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    WinningenWinningen: Schu-Knapp gibt Bürgermeisteramt 2014 ab

    Hans-Joachim Schu-Knapp wird bei den Kommunalwahlen am 25. Mai nicht wieder als Kandidat für das Bürgermeisteramt in Winningen antreten.

    Hans-Joachim Schu-Knapp hört nach den Kommunalwahlen als Bürgermeister auf.
    Hans-Joachim Schu-Knapp hört nach den Kommunalwahlen als Bürgermeister auf.

    Der amtierende Ortschef will nach zwei Wahlperioden kürzertreten. Kandidaten für seine Nachfolge haben die Freie Bürgerliste (FBL) mit Eric Peiter und die CDU mit Sabrina Blum bereits in Stellung gebracht.

    "Ich merke, dass ich zehn Jahre älter geworden bin. Und diese 60- 65-Stunden-Wochen fallen mir zunehmend schwerer", sagt der 57-jährige Schu-Knapp, in dessen Amtszeit unter anderem auch die Einführung des wiederkehrenden Beitrags im Straßenbau fiel. "Ich bin froh, dass wir das in meiner Zeit hinbekommen haben", so Schu-Knapp. Froh ist er auch darüber, dass er - im Zusammenspiel mit der FWG-Fraktion im Kreistag - einen höheren Kreiszuschuss für den Winninger Kindergarten erwirkt hat. Noch ist Schu-Knapp aber nicht in "Rückblickstimmung". Immerhin ist er auch noch mehr als ein halbes Jahr im Amt. Und für den VG-Rat will Schu-Knapp wieder kandidieren. Ob er im Gemeinderat weitermacht, steht noch nicht fest.

    Beerben könnte ihn als Ortschef mit Sabrina Blum eine kommunalpolitische Neueinsteigerin. Die 33-jährige Winningerin absolvierte das Trainingsprogramm "Mehr Frauen in die Kreispolitik" der Kreisverwaltung, trat in die CDU ein und überzeugte die Winninger Christdemokraten auf der zurückliegenden Mitgliederversammlung mit ihrer Rede so sehr, dass sie Blum als Kandidatin für das Bürgermeisteramt nominierten und nun dem Wahlgremium vorschlagen wollen. Dass sie zu jung für das Bürgermeisteramt sei, glaubt Blum nicht. "Darüber mache ich mir keine Gedanken", sagt die kaufmännische Angestellte, die sich mit Ferd Knaudt ein kommunalpolitisches Urgestein als Mentor zur Seite geholt hat. 20 Jahre, von 1974 bis 1994, stand Knaudt Winningen als Ortsbürgermeister vor, noch immer ist er als Geschäftsführer der Winninger CDU politisch aktiv. "Ich war auch 33 Jahre alt, als ich Bürgermeister geworden bin", sagt Knaudt, der Blum nicht nur mit aktueller Literatur (unter anderem Satzungen von Gemeinde, Verbandsgemeinde und Kreis) versorgt und ihr mit Rat und Tat zur Seite steht. Er überprüft ihren Wissensfortschritt auch einmal pro Woche. Als Mentor sei Knaudt "streng", sagt Blum. "Er sagt mir zum Beispiel auch, wann ich zu emotional reagiere."

    Die zweifache Mutter ist aber froh, dass sie auf so viel kommunalpolitische Kompetenz zurückgreifen kann und hofft, dass Knaudt ihr auch nach einer möglichen Wahl noch mit ein paar Ratschlägen aushelfen könne. Kurios: Auch die FBL hätte Blum gern in ihren Reihen gesehen. Er habe damals den Artikel unserer Zeitung über das Trainingsprogramm gelesen, sagt Schu-Knapp. Darin habe Blum erklärt, dass sie in den Gemeinderat will. Daraufhin sei sie zu einer Fraktionssitzung eingeladen worden. Dass sie jetzt direkt Bürgermeisterin werden will, hat den amtierenden Ortschef "überrascht". Schu-Knapp will das aber wertfrei sehen. "Sie macht einen motivierten Eindruck und zeigt, dass sie sich einbringen will." Politisch setzt Blum viel auf soziale Themen. "Das liegt mir", sagt sie. Sie ist dafür, dass die Gemeinde den Rechtsanspruch auf Kitaplätze umsetzt und hat auch die Senioren im Blick. "Es bringt nichts, wenn wir die Jungen hierhin holen und darüber die Alten, die schon Jahrzehnte hier wohnen, vergessen."

    Ihr Kontrahent um das Amt des Bürgermeisters verfügt über mehr politische Erfahrung. Eric Peiter ist seit 2009 Fraktionsvorsitzender der FBL, deren Gründungsmitglied er 1989 auch war. Den Weg seines Parteikollegen Schu-Knapp will der kaufmännische Angestellte grundsätzlich weitergehen. "Von der Herangehensweise gibt es da ein paar Dinge, die ich anders machen würde", sagt der 43-jährige gebürtige Winninger. Aber: "Die grundsätzliche Ausrichtung, die Offenheit, mit der er Dinge angeht, würde ich nicht entscheidend ändern." Den Schwerpunkt seiner Arbeit habe er immer schon auf die Jugend, auf die Kita, auf Spielplätze gelegt. Besonders eingesetzt habe er sich damals für den Ganztagsschulstandort Winningen. "Heute sind wir froh, dass er da ist."

    Volker Schmidt

    Koblenz
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