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    LiegFusion: Die Sympathie gilt Kastellaun

    Wohin soll die Reise gehen für die VG Treis-Karden? Im Hunsrück ist der Wunsch klar. Die Gemeinden wollen nach Kastellaun.

    Peter Mauer (rechts) von der BKC Kommunal-Consult stellte in Lieg die Gutachten vor.
    Peter Mauer (rechts) von der BKC Kommunal-Consult stellte in Lieg die Gutachten vor.
    Foto: Andreas Walz

    Lieg. Wohin soll die Reise gehen für die VG Treis-Karden? Im Hunsrück ist der Wunsch klar. Die Gemeinden wollen nach Kastellaun.

    Bei der Bürgerversammlung für Lieg, Lahr und Zilshausen in der Hunsrückhalle in Lieg gab es für diese Forderung den meisten Beifall und erkennbar die größten Sympathien unter den rund 180 Anwesenden. Nur wenige sprachen sich für eine 1:1-Fusion der VG Treis-Karden mit Cochem oder Kaisersesch aus. Doch klar wurde auch, dass bei einer solchen Lösung noch viele Fragen offen sind.

    "Wir waren immer stolz, ein Kreis und eine Verbandsgemeinde mit Eifel, Mosel und Hunsrück zu sein", meinte Landrat Manfred Schnur. Dabei sei immer darauf geachtet worden, dass jeder Gemeinde und jeder Region eine gute Entwicklung ermöglicht werde. "Es wurde keiner abgehängt", so der Landrat, der für eine 1:!-Lösung warb.

    Doch mit dieser Position hatte der Landrat keinen leichten Stand in der Bürgerversammlung. "Wir haben nie an der Verbandsgemeinde Treis-Karden gezweifelt, aber sie wird nun aufgelöst", meinte Zilshausens Bürgermeister Robert Etges. Nun müsse der Bürgerwille beachtet werden, betonte er. Viele der Anwesenden verwiesen auf die Busanbindung, die Schulversorgung oder die langen Wege, wenn die Hunsrückgemeinden nach Kaisersesch oder Cochem kämen. Nur wenige wie der Konrektor der Konrad-Adenauer-Schule Treis-Karden, Heinz Platten aus Lieg, warnten davor, dass bei einer Aufteilung der VG die Schule in Gefahr sei.

    Peter Mauer von der BKC Kommunal-Consult stellte die Gutachten vor. Dabei wurde deutlich, dass bei einem Vergleich der Kenngrößen die Verbandsgemeinde Kaisersesch als Fusionspartner etwas bessere Ergebnisse aufweist als Cochem, dass aber sowohl Cochem als auch Kaisersesch bei einer Fusion alle Grundschulstandorte erhalten wollten, ebenso die Feuerwehren. Für das Freibad in Treis schlagen die Gutachter bei einer Fusion mit Cochem einen gemeinsamen Betrieb mit den dortigen Bädern vor. Und um das Rathaus in Treis-Karden zu erhalten, sollte dort ein Bürgerbüro bleiben, aber auch das Abwasserwerk seinen Sitz bekommen.

    Bei einer Ausgliederung von Gemeinden an Kastellaun sah der Gutachter keine großen Veränderungen für die betroffenen Kommunen, wohl aber Verhandlungsbedarf, da hier bei den Entgelten beispielsweise bei Trinkwasser, Abfall oder Abwasser die Satzungen nur schwer vergleichbar wären.

    Von unserem Mitarbeiter Dieter Junker

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