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    MayenUmgefahrener Poller löst handgreiflichen Streit aus

    Ein umgefahrener Poller und eine daraus resultierende Körperverletzung sowie das Verbrennen von gefährlichen Abfällen beschäftigte das Amtsgericht Mayen.

    Mayen - Ein umgefahrener Poller und eine daraus resultierende Körperverletzung sowie das Verbrennen von gefährlichen Abfällen beschäftigte das Amtsgericht Mayen.

    Im ersten Fall fuhren zwei Männer mit ihrem Pkw samt Anhänger einen kurz zuvor einzementierten Poller auf dem Gelände des ehemaligen Handelshof in Mayen um. Daraus entstand ein Streit zwischen dem Arbeiter und den Männern, in deren Verlauf einer der beiden den Arbeiter so geschubst haben soll, dass er zu Boden ging. Deshalb fand sich der 30-jähriger Mayener nun zu seiner Verwunderung auf der Anklagebank wieder: „Ich habe mir nichts zuschulden kommen lassen“, sagte er dem Gericht und Richterin Bernadette Beyen immer wieder. Seiner Meinung nach sei es eher umgekehrt gewesen, denn der Arbeiter habe wegen des umgefahrenen Pollers getobt und sei ihnen schreiend in die Lagerhalle gefolgt sei, so der Mayener. Dort habe er die Männer beschimpft und sogar mit Schlägen gedroht, sagte der Angeklagte zu seiner Verteidigung. Er sei schließlich, als die Situation für seinen Partner gefährlich zu werden schien, nur dazwischengegangen. Er habe sich vorher auch dazu geäußert, dass sie nicht mit Absicht den Poller umgefahren haben, sagte der Angeklagte. Er beschrieb den Arbeiter als aggressiv und theatralisch. Sein Mitfahrer gab bei Gericht jedoch an, dass er zwar gemerkt habe, dass er den Poller überfahren hat, aber nicht gewusst hat, dass es sich um eine frische Baustelle handelte. Er habe das  erst viel später von dem Vermieter der Halle erfahren. Darin widersprachen sich die Aussagen der beiden Männer gravierend. Das Opfer selbst gab an, dass er sich gar nicht aufgeregt hätte, sondern nur erschreckt habe, weil die Männer mit hohem Tempo auf das Grundstück gefahren seien. „Alles ging ganz schnell, plötzlich lag ich auf dem Boden, meine Hand war verletzt“, so der 57-Jährige. Er habe zunächst gedacht, dass das ein Überfall war und sofort die Polizei gerufen.

    Das Gericht glaubte dem Zeugen, zumal dieser keinerlei Belastungseifer an den Tag legte und mehrfach betonte, dass es ihm nicht um Schmerzensgeld ging sondern nur darum, dass so was nicht nochmal passiert. Der Mayener kassierte daraufhin  eine Geldstrafe von 200 Euro.

    Im zweiten Fall gestand ein Schreiner, behandelte Abfälle, nämlich lackierte Türzargen, in einer Tonne verbrannt zu haben. Jedoch sagte er, dass er selbst nicht da war, sondern ein neuer Mitarbeiter, vermutlich unwissend die Hölzer ins Feuer geworfen hat. Er konnte vor Gericht nachweisen, dass regelmäßig behandelte und lackierte Hölzer legal entsorgt werden. An diesem Tag sei durch ein Missverständnis etwas schief gelaufen, so der Verteidiger.  Da der Mann bisher nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten ist,  stellte das Gericht das Verfahren gegen eine Geldauflage von 600 Euro ein. Katrin Weber

     

    KW

     

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