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  • Moselkerner Kinder werden in Müden betreut

    Müden/Moselkern. Die Nachfrage nach Ganztagsbetreuungsplätzen wächst stetig. Um den Bedarf auch für Kinder aus Müden und Moselkern zu decken, ist dort eine Erweiterung des Betreuungsangebotes notwendig. Schon heute werden manche Kinder in anderen Einrichtungen mit Ganztagesangebot betreut. Um dieses Angebot künftig auch für zurzeit 28 Kinder aus den beiden Moselorten anbieten zu können, haben sich Müden und Moselkern dazu entschieden, bei der Kinderbetreuung künftig zusammenzuarbeiten.

    Foto: Christian Schmit

    Von Christian Schmitt

    Die Gemeinderäte beider Orte haben bei einer gemeinsamen Sitzung einen Kindergartenzweckverband gegründet. Dieser Zweckverband wird für die Errichtung und den Erhalt des Kindergartengebäudes zuständig sein. Der Betrieb der Kindertagesstätte (Kita) soll weiterhin in der Verantwortung der katholischen Kita gGmbH liegen. Wenn die katholische Kirchengemeinde Müden die Bauträgerschaft der Kita abgeben will, könnte der neue Kindergartenzweckverband diese übernehmen. Drei Varianten wurden laut Verbandsgemeindeverwaltung Cochem geprüft. Alle Beteiligten halten die Variante, die jetzt umgesetzt werden soll, für die wirtschaftlichste. Der Kindergarten in Müden soll saniert und erweitert werden, um eine zweigruppige Kita mit Ganztagsbetreuung zu schaffen, in der die Kinder aus Müden und Moselkern betreut werden können. Nach einer ersten Schätzung belaufen sich die Kosten dafür auf 578 000 Euro.

    Die Alternativen wären deutlich teurer gewesen. Um auch in Moselkern eine Ganztagseinrichtung zu schaffen, müssten beide Gebäude umgebaut und erweitert werden. Das würde laut Verwaltung jeweils 500 000 Euro kosten. Der Umbau des Kindergartens in Moselkern zu einer zweigruppigen Ganztagseinrichtung würde 740 000 Euro kosten.

    Nach Auskunft der Verwaltung können Zuschüsse beim Bistum Trier in Höhe von bis zu 35 Prozent (also rund 202 000 Euro) und beim Landkreis Cochem-Zell beantragt werden: Hier könnten es 104 200 Euro sein. Allerdings müssen die zuständigen Gremien noch darüber entscheiden. Da bereits in den vergangenen Jahren Ausstattungsförderungen für Kinder unter drei Jahren gewährt wurden, ist mit Landeszuschüssen wohl nicht mehr zu rechnen, so die Verwaltung.

    Die Gemeinden müssten die übrigen Baukosten von rund 271 800 Euro tragen. Aufgrund der derzeitigen Kinderzahlen und dem Standortvorteil wird Müden 80 Prozent, Moselkern 20 Prozent übernehmen. Der Beitrag Moselkerns ist auf 60 000 Euro gedeckelt. Später sollen die Kosten, die für Personal und die Unterhaltung des Gebäudes anfallen sowie die Sachkosten, unter den Gemeinden unter Berücksichtigung der Kinderzahlen aufgeteilt werden.

    Foto: Christian Schmit

    Helmut Probst, Bürgermeister der VG Cochem, ist zufrieden mit der Lösung. "Der Kompromiss entlastet die angespannten Haushalte der beiden Ortsgemeinden und die Aufwendungen des Bistums und des Landkreises um mehrere hunderttausend Euro", sagte er. Letztlich werde auch der Grundschulstandort Müden gestärkt, so Probst. Derzeit werden Kinder aus Moselkern mit Kindern aus Müden gemeinsam im Kindergarten in Müden betreut. Während der Umbauphase besuchen die Müdener Kinder die Einrichtung in Moselkern. Noch ist nicht geklärt, was mit dem Gebäude nach dem Auszug des Kindergartens geschehen soll. "Für Moselkern tut mir das leid. Wir waren aber gezwungen, eine pragmatische und finanziell tragbare Lösung zu finden, die vor allem das Wohl der Kinder berücksichtigt", sagte der Moselkerner Ortsbürgermeister Wolfgang Kratz. Er betonte, es sei wichtig, dass Kinder Kontakt zu Gleichaltrigen hätten. Außerdem müsse eine Ganztagsbetreuung angeboten werden, so Kratz. Auch der Müdener Bürgermeister Franz-Josef Thönnes sagte, die Gründung eines Kindergartenzweckverbandes sei notwendig gewesen. Man müsse der gestiegenen Nachfrage nach Ganztagsbetreuung Rechnung tragen.

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    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Chef v. Dienst

     

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