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  • Andernach: Karnevalsgesellschaft Fidelitas 1893 Blaue Funken krönen elf mal elf Jahre mit Humor

    Andernach. Die Karnevalsgesellschaft Fidelitas 1893 Blaue Funken kann in diesem Jahr mit besonderem Stolz auf die Vergangenheit schauen. Denn sie feiert das närrische Jubiläum elf mal elf Jahre. Zu diesem Anlass hatte der Verein in die Mittelrheinhalle geladen.

    Aufmarsch zum Jubiläum: Der Spielmannszug der Blauen Funken unter der Leitung von Tobias Koch.
    Aufmarsch zum Jubiläum: Der Spielmannszug der Blauen Funken unter der Leitung von Tobias Koch.
    Foto: Silvin Müller

    Von unserem Mitarbeiter Silvin Müller

    Die Karnevalsgesellschaft Fidelitas 1893 Blaue Funken kann in diesem Jahr mit besonderem Stolz auf die Vergangenheit schauen. Denn sie feiert das närrische Jubiläum elf mal elf Jahre. Zu diesem Anlass hatte der Verein in die Mittelrheinhalle geladen.

    Wer nun glaubte, die Funken würden beim Festkommers mit Ernst auf ihre Geschichte schauen, täuschte sich. Gekonnt spickten die Mitglieder die Festreden sowie die Präsentationen und Vorführungen mit einer guten Portion Humor. Dies wurde schon zu Beginn klar, als ein zotteliger Jeck mit zwei Fackeln demonstrierte, was ein "Funke" ist. Auf der Bühne war zudem eine Loge installiert, von der Bernd Schwickert und Peter Zschiesche in den Rollen der sarkastischen Herren Statler und Waldorf der "Muppet Show" das Jubiläumsgeschehen mit spitzen Kommentaren und allerlei wundersamen Lauten versahen. Dennoch gelang den Funken der Balanceakt zwischen Würde und Ulk mühelos.

    Kommandant Hans-Peter Klein, Präsident der Gesellschaft, begrüßte und moderierte gewohnt zackig und wortgewandt. Mechthild Heil ehrte das Korps als Schirmherrin mit einem gereimten Vortrag. Landrat Alexander Saftig stellte die Funken als eifrige Repräsentanten mit Herz für das rheinische Brauchtum heraus, und Oberbürgermeister Achim Hütten lobte das gesellschaftliche Engagement sowie die Jugendarbeit des Vereins.

    Auch über Ehrungen und Orden durften sich die Jecken freuen. Doris Köhl und Christa Bölte vom Landesverband Rhein-Mosel-Lahn des Bundes Deutscher Karneval (BDK) gratulierten der ältesten Andernacher Karnevalsgesellschaft und zeichneten Hans-Peter Klein für seine Vereinstätigkeit mit dem Verdienstorden in Gold aus. Auch Karin Becker-Schmidt von den Rheinischen-Karnevals-Korporationen (RKK) überreichte dem Verein eine Auszeichnung für das Jubiläum.

    Lutz Schnitzendöbel, Präsident des Festausschusses Andernacher Karneval, hob die Gemeinschaft und das gegenseitige Einstehen bei den Funken hervor und hatte gleich vier Auszeichnungen für verdiente Mitglieder dabei. Das Festausschusskreuz erhielten die Jugendfunken-Gardeleiterin Jennifer Zenzen sowie Michael König und Puddel Ingo Schwartz-Heintges. Der ehemalige Tambourmajor Rolf Koch durfte sich sogar über den Großen Verdienstorden freuen. Zur Reihe der Redner gehörte auch Funken-Ehrenkommandant Heiner Lohner, der das Publikum mit Anekdoten in Andernacher Mundart erheiterte. Auch verschiedene befreundete Vereine gratulierten der Fidelitas.

    Die große Vielfalt ihrer Gesellschaft zeigten die Funken neben einer Bildpräsentation mit Fotos aus den vergangenen Jahrzehnten auch mit dem Aufmarsch der vielen Prinzenpaare, sowie der Funkenmariechen und der Bubbelatius- und Bubbelinchen-Ordensträger der vergangenen Jahrzehnte. Zu den neuen Trägern dieser Auszeichnung wurden Wolfgang Heister, Mitorganisator des Nauzenummedach, sowie Janine Verbücheln, Leiterin der Jugendfunkengarde, gekürt. Zum Festprogramm gehörten auch einige Sketche sowie ein gemeinsamer Tanz der Gardetänzer der vier Andernacher Korps. Neben den Evergreens, dem Spielmannszug der Funken und Michael Detje sorgte das Andernacher Stadtorchester für musikalische Höhepunkte.

    Aus der Funken-Chronik

    Den Andernacher Karnevalsverein Fidelitas gründeten Mitglieder des Rauchclubs Fliegentod im Jahr 1893 im Kolpinghaus. Es war eine kleine Gruppe von Handwerksmeistern und Bürgern, die sich dem Frohsinn widmen wollten. Sie formierten einen Elferrat, der schon in den Anfangsjahren von Funken flankiert wurde. Eine Artillerie mit Geschütz ist bereits im Jahr 1897 vertreten. Die Farben Blau-Weiß übernahm die Fidelitas von früheren Andernacher Stadtfarben. Im Jahr 1934 bildete die Gesellschaft der Fidelitas das Korps der Blauen Funken, deren Uniformen sich an die Kölner Blauen Funken anlehnten. Etwa zur gleichen Zeit entstand das Kleine Damenkommitee, das jährlich die närrischen Frauen zum Nauze-Nummedag einlud. Heute hat das Korps rund 820 Mitglieder und zeichnet sich neben niveauvollen und fidelen Prunksitzungen besonders durch seine Jugendarbeit aus. So gibt es eine Jugendfunkengarde, aus der der Nachwuchs für die Bütt, die Tanzgarden sowie den Spielmannszug kommt. Dessen Grundstein wurde im Jahr 1964 mit einer Erweiterung des Trommlercorps durch eine Fanfarengruppe gelegt.

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