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    Kreis MYKErntejahr 2015: Aprikosen und Pfirsichen hat die Hitze gutgetan

    Trotz der lang anhaltenden Trockenheit in diesem Sommer ziehen die Obstbauern ein positives Fazit zum Erntejahr 2015. Dies ergab eine Umfrage unserer Zeitung. "Die Qualität des Obstes ist unerwartet gut, die Quantität hat allerdings unter der großen Hitze schon gelitten", sagt Thomas Kreuter, Erster Vorsitzender des Obstbaurings Koblenz.

    "2015 war ein gutes Jahr", sagt der Obstbauer Matthias Jönck, der zurzeit mit seinen Erntehelfern die ersten Apfelsorten pflückt. Die Apfelernte wird seiner Einschätzung nach noch bis Mitte Oktober dauern.  Foto: Peter Karges
    "2015 war ein gutes Jahr", sagt der Obstbauer Matthias Jönck, der zurzeit mit seinen Erntehelfern die ersten Apfelsorten pflückt. Die Apfelernte wird seiner Einschätzung nach noch bis Mitte Oktober dauern.
    Foto: Peter Karges

    Von unserem Mitarbeiter Peter Karges

    Ähnlich sieht dies der Dieblicher Obstbauer Holger Scherhag. "Das Jahr war gut, aber die Süßkirschen hatten teilweise einen Sonnenbrand." Zudem hätten gewisse Sorten in der letzten Reifephase ob der Hitze das Wachstum eingestellt. "Wenn draußen 30 Grad und mehr herrschen, dann stellt der Baum das Wachstum ein, es zirkulieren dann nicht mehr so viele Nährstoffe. Betroffen waren davon vor allem die Kirschsorten Kordia und Regina", sagt Holger Scherhag. Allerdings brachte die große Hitze auch Vorteile. Es gab keine Fäulnis, und auch die Population der Kirschessigfliege war wesentlich geringer als in feuchteren Jahren. "Die Kirschessigfliege verträgt diese hohen Temperaturen nicht gut. In Italien gibt es viele Anbaugebiete, wo sie aufgrund der Wärme deshalb auch gar nicht existiert", sagt Matthias Jönck vom Mülheim-Kärlicher Obsthof Mohrs. Diese niedrige Population der Kirschessigfliege ist umso besser, da es das Insekt mittlerweile in zwei Arten gibt, der europäischen und der amerikanischen. "Die amerikanische Kirschessigfliege greift die Früchte dabei noch in einer späteren Reife an, wenn sie bereits rot werden", sagt Matthias Jönck.

    Die Hitze hat aber nicht nur die Schädlinge dezimiert, sondern nützte auch den Aprikosen. "Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir in den vergangenen Jahren eine so gute Aprikosensaison hatten. Aprikosen brauchen Wärme, und deshalb konnte die Hitze ihnen nichts anhaben. Dasselbe gilt für Pfirsiche", betont Matthias Jönck. Das Frühjahr setzte in diesem Jahr zwar nicht so zeitig ein wie 2014, aber es gab auch keine späten Fröste, die die Blüten von Aprikosen oder Pfirsichen angegriffen hätten. Dass sich jetzt einige Tiefdruckgebiete über Deutschland einnisten und es verstärkt regnet, bereitet den Obstbauern dabei kein größeres Kopfzerbrechen. "Der Boden war ungemein ausgetrocknet, deshalb freuen wir uns sehr über den jetzigen Regen. Vor allem für die jungen Obstbäume, die in diesem oder im vergangenen Jahr gesetzt wurden, ist der Regen jetzt sehr wichtig", sagt Holger Scherhag. Und auch vor Fäulnis fürchten sich die Obstbauern zurzeit nicht. "Da müsste es schon ganz anders regnen als zurzeit", meint Thomas Kreuter.

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