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  • Ärger um Parkverbot in Plaidt: Ausschuss stimmt für Kompromiss

    Plaidt. Verbundpflaster, Ein- und Mehrfamilienhäuser mit gepflegten Vorgärten, Beete zur Verkehrsberuhigung: Rein äußerlich wirkt die Dr.-Kurt-Schumacher-Straße in Plaidt wie eine ganz gewöhnliche Wohnstraße, doch seit einigen Monaten versetzt ein Thema die Anlieger in Aufregung - so sehr, dass am Dienstag sogar 15 von ihnen als Zuschauer in die Sitzung des Planungsausschusses kamen, dessen Wirken sonst kaum wahrgenommen wird. Es geht ums Parken in der vor einigen Jahren neu ausgebauten Straße.

    Da die Dr.-Kurt-Schumacher-Straße an vielen Stellen zu eng ist, sollen Autofahrer demnächst auch Teile des Gehwegs zum Parken nutzen dürfen. Dafür werden Markierungen vorgenommen. Foto: Michael Fenstermacher
    Da die Dr.-Kurt-Schumacher-Straße an vielen Stellen zu eng ist, sollen Autofahrer demnächst auch Teile des Gehwegs zum Parken nutzen dürfen. Dafür werden Markierungen vorgenommen.
    Foto: Michael Fenstermacher - mif

    Von unserem Redakteur Michael Fenstermacher

    Das ist nämlich an vielen Stellen verboten und Verstöße werden seit dem Spätsommer auch geahndet - und zwar überall da, wo das Abstellen eines Autos dazu führt, dass die in der Straßenverkehrsordnung vorgeschriebene Mindestdurchfahrtbreite von knapp drei Metern unterschritten wird. Die Vorgeschichte erläuterte Detlef Stollenwerk von der VG-Verwaltung den Ausschussmitgliedern und Gästen. Vereinzelt habe es Beschwerden von Anwohner gegeben, weil Fahrzeuge die Gehwege befuhren, auf denen auch Kleinkinder unterwegs sind. Bei einem Ortstermin stellte die Verwaltung daraufhin fest, dass die geforderte Durchfahrtbreite tatsächlich an manchen Stellen nicht gewährleistet ist, und begann in der Folge damit, Knöllchen zu verteilen.

    Großer Unmut der Anwohner, die vielfach über zwei oder drei Autos pro Haushalt verfügen und daher nicht genug eigene Stellplätze haben, war die Folge. "Jahrzehntelang war das alles kein Thema, und nun soll das Parken plötzlich verboten sein", äußerte eine Plaidterin bereits vor der Sitzung gegenüber der RZ ihren Unmut.

    Das Problem habe man schnell angehen wollen, sagt Ortsbürgermeister Wilhelm Anheier. Bei einem weiteren Ortstermin wurde ein Lösungsvorschlag erarbeitet, den Stollenwerk nun dem Ausschuss präsentierte. Demnach sollen die in der Dr.-Kurt-Schumacher-Straße recht breit ausgebauten Gehwege mit gut einer Reifenbreite beparkt werden dürfen, wie weit genau soll durch Markierungspunkte angezeigt werden. "Dadurch gewinnen wir allein bis zur Hausnummer 29 15 zusätzlich Parkplätze", berichtete der Sachbearbeiter, der die Situation mit einer Grafik veranschaulichte. Den Vorschlag, das Problem auf die Art zu verschärfen, befürworteten die Ausschussmitglieder einstimmig. Nach der endgültigen Entscheidung im Gemeinderat, der am Dienstag, 8. November, das nächste Mal tagt, sollen die Markierungen gemalt werden - sobald das Wetter es zulässt, wie Anheier hinzufügte.

    Bis dahin bleibe das Parken auf dem Gehweg ein Verstoß, betonte der Ortschef auf Nachfrage von Anwohnern. Ob dies von der Verwaltung kontrolliert wird, ist wohl eine Anfrage. "Die Botschaft ist angekommen", äußerte sich Detlef Stollenwerk vielsagend.

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    Nina Borowski

    Nina Borowski

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