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  • Müll und Graffiti halten den LBM auf Trab

    Cochem-Zell. Wer regelmäßig die Endert, also die Landesstraße 98 in Richtung Cochem hinabfährt, der sieht gleich mehrere Probleme, mit denen sich Straßenwärter viel zu häufig auseinandersetzen müssen. "A" liebt "J", diese fröhliche Nachricht - mit einer Spraydose auf mehr als 15 Schildern verewigt - kostet die Mitarbeiter der Straßenmeisterei nicht nur Nerven, sondern die Allgemeinheit auch jede Menge Geld. Auf den beiden Parkplätzen der Strecke stapelt sich oft Müll, der entsorgt werden muss. Dabei finden die Straßenwärter die kuriosesten Dinge.

    Liebe kann zerstörerisch sein. Die Straßenwärter im Kreis müssen immer wieder Schilder austauschen, die besprüht oder beklebt wurden.  Foto: Rühle
    Liebe kann zerstörerisch sein. Die Straßenwärter im Kreis müssen immer wieder Schilder austauschen, die besprüht oder beklebt wurden.
    Foto: Rühle - Kevin Rühle

    Von Kevin Rühle

    Genau zu beziffern, welche Kosten durch illegale Müllentsorgung und Vandalismus an den Cochem-Zeller Straßen entstehen, ist sehr schwierig. Denn die aufkommende Arbeit gehört zum Alltag der Straßenmeistereien in Cochem und Alf, die für den Kreis zuständig sind. Täglich wird Müll eingesammelt, alleine in Cochem kommen pro Jahr bis zu 15 Tonnen zusammen, die illegal entsorgt werden. Dabei schmeißen Cochem-Zeller wirklich alles in die Gräben, was zu Hause stört. Vor Kurzem musste ein 1000 Liter fassender Öltank entsorgt werden, Altreifen sind Alltag, aber auch Kühlschränke finden die Straßenwärter, wenn sie die Strecken im Kreis kontrollieren. "Es ist manchmal einfach nicht nachzuvollziehen", sagt Werner Oster, stellvertretender Leiter des Landesbetriebs Mobilität Cochem-Koblenz (LBM). Aus diesem Grund sind bereits Parkplätze, auch an der L 98, geschlossen worden.

    Doch nicht nur in Sachen Müll müssen sich die Straßenwärter mit Kuriositäten herumschlagen. Es gibt zum Beispiel heiß begehrte Ortsschilder im Kreis. Offenbar kassieren Soldaten häufiger das Schild der Gemeinde Büchel, das dann seinen Weg auf die andere Seite des Atlantiks findet. "Zum Glück ist die Serie Alf nicht mehr so beliebt", sagt Dieter Kellershoff vom LBM, "damals hatten wir die Ortsschilder auf Lager." Doch die Verkehrszeichen werden nicht nur besprüht, sie werden auch beklebt oder beschossen. Aufkleber werden abgekratzt und mit einem speziellen Reiniger entfernt, allerdings geht dann auch häufig die reflektierende Folie kaputt, mit der die Bleche überzogen sind. Auf jeden Fall ausgetauscht werden müssen Schilder, die mit Kugeln durchsiebt wurden. "Ein Luftgewehr hinterlässt da eigentlich keine Löcher", scherzt Kellershoff. Dies geschieht heute seltener, aber vor allem am Ortsrand. Ein normales Straßenschild kostet übrigens etwa 60 Euro, bei großen Wegweisern beläuft sich der Schaden schnell auf mehr als 1000 Euro - ohne die nötige Arbeitszeit. Unmut ziehen übrigens auch Leitpfosten auf sich. Etwa 70 Stück werden im Bereich der Straßenmeisterei Cochem pro Jahr aus dem Boden gerissen, mitgenommen oder weggeworfen. Besonders häufig geschieht dies rund um größere Feste, auf denen zu viel Alkohol konsumiert wird.

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    Nina Borowski

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