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    AndernachKaufrausch endet für Andernacherin im Gefängnis

    Ihre Kaufsucht wurde einer 23-Jährigen Andernacherin zum Verhängnis. In 114 Fällen bestellte oder kaufte sie Waren ohne zu bezahlen und verursachte damit einen Schaden von rund 11 000 Euro. Für diesen Betrug kassierte die junge Frau nun eine Einheitsjugendstrafe von 17 Monaten ohne Bewährung.

    Andernach - Ihre Kaufsucht wurde einer 23-Jährigen Andernacherin zum Verhängnis. In 114 Fällen bestellte oder kaufte sie Waren ohne zu bezahlen und verursachte damit einen Schaden von rund 11 000 Euro. Für diesen Betrug kassierte die junge Frau nun eine Einheitsjugendstrafe von 17 Monaten ohne Bewährung.


    Ihre Vorgehensweise war sehr unterschiedlich. Insgesamt lagen der Staatsanwaltschaft fünf Anklageschriften vor: Innerhalb von nur zwei Monaten bestellt sie 19 Mal bei einem Onlinekaufhaus Kleidung, DVDs und Bücher. Dabei benutze sie auch den Namen ihrer Schwester und einer Mitbewohnerin, die sich im Anschluss über die vielen Mahnungen wunderten und auch erhebliche Probleme dadurch bekamen. Die Rechnungen vernichtete die 23-Jährige immer sofort. „Ich habe mir über die Folgen in dem Moment keine Gedanken gemacht“, sagte sie dem Gericht. In einem anderen Fall entwendete sie ihrer Mitbewohnerin die EC-Karte und ging damit auf große Shoppingtour. In den Geschäften fälschte sie einfach so die Unterschrift ihrer Freundin. Anschließend warf sie die Karte weg, um den Verdacht von sich abzulenken.
    Von März bis September 2010 bestellt sie 69 Mal Kleidung bei einem Versandhaus und benutzte dabei jedes Mal einen anderen Namen. Ihr Einfallsreichtum nahm dabei kein Ende. Damit die Pakete auch ankamen, änderte sie entweder den Namen auf dem Türschild oder nahm die Päckchen in einem Paketshop entgegen. Dass der Mitarbeiter des Shops dabei auch unter Verdacht geriet und sogar von der Polizei observiert wurde, davon will sie nichts gewusst haben.
    Auch mit ihrer eigenen, nicht gedeckten EC-Karte ging die Andernacherin einkaufen. 23 Mal bezahlte sie damit, obwohl sie wusste, dass nichts von ihrem Konto abgebucht werden kann.
    Die Taten beging sie, obwohl bereits ein Verfahren gegen sie eingeleitet worden war. Das Andernacher Amtsgericht verurteilte die 23-Jährige 2010 bereits zu acht Monaten Jugendhaft, die sie zurzeit absitzt. Ihr wurde ein Betreuer zur Seite gestellt, der die finanziellen Belange für die regeln soll. Der Vorsitzende Richter Bernd Schmickler hielt ihr vor, dass sie sich auf Kosten anderer über einen langen Zeitraum ein schönes Leben gemacht habe. „Sie sind geschickt und geplant vorgegangen, fast schon professionell“, warf er ihr vor. Sie habe getäuscht und betrogen und trotz aller vorangegangen Strafen weitergemacht, weshalb das Gericht von einer Bewährung absah.

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