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    Mayen"Nette Toiletten" für die Mayener Innenstadt

    "Nette Toilette" heißt ein Angebot, das es vom kommenden Jahr an auch in Mayen geben soll. Dahinter verbirgt sich das Angebot von gastronomischen Betrieben in der Innenstadt, die die Toilettenanlagen in ihren Betrieben der Allgemeinheit zur Verfügung stellen.

    Das öffentliche WC im Oktogon auf dem Mayener Marktplatz ist alles andere als ein Aushängeschild der Stadt. Nun soll sie geschlossen werden. Als Alternative soll es in der City "Nette Toiletten" geben.
    Das öffentliche WC im Oktogon auf dem Mayener Marktplatz ist alles andere als ein Aushängeschild der Stadt. Nun soll sie geschlossen werden. Als Alternative soll es in der City "Nette Toiletten" geben.
    Foto: Hilko Röttgers

    Für den jeweiligen Nutzer ist der Gang zur Toilette kostenlos. Dafür erhalten die teilnehmenden Betriebe aber eine monatliche Entschädigung von 50 Euro von der Stadt Mayen. Das regelt eine Vereinbarung, die zwischen der Stadt und den Anbietern der "Netten Toilette" geschlossen wird.

    In seiner jüngsten Sitzung hat der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt dieses Vorhaben mit großer Mehrheit auf den Weg gebracht. Insgesamt liegen derzeit 17 Zusagen von Gastronomen vor, eine "Nette Toilette" anzubieten. Die Betriebe befinden sich zum größten Teil am Marktplatz und in der Fußgängerzone. Auch das Rathaus und das Eifelmuseum sind mit dabei.

    Sobald das Angebot der "Netten Toilette" läuft, wird im Gegenzug die öffentliche Toilette im Oktogon auf dem Marktplatz geschlossen. Diese Toilettenanlage ist schon seit längerer Zeit in einem schlechten Zustand und sanierungsbedürftig (die RZ berichtete). Zudem sind die unterirdischen Toiletten nicht belüftet, was gerade empfindlichen Nasen erheblich zusetzen kann. Und sie wurden in der Vergangenheit immer wieder das Ziel von Randalierern. Aus diesen Gründen hat die Stadt nach einer Alternative gesucht - und nun in Form der "Netten Toilette" gefunden.

    Im Vergleich mit dem weiteren Betrieb des Oktogons ist die "Nette Toilette" für die Stadt Mayen zudem wesentlich günstiger: Gut 22 000 Euro kann die Stadt nach derzeitigem Stand pro Jahr sparen. Während für die öffentliche Toilette im Oktogon in diesem Jahr Kosten von fast 40 000 Euro veranschlagt sind, würden für den Betrieb der "Netten Toilette" jährlich gut 17 000 Euro fällig. Hinzu kommen im ersten Jahr allerdings noch zusätzliche Kosten von gut 3000 Euro. Darin enthalten sind zum Beispiel Ausgaben für Plakate und Flugblätter, um für das Angebot zu werben, sowie für Aufkleber, mit denen die teilnehmenden Gastronomen im Eingangsbereich ihres Betriebs auf das Angebot der "Netten Toilette" hinweisen müssen.

    Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses waren sich weitgehend einig, die "Nette Toilette" in Mayen umzusetzen. Dorita Nickel mochte dem Vorhaben aber nicht uneingeschränkt zustimmen. "Ich finde es gut, dass sich die Gastronomen beteiligen. Aber ich halte es für ein Armutszeugnis, wenn eine Stadt selbst keine öffentlichen Toiletten anbieten kann", begründete sie, warum sie sich bei der Abstimmung enthalten wolle. Oberbürgermeister Wolfgang Treis nahm das zur Kenntnis: "Dieses Armutszeugnis spiegelt die Haushaltslage der Stadt wider", sagte er.

    Die "Nette Toilette" ist übrigens keine Mayener Erfindung. Es gibt dieses Angebot mittlerweile in mehr als 150 Städten und Gemeinden deutschlandweit. Entstanden ist die Idee im Jahr 2000 in Aalen.

    Hilko Röttgers

    Mayen-Andernach
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