eine oder andere wiedergutmachen zu können."

    Cochem Zell
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