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    NiederfellSurfen und Chatten für Kinder sicher gestalten

    „Mein Kind chattet gern und viel, surft oft über Stunden im Internet. Wie kann ich es vor ungeeigneten Inhalten, Mobbing und der unerwünschte Preisgabe von Daten schützen?“ Das ist sicher eine Frage, die viele Eltern umtreibt. Das Problem dabei: Die Elterngeneration ist noch nicht mit Computern und sozialen Netzwerken aufgewachsen. Mütter und Väter verstehen vielfach „nur Bahnhof“ auf einem Terrain, auf dem sich ihre Kinder gekonnt bewegen.

    Auf der Seite www.klicksafe.de können sich Eltern informieren, wie man sich im Internet bewegen und die Privatsphäre schützen kann.
    Auf der Seite www.klicksafe.de können sich Eltern informieren, wie man sich im Internet bewegen und die Privatsphäre schützen kann.
    Foto: Denise Hülpüsch

    Niederfell - „Mein Kind chattet gern und viel, surft oft über Stunden im Internet. Wie kann ich es vor ungeeigneten Inhalten, Mobbing und der unerwünschte Preisgabe von Daten schützen?“ Das ist sicher eine Frage, die viele Eltern umtreibt. Das Problem dabei: Die Elterngeneration ist noch nicht mit Computern und sozialen Netzwerken aufgewachsen. Mütter und Väter verstehen vielfach „nur Bahnhof“ auf einem Terrain, auf dem sich ihre Kinder gekonnt bewegen – allerdings allzu oft, ohne sich ausreichend Gedanken über die Gefahren zu machen, die das Netz bereit hält.

    Aufklärung tut also Not, dachte sich auch der Runde Tisch der Jugendarbeit in der Verbandsgemeinde Untermosel und veranstaltete im Dorfgemeinschaftshaus in Niederfell einen Infoabend: „Sicher (auf)gefangen im sozialen Netz.“ Referentin war Sabine Radermacher von der Regionalen Fachstelle Glücksspielsucht.
    Rund zwanzig Zuhörer erschienen. „Für solche Veranstaltungen ganz normal“, wie Diplom-Sozialarbeiter Reinhard Dinges feststellt, der die Federführung des Runden Tisches inne hat. Vielen Eltern fehlten abends Zeit und Kraft, sich noch einmal auf den Weg zu machen, auch, wenn das Thema „brennt“.
    Weitere 16 regionale Fachstellen für Glücksspielsucht gibt es allein in Rheinland-Pfalz neben der hiesigen in Koblenz. Sie werden finanziert über den sogenannten Glücksspielstaatsvertrag, wie Sabine Radermacher erläuterte. Dieser sehe vor, dass Casinos und Glücksspielanbieter Abgaben leisten für Maßnahmen, die den Jugend- und Spielerschutz gewährleisten sollen.
    Breit ist die Palette des Hilfsangebotes, das die Fachstelle in Koblenz bietet: Beratung bei Spielsucht und Schuldnerberatung gehören dazu - sowie Präventionsmaßnahmen, etwa in Schulen, die die Medienkompetenz stärken.
    Bereits Grundschulkinder surfen und brauchen Schutz. „Bei Kindern unter zehn Jahren, kann der Computer mit Internetzugang zum Beispiel im Wohnzimmer platziert werden, so dass auch die Erwachsenen immer ein bisschen den Überblick behalten, welche Seiten die Kinder aufrufen“, rät Sabine Radermacher. Mitspielen und miteinander reden seien Zauberformeln: „Sprechen ist immer der beste Schutz.“ Auch sollten die Kinder unterstützt werden, in die Medienwelt hineinzuwachsen. Dabei können die Eltern mitlernen. Netzführerscheine unter www.internet-abc.de oder pädagogisch aufbereitete Internetabenteuer auf www.internauten.de seien hier hilfreich. Ganz wichtig, sagt Sabine Radermacher, sei weiter „fürs Kind ein eigenes Benutzerkonto und eine Startseite einzurichten.“ Hier seien etwa Seiten wie www.blinde-kuh.de oder www.fragfinn.de geeignet.

    Wenn die Kinder beginnen möchten, in den sozialen Netzwerken mitzumischen, habe eine Information Priorität: „Es ist kein Problem, da rein zu kommen, aber ein großes, wieder herauszukommen.“ Sprich: Das Löschen von Profilen sei „sehr schwierig.“ Man könne den Anbieter zwar darum bitten, die Daten blieben aber weiter bestehen, „das muss man einfach wissen.“

    Unter www.klicksafe.de der Landeszentrale für Medien und Kommunikation in Rheinland-Pfalz, zum Beispiel, gibt es unter „Materialien“ konkrete Schritt-für Schritt-Anleitungen zum Schutz der Privatsphäre, etwa in Netzwerken wie SchülerVZ, icq oder facebook.
    Ihr Fazit: „Wir können die Zeit nicht zurückdrehen, möchten aber sensibel machen für einen vernünftigen und möglichst sicheren Umgang mit den neuen Medien – und da bieten sich viele Möglichkeiten.“

    Von unserer Mitarbeiterin Dinah Schmidt

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