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  • Altenheim: Hospizarbeit beginnt mit Einzug

    Kaisersesch. Das Hospiz- und Palliativgesetz schreibt vor, dass stationäre Pflegeeinrichtungen durch den ausgewogenen Einsatz von Fachkräften und Ehrenamtlichen die Begleitung von schwerstkranken und sterbenden Menschen sicherstellen müssen.

    Ute Dany und Katy Schug (vorn v. links) unterschreiben die Vereinbarung zur gemeinsamen Hospizarbeit im Seniorenzentrum. Hospizfachkraft Beate Fatzau, AHZ-Leiterin Edith Mohrs, Pflegedienstleiterin Elke Münich und Caritasmitarbeiterin Sandra Kneip setzen die Vereinbarung um.
    Ute Dany und Katy Schug (vorn v. links) unterschreiben die Vereinbarung zur gemeinsamen Hospizarbeit im Seniorenzentrum. Hospizfachkraft Beate Fatzau, AHZ-Leiterin Edith Mohrs, Pflegedienstleiterin Elke Münich und Caritasmitarbeiterin Sandra Kneip setzen die Vereinbarung um.
    Foto: Brigitte Meier

    Aus diesem Grund hat das Seniorenzentrum St. Josef in Kaisersesch mit dem Caritasverband Mosel-Eifel-Hunsrück einen Kooperationsvertrag abgeschlossen, den Heimleiterin Ute Dany und Caritasdirektorin Katy Schug in Kaisersesch unterschrieben.

    Eine Zusammenarbeit zwischen der Hospizfachstelle der Ambulanten Hilfezentren (AHZ) der Caritas und dem Seniorenzentrum hat es auch vor der offiziell unterzeichneten Kooperation schon gegeben, erklären Schug und Dany: "Die beiden Träger kennen sich bereits gut. Durch diesen Vertrag wird die Zusammenarbeit gefestigt und ausgebaut." Für die Senioreneinrichtung bedeutet die Kooperation, dass sie keine eigene Hospiz- und Palliativabteilung mit weiteren Fachkräften aufbauen muss. Dany erklärt: "Es ist ohnehin besser, nicht nebeneinander, sondern miteinander zu arbeiten. Davon profitieren beide Seiten."

    Die Vereinbarung hat unter anderen das Ziel, "das bürgerschaftliche Engagement in der hospizlichen Sterbebegleitung im Seniorenzentrum auszubauen". Das heißt, dass unter der fachlichen Begleitung des ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienstes des Caritasverbandes sowohl die bereits engagierten ehrenamtlichen Helferinnen des Seniorenzentrums als auch die ehrenamtlichen Sterbegleiter des Hospizvereins Cochem-Zell zusammenarbeiten. Für den Hospizverein ergibt sich die Möglichkeit, weitere ehrenamtliche Mitarbeiter zu gewinnen, die durch die Hospizfachkräfte auch im Seniorenzentrum vorbereitet und qualifiziert werden können.

    Die Begleitung schwerstkranker und sterbender Bewohner ist im Betreuungskonzept des Kaisersescher Seniorenzentrums festgeschrieben, berichtet Heimleiterin Dany. Sie erklärt ergänzend: "Die Hospizbewegung in Altenheimen ist relativ neu. Nun haben wir erkannt, dass diese bereits mit dem Einzug des Bewohners beginnen muss." Der Kooperationsvertrag schreibt daher fest: "Hospizbegleitungen werden frühzeitig angeboten, um als Lebensbegleitung bis zum Tod möglichst im Sinne eines natürlichen Beziehungsprozesses den Bedürfnissen der Betroffenen zu entsprechen." Dennoch entscheiden die Heimbewohner beziehungsweise ihre Angehörigen selbst, ob sie in eine Hospizbegleitung aufgenommen werden möchten.

    Ein wichtiger Grundsatz der Vereinbarung ist die Feststellung, dass ehrenamtliche Hospizhelfer nicht die Leistungen der hauptamtlichen Mitarbeiter des Seniorenzentrums ersetzen, sondern ergänzen. Die Ehrenamtlichen werden von den Fachkräften des ambulanten Hospiz-Palliativberatungsdienstes der Caritas begleitet. Sie nehmen an Supervisionssitzungen und Fortbildungen teil und pflegen den direkten Kontakt zur Heimleitung und dem eigens eingesetzten Hospiz-Ansprechpartner der Einrichtung. Dany erläutert: "Dazu gibt es klare Regeln und Kommunikationswege." Eine weitere wichtige Regel haben die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Hospizmitarbeiter zu beachten: die Verschwiegenheit und die geltenden Datenschutzbestimmungen.

    Sterbebegleitung ist Lebensbegleitung

    In der Präambel der Kooperation zwischen dem Seniorenzentrum St. Josef Kaisersesch und dem Caritasverband Mosel-Eifel-Hunsrück heißt es unter anderem: „Hospiz ist weniger ein Ort oder ein Platz, sondern eine bestimmt Art, seine letzte Lebenszeit zu erleben, also eine Art Lebenseinstellung. Sie bedeutet das zugewandte und achtungsvolle Begleiten von Menschen, die sich in der Endphase ihre Lebens befinden.“ (Cicely Saunders).

    Brigitte Meier

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    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Chef v. Dienst

     

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