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  • Andernach: Wagenbauer feiern mit Prinzenpaar Richtfest

    Andernach. Sie sind exzellente Handwerker und Künstler. Doch im Gegensatz zu anderen Fachmännern erschaffen die Andernacher Wagenbauer ihre Werke nur für einen einzigen Tag: den Rosenmontag.

    Rosenmontag kann kommen: Beim Richtfest der Wagenbauer prüfen Hofstaat und Tollitäten die närrischen Ungetüme. Fazit: Alles bestens!
    Rosenmontag kann kommen: Beim Richtfest der Wagenbauer prüfen Hofstaat und Tollitäten die närrischen Ungetüme. Fazit: Alles bestens!
    Foto: Silvin Müller

    Von unserem Mitarbeiter Silvin Müller

    Trotzdem sind sie monatelang bei der Arbeit und opfern viele Stunden ihrer Freizeit sowie finanzielle Mittel für ihre Passion. Daher ist der Empfang der Tollitäten in der Halle in der Füllscheuer immer etwas ganz Besonderes. Zum einen sind die Wagenbauer aufgeregt, ob den närrischen Herrschern die bunten Ungetüme zusagen. Auf der anderen Seite ist zudem der Hofstaat gespannt: Denn ohne die prächtigen Prunkwagen ist der närrische Lindwurm nur halb so schön.

    Beim diesjährigen Richtfest der Wagenbauer gab es für Prinz Männe I., "vom Amboss zu Strom und Feder", sowie Prinzessin Haike I., "die Gardefee von Deubachshöh", und ihr Gefolge nichts zu mäkeln. Sie waren begeistert von der Pracht aus Holz und Pappmaschee, die die Gruppen zu ihren Ehren kreiert hatten. Staunend ließen sie sich die 16 Riesengefährte erklären, die beispielsweise ein Märchenschloss oder eine Burg sowie Welten aus Eis und Behausungen für Zwerge oder Comic-Figuren darstellen.

    Die Wagenbauer sind die Freundeskreise namens Apollo Stammtisch sowie Suzuki, Stammtisch Bescheid, Echte Fründe, De Dötzje, Seniorengarde, Bermuda Wagenbau, Annenache Junge, Tavernenhasen, Freie Karnevalsgruppe und die Drei Kreuze Narren.

    Stellvertretend für alle zeichnete Zugleiter Jürgen Senft, Vizepräsident des Festausschusses Andernacher Karneval, zwei von den Wagenbauern aus: Sandra Oberfrank erhielt das Verdienstkreuz des Festausschusses. Sie ist Mitgründerin und Leiterin der Tavernenhasen, die in diesem Jahr ihr elfjähriges Bestehen feiern. Ursprünglich wollte die Gruppe, die sich später in ein reines Frauenteam wandelte und sich in der Taverne Olympos trifft, nur einmal beim Rosenmontag dabei sein, beschreibt die gebürtige Krufterin. Ihr bereitet die Dekoration der Wagen am meisten Freude: "Es ist sehr schön, am Rosenmontag zu zeigen, was wir geschaffen haben. Da sind wir stolz drauf."

    Wie seine Kollegin schätzt auch Jan Heikenfeld die Gemeinschaft unter den Wagenbauern. Er durfte sich über die Spange des Festausschusses freuen. Jan Heikenfeld gehört seit 26 Jahren zur Thekenmannschaft De Dötzje, die zuerst eine Fußgruppe im Zug war, und sich so nennt, weil sie Motive für Kinder ("Dötzje") schaffen wollen. Wie sein Kumpan Jürgen Asbach findet er die Arbeit am Wagen entspannend. Nach Karneval wird sich der Festausschuss verstärkt mit den Planungen zum Hallenneubau beschäftigen. Der Platz reicht nicht aus, um alle Wagen in der Halle unterzubringen. Derzeit sind einige Gefährte in Eich zwischengelagert.

    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Regio-CvD Online

     

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