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  • Umwelt Projekt ist Ausgleichsmaßnahme für neues Industriegebiet in Polch - Umweltstiftung des Kreises sorgt für Umsetzung

    Umweltprojekt: Wasserbüffel sollen im Nothbachtal grasen

    Polch/Rüber. In den Feuchtwiesen des Nothbachtals innerhalb der Gemarkung Rüber werden noch bis Ende des Jahres karpatische Wasserbüffel angesiedelt. Das teilt jetzt die Kreisverwaltung auf Anfrage der RZ mit.

    Im Feuchtgebiet Nothbachtal in der Gemarkung Rüber werden bis Ende des Jahres karpatische Wasserbüffel angesiedelt. Das Vorhaben gilt als ökologische Ausgleichsmaßnahme für die Stadt Polch und deren Absicht, im Bereich „Vor Geisenach/Im Bruch“ ein Industriegebiet zu entwickeln. In Rüber sind ein Beweidungsprojekt und ein „offenes Biotopmosaik“ geplant.  Foto: Heinz Israel
    Im Feuchtgebiet Nothbachtal in der Gemarkung Rüber werden bis Ende des Jahres karpatische Wasserbüffel angesiedelt. Das Vorhaben gilt als ökologische Ausgleichsmaßnahme für die Stadt Polch und deren Absicht, im Bereich „Vor Geisenach/Im Bruch“ ein Industriegebiet zu entwickeln. In Rüber sind ein Beweidungsprojekt und ein „offenes Biotopmosaik“ geplant.
    Foto: Heinz Israel

    Möglich wird dies durch die Einzahlung von 60 000 Euro auf ein Ökokonto zugunsten der Stiftung Umwelt und Natur der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz. Zu verdanken ist dieser Geldregen der Stadt Polch. Diese will im Bereich „Vor Geisenach/Im Bruch“ ein weiteres Industriegebiet ausweisen. Um die dafür notwendigen Ausgleichsflächen auszuweisen, muss Polch tief in die Tasche greifen: 500 000 bis 600 000 Euro wird die Stadt an die Stiftung Umwelt und Natur überweisen, damit diese für den ökologischen Ausgleich des Eingriffes in Natur und Landschaft sorgen kann. Ein Teil des Betrages kommt dem Projekt im Nothbachtal zugute.

    Die Naturschutzstiftung betreut dort das anerkannte Ökokonto „Feuchtwiesen Nothbachtal“. Ziel ist es, in dem Tal ein Beweidungsprojekt mit karpatischen Wasserbüffeln zu etablieren und ein „offenes Biotopmosaik“ zu entwickeln.

    Der Stadtrat hat sich kürzlich mit dem Abschluss einer entsprechenden Vereinbarung zur rechtlichen Absicherung der Verfahrensweise befasst. Dabei gab es durchaus unterschiedliche Auffassungen über die Platzierung der Ausgleichsmaßnahme. Stadtbürgermeister Gerd Klasen befürwortete die Ansiedlung innerhalb der Gemarkung Rüber: „Ich finde es gut, dass Dinge vor der Haustür gefördert werden“, meinte Klasen.

    Ganz anders argumentierte Hans-Georg Ziesemer (SPD). Er hielt es für besser, in Polch brachliegendes Ackerland zu erwerben. Denn die Bürger würden es nicht verstehen, wenn die Umsetzung außerhalb der Stadt durchgeführt werde.

    VG-Büroleiter Helmut Führ entgegnete: „Wir wollten Konflikte mit der Landwirtschaft vermeiden.“ Außerdem gebe es in Polch keine brachliegenden Eigentumsflächen. In den Gesprächen habe man aber die Absicht bekundet, die Hänge im Nettetal zu entbuschen. Dann würden auch Flächen in der Gemarkung Polch begünstigt. Die Distrikte in Rüber seien stadtnah und als Spaziergänger zu erreichen. Dadurch würde der Freizeitwert von Polch gesteigert. Christel Zimmermann (FWG) schlug vor, die Wanderwege mit dem Gebiet Nothbachtal zu verbinden. Der Rat stimmte der Vereinbarung mit der Stiftung einstimmig zu. Der Vertrag wird derzeit von der Stiftung und der Verbandsgemeindeverwaltung Maifeld erarbeitet und kann innerhalb der nächsten Wochen unterschrieben werden. Mit der Umsetzung des Projektes „Ansiedlung von Wasserbüffeln in Rüber“ ist nach Planung der Kreisverwaltung bis Ende des Jahres zu rechnen.

    Von unserem Mitarbeiter Heinz Israel

    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Regio-CvD Online

     

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