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    MayenNetzwerk Inklusion Mayen-Koblenz will Hürden für Menschen mit Handicap kappen

    Der Einladung des Netzwerks Inklusion Mayen-Koblenz zum Austausch über die Frage, wie Inklusion im Kreis gelingen kann, waren gut 70 Leute gefolgt. Ein offenes Kommunikationsforum zu schaffen, bei dem "Experten in eigener Sache", Fachkräfte aus Einrichtungen und Bürger mit politischen Parteien über Inklusion ins Gespräch kommen, war den Veranstaltern gelungen.

    Ein offenes Kommunikationsforum zu schaffen, das gelang dem Netzwerk Inklusion Mayen-Koblenz mit seiner jüngsten Veranstaltung.
    Ein offenes Kommunikationsforum zu schaffen, das gelang dem Netzwerk Inklusion Mayen-Koblenz mit seiner jüngsten Veranstaltung.

    Vertreter von FWG, AfD, CDU, FDP, Linke, Bündnisgrünen und SPD kamen ebenso wie OB Wolfgang Treis und Erster Kreisbeigeordnete Bernhard Mauel. Es wurde ein Abend zum Anregen und Nachdenken. Im Atrium aus Stühlen gab es einen Innenkreis, in den sich zunächst Vertreter der Parteien und Experten in eigener Sache zunächst setzten. Diese konnten die Anwesenden dann mittels einer bestimmten Methode ("Fish-Bowl") auswechseln. In der ersten Runde zum Thema "Gemeinsame Erziehung und Bildung" berichteten Kathrin Philippi als betroffene Mutter, Petra Neffgen als Verantwortliche für Religionsunterricht und Schulpastoral im Bistum Trier sowie Bernd Traud als Ergotherapeut offen über ihre Erfahrungen und Bedenken, den Schwierigkeiten im Alltag und formulierten ihre Erwartungen an die Politik.

    Kontrovers wurde über Idealvorstellungen, Befürchtungen, Forderungen, Hindernisse, vermeintliche Zuständigkeiten und finanzielle Aspekte diskutiert. Manchen Zuhörer riss es vom Stuhl - so einer Kitaleiterin aus Weißenthurm, die deutlich machte, wie überfrachtet und überfordert die Mitarbeiter derzeit schon sind: "Da geht es nicht ums Wollen. Da geht es darum, dass wir andere Teamzusammensetzungen, andere Gruppengrößen, andere Räumlichkeiten und Hilfsmittel brauchen." Auch Barrieren in den Köpfen dürfen nicht auf dem Rücken der Kinder ausgetragen werden, Ängste müssen auf allen Seiten abgebaut werden, Engagement muss auch ohne "Zuständigkeit" erfolgen. Da braucht es Kreativität und Mut. Inklusion darf nicht schon im Ansatz am Verweis auf Sparetat und vorrangiger Schuldenbegleichung scheitern. Es bedarf einer viel engeren Zusammenarbeit, Transparenz und offener Kommunikation.

    Zur Teilhabe beeinträchtigter Menschen in der kommunalen Arbeit am Ort berichtete Dagmar Moog. Dabei ging es um die Ursprünge und Schwierigkeiten des Behindertenbeirats in Andernach, der jetzt ein anerkanntes Gremium sei. Allan Ronez forderte alle Parteien auf, auch auf psychisch beeinträchtigte Menschen in den Blick zu nehmen und sie für die Arbeit in den Parteien zu gewinnen.

    Mayen-Andernach
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