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  • Statistik Wie viele Autos vor Cochem-Zeller Haustüren stehen, hängt stark vom Wohnort ab - Kleine Orte ganz vorne

    Kleine Orte bei Kfz-Zulassungen vorne: Leienkaul hat die innigsten Autoliebhaber

    Cochem-Zell. Leienkaul, Brieden, Schmitt: Diese Orte findet man aufgrund ihrer Größe eher selten ganz vorne in irgendwelchen Ranglisten. Bei der Fahrzeugdichte, also der Anzahl der angemeldeten Gefährte pro 1000 Einwohner, sind diese drei Dörfer im Kreis allerdings spitze.

    In der Zulassungsstelle werden alle Fahrzeuge im Kreis registriert. Besonders oft melden sich hier Leienkauler, sehr selten schauen Klottener vorbei.
    In der Zulassungsstelle werden alle Fahrzeuge im Kreis registriert. Besonders oft melden sich hier Leienkauler, sehr selten schauen Klottener vorbei.
    Foto: Kevin Ruehle

    Klar, in den Gemeinden leben jeweils weniger als 1000 Menschen, es geht also um einen Durchschnittswert. Und dieser besagt zum Beispiel in Leienkaul, dass jeder Bürger, egal ob Kleinkind oder Greis, 1,5 Fahrzeuge besitzt. Ein auch überregional beachtlicher Wert. Die Gründe dafür zu finden, ist schwierig.

    Tatsächlich gibt es in Leienkaul 525 Fahrzeuge bei 339 Einwohnern. Die 321 Pkw machen da den größten Posten aus, Leienkaul führt auch in dieser Statistik – auf 1000 Einwohner kommen rein rechnerisch 947 Autos. „Das kann ich mir überhaupt nicht erklären“, sagt Ortschef Burkhard Klinkner. Zwar kenne er viele Leienkauler, die jeweils ein Winter- und ein Sommerauto besitzen, ungewöhnlich findet er dies jedoch nicht. „Ich habe ja selbst zwei Autos“, sagt Klinkner. Zudem kommen dem Ortsbürgermeister manche Zahlen geradezu spanisch vor: „Ich habe keine Ahnung, wo in Leienkaul 13 Lkws stehen sollen“, wundert sich Klinkner. Er betont, dass es für viele Eifler unumgänglich ist, ein Auto zu haben – egal, ob für den Einkauf oder die Arbeit. „Ohne geht es nicht.“

    Weniger begeistert von motorisierten Gefährten scheinen die Klottener zu sein. Im Moseldorf gibt es nur etwa die Hälfte der Fahrzeuge, zieht man den Vergleich zu Leienkaul oder Brieden. Dies dürfte sich kaum damit erklären lassen, dass das Fahrrad an der flachen Mosel attraktiver ist als in Eifel oder Hunsrück. Denn die wenigsten Autos pro Einwohner finden sich im Hunsrückdorf Forst. 61 Einwohnern stehen 31 Pkw zur Verfügung. Und auch auf dem vorletzten Platz steht mit Eulgem keine große Gemeinde. Deutlich ist allerdings, dass es in den einwohnerstarken Gemeinden im Schnitt weniger Autos gibt. Die Kreisstadt Cochem liegt in diesem Vergleich auf dem drittletzten Platz – und auch die meisten Orte mit mehr als 1000 Einwohnern finden sich im hinteren Teil dieser Rangliste.

    An der Zulassungsstatistik lässt sich auch ablesen, welche Gemeinden im Kreis noch stark landwirtschaftlich geprägt sind. In Wagenhausen gibt es – wieder bezogen auf 1000 Einwohner – die meisten Traktoren. Immerhin 23 Zugmaschinen werden von 58 Einwohnern genutzt. Es folgen die Orte Mesenich, Brieden, Filz, Forst/Hunsrück und Wollmerath. In all diesen Gemeinden hat im Schnitt mindestens jeder vierte Einwohner einen Traktor. Ein Motorrad findet man hingegen im kleinsten Dorf des Kreises, Wagenhausen, nicht.

    Das Durchschnittsalter der Menschen ist offenbar auch kein ausschlaggebender Faktor, wenn es um die Zahl der Fahrzeuge in einem Dorf geht. In Klotten ist das Durchschnittsalter besonders hoch, es liegt bei 50,06 Jahren. Eulgem ist das „jüngste“ Dorf im Kreis (Durchschnittsalter 36,5 Jahre), in beiden Orten gibt es wenig Fahrzeuge. Der Spitzenreiter Leienkaul liegt im Mittelfeld der Alterspyramide. Ganz begeistert von Motorrädern sind übrigens die Bürger in den Gemeinden Brieden, Eppenberg und Kalenborn – dort hat fast jeder sechste Einwohner ein Zweirad mit Motor. Und auch in den angrenzenden Eifelgemeinden hat man Spaß auf zwei Rädern. Moselaner und Hunsrücker scheinen an dieser Art der Fortbewegung weniger interessiert zu sein.

    In den Städten gibt es im Schnitt recht wenige Autos, wobei in Zell deutlich mehr als in Cochem zu finden sind. Wirtschaftlich brummt es übrigens in Panzweiler. Dort gibt es 56 Lastkraftwagen, die wohl hauptsächlich einer Firma zuzuordnen sind. Ein gewichtiger Faktor für den kleinen Ort.

    Von unserem Redakteur Kevin Rühle

    Kfz-Zulassungen in Cochem-Zell

    Etwa 61.600 Fahrzeuge sind im Kreis Cochem-Zell zugelassen. Es gibt also fast so viele Vehikel wie Menschen in unserem Landkreis. 29.297 Fahrzeuge werden mit Benzin, 23.578 mit Dieselkraftstoff betrieben.

    Nur 27 Fahrzeuge kommen mit Batterien voran. Das vor einigen Jahren eingeführte Kennzeichen ZEL scheint beliebt zu sein, zuletzt schmückten diese drei Buchstaben immerhin 4508 Kennzeichen. Neben den knapp 40.000 Pkws gibt es in Cochem-Zell 2519 Lkws, 9039 Anhänger, 5326 Zugmaschinen und 4167 Zweiräder. In Cochem-Zell gibt es im Vergleich zu anderen Kreisen mehr Fahrzeuge. ker

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    Nina Borowski

    Nina Borowski

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