40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » RZ Mayen/Andernach
  • » Als Dankeschön fürs RaR-Foto: Lieberberg bei Mendiger Schule
  • Aus unserem Archiv

    MendigAls Dankeschön fürs RaR-Foto: Lieberberg bei Mendiger Schule

    Der Name Marek Lieberberg ist in Mendig mittlerweile wohlbekannt - der Mensch Marek Lieberberg hingegen noch nicht. Wer ist der Mann, der in wenigen Wochen Deutschlands größtes Festival Rock am Ring auf dem Flugplatz Mendig veranstaltet? Das konnten gestern rund 130 Schüler der Realschule plus Mendig herausfinden, denen Lieberberg Rede und Antwort stand.

    Rock-am-Ring-Veranstalter Marek Lieberberg (stehend) hat in der Realschule plus Mendig auf Fragen der Schüler geantwortet.
    Rock-am-Ring-Veranstalter Marek Lieberberg (stehend) hat in der Realschule plus Mendig auf Fragen der Schüler geantwortet.
    Foto: Hilko Röttgers

    Von unserem Redakteur Hilko Röttgers

    Mit seinem Besuch bedankte sich der Konzertveranstalter für ein Foto, das im vergangenen Jahr im Werben um Rock am Ring an der Schule entstanden war: Etliche Jungen und Mädchen hatten sich auf dem Sportplatz aufgestellt und die Buchstaben "RAR" gebildet. Lieberberg betonte: "Es war euer Enthusiasmus, der mit den Ausschlag gegeben hat, mit Rock am Ring nach Mendig zu kommen."

    Das Foto hatte Marek Lieberberg begeistert: Schüler warebn um Rock am Ring in Mendig. Foto: Jürgen Thierfelder/<a href="https://www.facebook.com/bilderjetmedia" target="_blank">Bilderjet</a>
    Das Foto hatte Marek Lieberberg begeistert: Schüler warebn um Rock am Ring in Mendig.
    Foto: Jürgen Thierfelder/Bilderjet

    Das Interesse am prominenten Besucher ist groß. Mehr als 30 Fragen haben die Schüler vorbereitet. Sie spannen einen Bogen von Lieberbergs Kindheit über seinen beruflichen Werdegang bis zum bevorstehenden Festival in Mendig. Auf diese Entdeckungstour durch sein Leben lässt sich der Konzertveranstalter ein und gibt offen und bereitwillig Auskunft.

    Geboren wurde Marek Lieberberg am 7. Mai 1946 in einem Flüchtlingslager der Vereinten Nationen. Seine Eltern haben im Zweiten Weltkrieg Schreckliches erlebt: Als Juden sind sie vor den Nazis geflohen, dann aber "aus dem tiefsten Russland zurückgekehrt", erzählt Lieberberg. Seinen Eltern sei es sehr schwer gefallen, in Deutschland wieder Fuß zu fassen, "aber bis ich damit konfrontiert wurde, ist einige Zeit vergangenen", sagt Lieberberg. "Meine Eltern wollten darüber nicht unbedingt sprechen."

    Schon früh spielt die Musik in Lieberbergs Leben eine wichtige Rolle. Im Alter von 10 bis 13 besucht er ein College in England. "Die Welt war schwarz-weiß", schildert er. "Farbe wurde durch die Musik hineingetragen. Das hat mich begeistert und befreit." Zurück in Deutschland, beginnt Lieberberg, selbst Musik zu machen, er ist Sänger in mehreren Bands, die vor allem im Rhein-Main-Gebiet auftreten.

    Seine andere Leidenschaft ist der Journalismus. Als junger Mann kommt Lieberberg bei der Nachrichtenagentur Associated Press unter: Zuerst macht er ein Praktikum, dann die Ausbildung, am Ende bleibt er drei Jahre dort, "eine sehr schöne, spannende Zeit".

    Beide Leidenschaften verbindet Lieberberg, als er sich entschließt, Konzertveranstalter zu werden. Großen Einfluss auf diese Entscheidung hat das Woodstock-Festival, zu dem 1969 mehr als 400 000 Menschen kamen. "Das hatte eine enorme Ausstrahlung", erzählt Lieberberg. "Die Gruppen, die Qualität der Musik, auch die Bereitschaft, Tabus zu brechen. Das wollten wir unbedingt auch hier in Deutschland machen."

    Was anfangs nicht so einfach war. "Man kann sich gar nicht mehr vorstellen, wie wir damals gekämpft haben", erzählt Lieberberg über die Vorbereitungen des British Rock Meeting 1972 in Germersheim. Mit den örtlichen Verantwortlichen habe es seinerzeit "eine absolute Gegnerschaft" gegeben.

    Das - und damit kommt Lieberberg den Fragen der Schüler folgend zu Rock am Ring - sei heute ganz anders. Mendig biete für das Festival die beste Grundlage: "Alle sind von Rock am Ring begeistert." Und auch Lieberberg ist begeistert - von Mendig. "Hier kommt das Festival zur Entfaltung", sagt er. "Auf Mendig wird ganz Europa schauen."

    Begeistert hat den Konzertveranstalter auch die von Stefan Pauly moderierte Fragestunde in der Realschule plus, bei der die passende musikalische Einstimmung von Band Time for Rock, der Bigbandklasse 6a, kam. Marek Lieberberg verabschiedete sich mit den Worten: "Es ist ein Glück und eine Freude, euch erlebt zu haben. Eure Fragen haben mich berührt, und ich habe versucht, ehrlich und authentisch zu sein."

    90.000 strömen zu Rock am Ring: Mendig gerüstet für Ausnahmezustand - Anwohner-HotlineLewentz: 600 Polizisten sichern Rock am Ring in Mendig Mendig: Zugverkehr wird während Rock am Ring eingestelltMayener St.-Elisabeth-Krankenhaus: Bereit für Rock am Ring Bandcontest: Auftritt bei Rock am Ring als Hauptgewinn weitere Links
    Mayen-Andernach
    Meistgelesene Artikel
    Anzeige
    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Regio-CvD Online

     

    Mail

    Anzeige
    Mayen: 725 Jahre Stadt
    epaper-startseite
    Regionalwetter
    Mittwoch

    15°C - 26°C
    Donnerstag

    16°C - 26°C
    Freitag

    13°C - 24°C
    Samstag

    11°C - 20°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Anzeige