40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » RZ Mittelmosel
  • » Alflen will Bio-Energiedorf werden
  • Aus unserem Archiv

    AlflenAlflen will Bio-Energiedorf werden

    Ein ehrgeiziges Projekt hat sich die Gemeinde Alflen vorgenommen: Sie will ein Bioenergiedorf werden.

    830 Menschen leben im Eifeldorf Alflen.
    830 Menschen leben im Eifeldorf Alflen.
    Foto: Hans-Werner Rach

    Bioenergiedorf – das heißt, dass ein Dorf einen großen Teil seines Strom- und Wärmebedarfs durch das Nutzen von regional erzeugter Biomasse selbst deckt. In der Regel wird dieses Ziel durch den Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen erreicht, die mittels Biogas Strom und Wärme erzeugen.

    Bioenergiedorf heißt aber auch, dass mehr als die Hälfte der Anlagen im Besitz von Wärmeabnehmern und Landwirten sein muss. Als Betreibergesellschaften haben sich meist die altbewährten Genossenschaften durchgesetzt, die für Gemeinschaft, demokratische Struktur, Sicherheit und Stabilität stehen, erklärt der Erste Beigeordnete Hans Hilpisch: „Auf diese Weise bleibt das Geld für die Energieaufwendungen in der Region und kommt den Gemeinden und ihren Einwohnern zugute.“

    Ob Alflen, wie schon rund 60 Dörfer in Deutschland, diesen Weg gehen kann, hängt zunächst vom Ergebnis der ersten Untersuchungen ab. Dazu werden in der sogenannten Initialberatung alle relevanten Fakten zum Ort Alflen gesammelt, etwa die Anzahl der Häuser und Wohnungen sowie die zur Beheizung zur Verfügung stehenden Feuerungsanlagen. Darüber hinaus werden auch die beiden bereits vorhandenen Biogasanlagen und die für ihren Betrieb benötigten Biomassen einkalkuliert.

    Alle Daten werden Fachleuten vorgelegt, die dann eine erste Einschätzung vornehmen, ob Alflen als Bioenergiedorf geeignet ist. Sollte die Einschätzung günstig ausfallen, folgt die nächste Stufe, eine Machbarkeitsstudie. Dabei werden zum Beispiel die Hausbesitzer im Einzelnen befragt, ob sie ihr Haus an ein Nahwärmenetz im Ort anschließen würden. Ermittelt werden auch Zahlen über die Wirtschaftlichkeit, die letztendlich über das Für und Wider des Unternehmens entscheiden.

    Noch ist das Bioenergiedorf Alflen nur „eine Vision“ des Arbeitskreises Dorfentwicklung, der sich vor einem halben Jahr gegründet hat. Hilpisch sagt: „Um eine Entwicklung voranzutreiben, muss man auch über ganz neue Ideen nachdenken.“ Das Projekt Bioenergiedorf hat aber realistische Chancen, wenn die Bewohner dahinter stehen. Und das gelingt nur, wenn die Öffentlichkeit regelmäßig und umfassend informiert wird. Hilpisch kündigt an, dass für März eine öffentliche Veranstaltung zum Thema „Zukunft von Alflen“ geplant ist.

    Cochem Zell
    Meistgelesene Artikel
    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Regio-CvD Online

     

    Mail

    Anzeige
    epaper-startseite
    Regionalwetter
    Sonntag

    11°C - 21°C
    Montag

    12°C - 21°C
    Dienstag

    14°C - 25°C
    Mittwoch

    16°C - 29°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Anzeige