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    MayenMayener Appell stößt auf großen Zuspruch

    Wenn die Bürger mit der Politik in einer Demokratie nicht zufrieden sind, dann erheben sie ihre Stimme. Genau das passiert zurzeit in Mayen. Vor Kurzem gründete sich eine Initiative aus 40 Personen und formulierte den "Mayener Appell".

    Auf dem Mayener Marktplatz nahmen viele Passanten die Gelegenheit wahr, ihre Unterstützung per Unterschrift zu bekunden.
    Auf dem Mayener Marktplatz nahmen viele Passanten die Gelegenheit wahr, ihre Unterstützung per Unterschrift zu bekunden.
    Foto: Patrick Grosse

    Von unserem Mitarbeiter Patrick Grosse

    Dieser richtet sich an den Stadtrat. Jetzt bauten die Unterstützer einen Stand auf dem Marktplatz auf. Dort hofften sie auf den Zuspruch der Mayener.

    Der Appell legt den Politikern nahe, einen Umgangsstil mit gegenseitiger Achtung zu pflegen. Die Politik müsse darüber hinaus sachorientiert, transparent und verantwortungsvoll sein. Ebenfalls solle der Wählerwille respektiert werden. Eine Steuerungsgruppe aus fünf Personen organisiert die Aktivitäten. Dazu gehört Heidrun Gördüm. "Wir wollen ein Zeichen senden, dass die Politiker für uns Bürger arbeiten sollen", fasst sie die Intention zusammen.

    Der Andrang am Samstag war groß. Viele unterschrieben den Appell. "Ich verurteile, dass sich die Parteien im Stadtrat gegenseitig anschießen", meinte Wolfgang Harkort. Es sei gut, wenn die Politiker mal zur Ordnung gerufen würden. Zwischen den Parteien könne man verschiedener Meinung sein, sagte der Mayener, dennoch müsse man einen gemeinsamen Nenner finden. Viele Passanten nannten zwei Beispiele für ihre Kritik: die finanzielle Situation und die Abwahl der ehemaligen Beigeordneten Marika Kohlhaas.

    "Wir wohnen seit 30 Jahren in Ettringen, haben aber viele Verbindungen nach Mayen", sagten Werner und Ruth Rebell unisono. In jüngster Zeit sei einiges im Stadtrat vorgefallen, was ihnen nicht gefällt. Auch die Kritik an Oberbürgermeister Wolfgang Treis erscheint vielen unverhältnismäßig. "Die Mayener müssen aufpassen, dass sie nicht alles dem OB in die Schuhe schieben", meinte Ruth Rebell. Oft sei der Stadtrat schuld an der Situation. Die Entscheidung der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, der Stadt Geld vorzuenthalten, da der Rat keine Steuererhöhungen beschlossen hat, sprachen viele an. "Die Energie, die viele Politiker investieren, um regelmäßig Leserbriefe zu schreiben, sollten sie in ihre Arbeit stecken", ärgerte sich Gisela Meister. Die Abwahl von Kohlhaas sei nicht in Ordnung, Treis bekomme viele Steine in den Weg gelegt, erklärte sie. "Der Bürger ist nicht dumm", sagte Bernd Welsch. Bei den nächsten Wahlen werde sich der Frust der Menschen schon zeigen.

    Der Appell stößt offenkundig auf Zustimmung. In den nächsten Wochen werden weiter Unterschriften gesammelt. "Wenn der Stadtrat reagiert, haben wir etwas erreicht", sagte Heidrun Gördum.

    450 Personen unterzeichnen Mayener AppellMayener Bürger appellieren an Parteien: Politiker sollen zu einem respektvollen Umgangsstil zurückzufindenCDU-Fraktion attackiert Mayens Oberbürgermeister Treis Stress um Beigeordnetenwahl in Mayen geht weiter: Fraktionsvorsitzende Bernhard Mauel (CDU) kritisiert die KritikerStress um Mayener Beigeordnetenwahl: Marika Kohlhaas fühlt sich abgeschobenweitere Links
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