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  • Andernach: Stadtwerke investieren 2017 mehr als 6,4 Millionen Euro in den Rheinhafen

    Andernach. Gut aufgestellt und auf einem gesunden Kurs sind die städtische Gesellschaft Stadtwerke mit ihrer Tochter, der Stadtwerke Energie, und der Eigenbetrieb Abwasserwerk: Das war der Tenor in der Sitzung des Stadtrats am Montag, in der die Mitglieder die Wirtschaftspläne für 2017 einstimmig absegneten. Von Sprechern mehrerer Fraktionen förmlich mit Lob überhäuft wurden bei dieser Gelegenheit die verantwortlichen Geschäftsführer sowie Amtsleiter und ihre Mitarbeiter für ihre Arbeit.

    Von unserem Redakteur Michael Fenstermacher

    Zwar weist das Jahresergebnis der Stadtwerke im Erfolgsplan einen Verlust in Höhe von 493 000 Euro aus. Dies erklärt sich aber vor allem durch Einmalkosten im Bereich der Energieversorgung sowie durch Zins- und Planungskosten sowie Abschreibungen, die aus den hohen Investitionen resultieren, die im Wirtschaftsplan besonders für den Rheinhafen vorgesehen sind, wie Geschäftsführer Lars Hörnig im RZ-Gespräch erläutert.

    Mehr als 6,4 Millionen sollen allein für diesen Betriebszweig aufgewendet werden und teilen sich vor allem auf zwei Posten auf: Die Anschaffung eines mobilen Verladesystems, das am Strombecken sowie am Hafenbecken zum Einsatz kommen kann, sowie die Erweiterung der Lagerkapazitäten. "Wir wollen unseren Kunden künftig noch mehr hafennahe Dienstleistungen anbieten", sagt Hörnig und sieht ein Potenzial dafür nicht zuletzt bei kleinen bis mittleren Betrieben der Steinindustrie, die selbst nur über begrenzte Lagerflächen verfügen. Weitere strategische Investitionen sind im mittelfristigen Finanzplan vorgesehen, sodass sich die Aufwendungen für den Hafen bis 2021 auf insgesamt mehr als 19,2 Millionen Euro belaufen.

    "Das Defizit ist nicht in Stein gemeißelt", meinte SPD-Fraktionschef Marc Ruland in der Sitzung. Gerade beim Hafen hänge das Ergebnis von vielen Unwägbarkeiten ab - von der Entwicklung des Freihandels bis hin zum Rheinpegel. Der Hafen sei auf dem richtigen Weg, betonte Gerhard Masberg, Vorsitzender der CDU-Fraktion, und lobte das "sehr gute Management" der Werke. Ins Lob stimmte auch Hartmut Dressel (FWG) ein, der den Wunsch formulierte, das viele Andernacher durch den Bezug von Bäckerjungenstrom und -gas den Erhalt der defizitären Betriebszweige wie Hallenbad und Stadtbus unterstützen.

    Restlos zufrieden zeigten sich die Ratsmitglieder mit dem Jahresergebnis des Abwasserwerks für das Geschäftsjahr 2015, das mit einem Jahresgewinn von mehr als 467 000 Euro endete - sowie mit der Tatsache, dass für 2017 erneut keine Erhöhung der Abwasserentgelte erforderlich ist. Die Schmutzwassergebühr, seit 2012 unverändert, beträgt weiterhin 1,60 Euro pro Kubikmeter, der wiederkehrende Beitrag 44 Cent pro Quadratmeter. "Das sind die zweitniedrigsten Abwassergebühren in Rheinland-Pfalz", betonte Oberbürgermeister Achim Hütten und stellte auch die hohe Eigenkapitalquote von 80,4 Prozent heraus.

    Dem stimmte Axel Bartels (SPD) ebenso zu wie Egon Schäfer (FWG) - und erteilte zugleich einer etwaigen Gebührensenkung eine Absage. Die Bildung von Rücklagen sei der richtige Weg, denn auf absehbare Zeit würde das Werk nicht um die Einrichtung einer neuen Reinigungsstufe herumkommen, um die steigenden Medikamentenrückstände im Abwasser herauszufiltern "Und das wird richtig teuer." Auch Christoph Henrichsen (Grüne) lobte Werkleitung und Mitarbeiter, machte aber auch darauf aufmerksam, dass aus Sicht seiner Fraktion noch Potenziale im Bereich Energieeffizienz vorhanden seien etwa durch Nutzung von Strömungs- und Abwärmeenergie oder die energetische Nutzung von Klärschlamm.

    Das Abwasserwerk will im kommenden Jahr mehr als 7 Millionen Euro investieren. Neben Kanalerneuerungen im Zuge des Straßenbaus, etwa in der Karolinger-, Albert-, Günther- und Kirchstraße, gehört die Erneuerung des Sammlers Miesenheim mit glatt 1 Million Euro zu den größten veranschlagten Posten. Die Herausforderung dabei: Im Zuge der Erneuerung wird die Leitung aus einem Wasserschutzgebiet heraus auf eine andere Trasse verlegt.

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