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  • Uni in Koblenz: Bei Diskussion Parteivertretern auf den Zahn gefühlt

    Koblenz. Die Ränge im Hörsaal E011 der Uni in Koblenz waren gut gefüllt: Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte im Vorfeld der Landtagswahl zur Diskussion eingeladen.

    Vier Parteien, viele Meinungen und ein gut gefüllter Hörsaal: In der Uni in Koblenz diskutierten Vertreter von CDU, SPD, Grünen und der Partei Die Linke über Bildung. Öffnungszeiten der Kitas, Ausstattung an Schulen und Hochschulfinanzierung waren unter anderem Thema.
    Vier Parteien, viele Meinungen und ein gut gefüllter Hörsaal: In der Uni in Koblenz diskutierten Vertreter von CDU, SPD, Grünen und der Partei Die Linke über Bildung. Öffnungszeiten der Kitas, Ausstattung an Schulen und Hochschulfinanzierung waren unter anderem Thema.
    Foto: Agatha Mazur

    Von unserer Reporterin Agatha Mazur

    Lutz Zahnhausen von der GEW hatte sich das Ziel gesetzt, mit der Veranstaltung den Parteien "auf den Zahn zu fühlen". Den Fragen des Moderators Clemens Albrecht, Soziologieprofessor an der Uni in Koblenz, und des Publikums stellten sich Vertreter der verschiedenen Parteien: die Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Arbeitskreises Bildung in der SPD-Landtagsfraktion Bettina Brück, die Landtagsabgeordnete und bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion Bettina Dickes, Brigitte Freihold, stellvertretende Landesvorsitzende der Linken, und Nils Wiechmann, parlamentarischer Geschäftsführer der Landtagsfraktion der Grünen.

    Das GEW-Organisatorenteam hatte sich viel für die knapp zwei Stunden vorgenommen: Über Kitaplätze sollte genauso diskutiert werden wie über Lehrermangel und Hochschulfinanzierung. Bereits bei den Kleinsten zeigten sich die Unterschiede der Parteien deutlich. Während Bettina Brück von der SPD die Öffnungszeiten der Kitas erweitert sehen wollte, malte Bettina Dickes von der CDU das konservative Schreckgespenst "24-Stunden-Kita" an die Wand: "Das wollen wir nicht." Dickes forderte "Wahlfreiheit" und keine "einseitige Bevorzugung von Kitas": Eltern sollten ihre Kinder genauso gut zu Hause betreuen dürfen. Nils Wiechmann von den Grünen attackierte die CDU und warf ihr vor, mit dem Landesfamiliengeld, das die CDU fordert, eine "Landesherdprämie" einführen zu wollen: "Die ist kontraproduktiv", betonte Wiechmann. Brigitte Freihold von den Linken konzentrierte sich ganz auf das Thema Finanzen und forderte eine bessere Bezahlung der Erzieher: "Leute, die unsere Kinder erziehen, dürfen nicht schlechter verdienen als die, die unser Bankkonto verwalten", forderte sie plakativ.

    Das Publikum war durch die Bank weg sehr jung: Viele Studenten, aber auch Schulklassen waren anwesend und beteiligten sich an der Diskussion. Auch der Sozialkunde-Grundkurs des Max-von-Laue-Gymnasiums war da. Juliane Schmidt aus der elften Klasse hatte hohe Erwartungen an die Redner: "Ich erhoffe mir, dass irgendwer ausspricht, dass wir mehr Geld für die Lehre brauchen." Nicht genügend und nicht gut genug bezahlte Lehrer: Da fand die 17-jährige Schülerin Widerhall bei der Rede der stellvertretenden Landesvorsitzenden der Linken. 1500 neue Lehrerstellen müssten geschaffen werden, forderte Brigitte Freihold und geißelte die gängige Praxis, Lehrer vor den Sommerferien zu entlassen, um sie zu Beginn des neuen Schuljahres wieder einzustellen.

    Das Publikum stellte kritische Nachfragen zum Erzieher-Kind-Schlüssel, es wurde über Lesen und Schreiben "nach Gehör" diskutiert und ob jeder Bachelorstudent Anrecht auf einen Masterplatz haben sollte. Man merkte: Das Thema Bildung betrifft jeden.

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    Nina Borowski

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