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    AndernachAndernach hat jetzt einen Ernestus-Platz

    Der Platz vor dem Koblenzer Tor, an dem Hoch- und Koblenzerstraße mit dem Hindenburgwall zusammentreffen, bekommt einen eigenen Namen: Er heißt jetzt Ernestus-Platz, entschied der Stadtrat. Damit endet auch ein Streit: Das Stiftshospital residiert nun am Ernestus-Platz 1. Es hatte den Namen Hindenburg aus seiner Adresse loswerden wollen (Hindenburgwall 1), aber der Kulturausschuss hatte 2010 gegen eine Umbenennung der gesamten Straße votiert.

    Der Platz vor dem Koblenzer Tor wird in Ernestus-Platz getauft: Das Stiftshospital bekommt damit eine neue Adresse.
Foto: Katrin Franzen
    Der Platz vor dem Koblenzer Tor wird in Ernestus-Platz getauft: Das Stiftshospital bekommt damit eine neue Adresse.
    Foto: Katrin Franzen - kaf

    Andernach - Der Platz vor dem Koblenzer Tor, an dem Hoch- und Koblenzerstraße mit dem Hindenburgwall zusammentreffen, bekommt einen eigenen Namen: Er heißt jetzt Ernestus-Platz. Das hat der Stadtrat beschlossen. Drei neue Straßenschilder sind bestellt und werden bald montiert, wie Stadtsprecher Christoph Maurer auf Nachfrage berichtet. Die Aktion kostet die Stadt 1000 Euro.

    Damit endet ein schwelender Prozess, an dessen Anfang auch böse Worte fielen. Das St.-Nikolaus-Stiftshospital hatte 2010 die Stadt darum gebeten, dass der Hindenburgwall umbenannt wird - beispielsweise in Ernestus-Wall. Ernestus war der Stiftungsgründer des Krankenhauses. Der städtische Kulturausschuss lehnte die Umbenennung ab, weil sich 90 Prozent der Anwohner des Hindenburgwalls gegen eine Namensänderung ausgesprochen hatten: wegen der Kosten für neue Visitenkarten und Briefpapier sowie dem Aufwand der Namensänderung in Ausweisen. Das Krankenhaus aber wollte den Namen Hindenburg aus seiner Adresse (Hindenburgwall 1) loswerden. Im Antrag kritisierten die Gesellschafter: "Hindenburg ist bekanntermaßen ein erklärter Antidemokrat und Protagonist bei der Machtergreifung Hitlers 1933." Ein Antidemokrat und Kriegstreiber verdiene keinen Platz im geschichtlichen Bewusstsein der Stadt. In RZ-Leserbriefen hagelte es Kritik am Kulturausschuss: von historischer Ignoranz und Schande für die Stadt wurde gesprochen.

    Die jetzige Lösung betrifft nur das Krankenhaus, das als einziges eine Adresse am Ernestus-Platz hat: Nummer 1. Geschäftsführerin Cornelia Kaltenborn sagt zur RZ: "Darüber sind wir sehr glücklich." Auch Curt Jeromin, Verwaltungsratsvorsitzender der Stiftung, meint: "Das ist doch schön, das entspricht unserer Vorstellung." Die Anwohner des Hindenburgwalls sind davon nicht betroffen. Ende gut, alles gut.

    Von unserer Redakteurin Katrin Franzen

    ich bin wieder am Montag ab 10 Uhr erreichbar.

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