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  • Kandidatenporträt Wahlkreis 12: Grüne treten mit Matthias Kaißling an

    Kreis Mayen-Koblenz. Die heiße Phase des Landtagswahlkampfs hat begonnen. Die RZ Mayen-Koblenz stellt nach und nach die Kandidaten vor, die in den Wahlkreisen antreten. Heute: Matthias Kaißling von den Grünen im Wahlkreis 12.

    Matthias Kaißling hat als Ort für sein Porträtfoto die Windkraftanlagen zwischen Mayen und Polch vorgeschlagen. Die Energiewende ist für den Direktkandidaten der Grünen ein wichtiges Thema. Er setzt sich für Strom aus Wind-, Wasser- und Sonnenkraft ein.
    Matthias Kaißling hat als Ort für sein Porträtfoto die Windkraftanlagen zwischen Mayen und Polch vorgeschlagen. Die Energiewende ist für den Direktkandidaten der Grünen ein wichtiges Thema. Er setzt sich für Strom aus Wind-, Wasser- und Sonnenkraft ein.
    Foto: Hilko Röttgers

    Von unserem Redakteur Hilko Röttgers

    Mayen. Politik hat im Leben von Matthias Kaißling schon immer eine Rolle gespielt. "Ich bin in einem politisierten Haushalt aufgewachsen", erzählt der Direktkandidat von Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis 12 (Mayen). Die Eltern jahrzehntelang SPD-Mitglieder, die große Schwester aktiv beim Naturschutzbund - so etwas prägt. "Bei uns wurde am Küchentisch immer über Politik gesprochen", berichtet Kaißling.

    Dass er aber selbst in die Politik gehen würde, dafür brauchte es noch einen Anstoß von außen. Das war vor dreieinhalb Jahren der Wahlkampf von Wolfgang Treis, als der sich um den Posten des Mayener Oberbürgermeisters bewarb. "Da habe ich gemerkt, dass man die Menschen überzeugen kann", erzählt Kaißling. Das gilt nicht zuletzt auch für ihn selbst. "Nach der OB-Wahl bin ich bei den Grünen eingetreten." Bei der folgenden Kommunalwahl im Mai 2014 gelang den Grünen der Einzug in den Stadtrat, vier Mitglieder hat die Fraktion - Matthias Kaißling gehört dazu.

    Ist die Kandidatur für einen Sitz im Mainzer Landtag nun also der folgerichtige Schritt in einer politischen Karriere? Kaißling sieht seine Chancen realistisch. "Es ist ein konservativer Wahlkreis", sagt der 31-Jährige. Dennoch: "Mit meiner Kandidatur möchte ich die Leute für meine Ideen begeistern. Vielleicht schaffe ich das."

    Und Ideen für seinen Wahlkreis hat Kaißling jede Menge. Als Grüner setzt er sich zum Beispiel für die Energiewende ein. "Ich möchte eine dezentrale Energiepolitik verfolgen", sagt er. Ihm schwebt ein Energiemix aus Wind-, Wasser- und Sonnenenergie vor. "Da ist noch einiges zu machen." Konkret denkt er etwa an die Mosel. "Wenn dort die Staustufen saniert werden, wäre das eine Gelegenheit, größere Wasserkraftwerke einzubauen." Außerdem möchte Kaißling Projekte fördern, die es ermöglichen, Solarenergie direkt an dem Ort zu speichern, wo sie generiert wird. Das mache die Anlagen für Privatleute interessanter.

    RZ-Wahlfragebogen: Matthias Kaißling antwortet

    Darüber hinaus ist Kaißling das Thema Inklusion wichtig. "Es hapert daran, wie es in den Schulklassen umgesetzt wird", schildert der angehende Lehrer, der zurzeit in Gießen Politik und Erdkunde auf Lehramt studiert, nachdem er zuvor einige Semester Wirtschaftsingenieurwesen in Kaiserslautern studiert hatte ("Das war mir aber zu einseitig."). Damit Inklusion gelingt, brauche es mehr Lehrer, die zudem besser für diese Aufgabe ausgebildet werden müssten, fordert Kaißling. "Dafür muss man auch Geld in die Hand nehmen."

    Indem er im Wahlkampf für seine Ideen wirbt, möchte Kaißling auch gegen die Politikverdrossenheit ankämpfen. "Politik", sagt er, "ist vielen Leuten heute nicht mehr verständlich. Deswegen müssen wir ihnen die Politik erklären." Dafür haben die Grünen zum Beispiel ein Wahlprogramm in leichter Sprache verfasst. "Das erreicht auch Menschen, die Politik sonst vielleicht nicht nachvollziehen können."

    Das sei umso wichtiger, weil es einfache Lösungen in der gegenwärtigen Situation nicht gibt - auch wenn manche Politiker das suggerieren. Diese Entwicklung - auch vor dem Hintergrund der Flüchtlingssituation - betrachtet Kaißling mit Sorge. Die "Verrohung von Teilen der Gesellschaft, zum Beispiel bei Pegida" macht ihm Angst. Die gegenwärtige Situation hält Kaißling für vergleichbar mit der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg, "als die Stimmung von Scharfmachern angeheizt wurde. Genau das passiert auch jetzt." Dagegen müssen alle demokratischen Parteien ankämpfen, fordert Kaißling: "Wir müssen zeigen, dass wir weltoffen sind und andere Ideen haben."

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