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  • Kloster Ebernach kauft Gebäude: Aus dem Treiser Rathaus wird das Haus "Elisabeth"

    Treis-Karden/Cochem. Fast anderthalb Jahre nachdem der letzte Verwaltungsmitarbeiter der früheren Verbandsgemeinde Treis-Karden den Schlüssel am Treiser Rathaus herumgedreht hat, ist das Gebäude verkauft worden. Neuer Eigentümer sind die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz mit Sitz in Hausen/Westerwald. Sie betreiben das Kloster Ebernach. Der Verkaufserlös von geschätzten 600 000 Euro soll in die Finanzierung des Erweiterungsbaus der Verwaltung in Cochem eingebracht werden.

    Symbolische Übergabe in Treis: (vordere Reihe, von links) Michael Puhl, Einrichtungsleiter des Klosters Ebernach, Joachim Domann, kaufmännischer Vorstand der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz, Bonifatius Faulhaber, Vorstandsvorsitzender der Franziskanerbrüder, und Ebernachs Verwaltungsleiter Werner Schaub (2. von rechts) haben die Räume des ehemaligen Treiser Rathauses in Besitz genommen. Darüber freuen sich auch Bürgermeister Helmut Probst (3. von links) und Büroleiter Werner Theisen.
    Symbolische Übergabe in Treis: (vordere Reihe, von links) Michael Puhl, Einrichtungsleiter des Klosters Ebernach, Joachim Domann, kaufmännischer Vorstand der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz, Bonifatius Faulhaber, Vorstandsvorsitzender der Franziskanerbrüder, und Ebernachs Verwaltungsleiter Werner Schaub (2. von rechts) haben die Räume des ehemaligen Treiser Rathauses in Besitz genommen. Darüber freuen sich auch Bürgermeister Helmut Probst (3. von links) und Büroleiter Werner Theisen.
    Foto: privat

    Nach Auskunft von Kloster Ebernach soll aus dem einstigen Verwaltungsgebäude ein modernes Wohnhaus für erwachsene Menschen mit geistigen Behinderungen und gegebenenfalls weiteren Beeinträchtigungen entstehen. Das neue Haus "Elisabeth", wie es zukünftig heißen wird, wird umgebaut, dort sollen nach der Fertigstellung verschiedene Arten von Betreuungsformen vorgehalten werden.

    Das Raumangebot des ehemaligen Rathauses wird nach Auskunft von Ebernach so gestaltet, dass auch "auf zukünftige Anforderungen des Bedarfs im Zuge des demografischen Wandels individuell mit angepassten sogenannten Assistenzkonzepten reagiert werden kann". Der Schwerpunkt der Hilfen für die Bewohner und Mieter des Hauses Elisabeth liegt in der Förderung und im Erhalt lebenspraktischer Fähigkeiten. Dazu werden pädagogische Assistenzleistungen angeboten, die sich an den individuellen Bedürfnissen der Mieter orientieren.

    Vier eigenständige Wohnräume pro Etage

    In jeder Etage sollen vier eigenständige Wohnräume eingerichtet werden. Zu jeweils zweien wird ein Bad zugeordnet. Zusätzlich sind in jedem Geschoss ein Gemeinschaftsraum und jeweils eine Küche mit Abstellraum geplant. Im Eingangsbereich wird ein Mitarbeiterbüro installiert.

    Für die künftigen Bewohner werde die Barrierefreiheit erreicht, indem ein Aufzug eingebaut wird. Auf diese Weise könnten auch Menschen mit Einschränkungen der Mobilität in das Gebäude einziehen, betont Kloster Ebernach. Auch die Wohnungen und Nasszellen würden barrierefrei eingerichtet, und die vorhandene Zugangstreppe werde durch eine neue Rampe ersetzt. Im Dachgeschoss würden zwei abgeschlossene, barrierefreie Appartements für zwei selbst orientierte Wohngemeinschaften gebaut, die eigenständig von den Wohngruppen in den Untergeschossen betrieben würden.

    Umbau soll Anfang April beginnen

    Im Erdgeschoss sowie im ersten und zweiten Obergeschoss werden zwölf Bewohnerplätze entstehen. "Wir freuen uns, dass mit dem Wohnhaus "Elisabeth" zukünftig zwölf stationäre Bewohner und vier ambulant betreute Kunden ein neues Zuhause erhalten", sagte Bruder Bonifatius Faulhaber, Vorstandsvorsitzender der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz.

    Anfang April soll mit den ersten Umbauarbeiten begonnen werden, sie sollen Ende September abgeschlossen sein. "Durch das Haus ,Elisabeth' wird ein weiterer Schritt zur Teilhabe und Inklusion auf den Weg gebracht", betonte Christiane Lehnert, die Gesamtleiterin der Ambulanten Dienste "Vor Ort". Der Umbau wird vom Land Rheinland-Pfalz unterstützt und gefördert. "Ich freue mich, dass das ehemalige Rathaus nach vielen Jahrzehnten als Verwaltungsstandort nun einer Nutzung zugeführt wird, die ebenfalls ganz nah bei den Menschen ist. Die Veräußerung dieses Gebäudes an Kloster Ebernach ist für unsere Verbandsgemeinde ein Glücksfall", erklärte Bürgermeister Helmut Probst. red

    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Chef v. Dienst

     

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