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    Streit um 200 Euro: Schlug Koblenzer mit Machete zu?

    Koblenz - Er schlug mit einer Machete auf einen 25-Jährigen ein, er raubte einem Betrunkenen das Handy, beschimpfte Polizisten als "Hurensöhne": Das wirft die Staatsanwaltschaft einem Koblenzer (22) vor - jetzt steht er wegen versuchten Totschlags, Raubes und Beleidigung vor dem Landgericht Koblenz. Neben ihm auf der Anklagebank sitzt sein Kumpel (21), ebenfalls Koblenzer. Er soll bei der Machetentat dabei gewesen sein.

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    Foto: dpa

    Am ersten Prozesstag konnten sich die Männer - rasierte Haare, Jeans, Turnschuhe - noch nicht zu den Vorwürfen äußern. Doch einem las der Vorsitzende Richter Ralf Bock sofort die Leviten: Kein Kaugummi im Gerichtssaal! Einem ihrer Anwälte raunte er zu: "Oh, heute ausnahmsweise pünktlich! Was ist los?"

    Dann verlas die Staatsanwältin die Anklageschrift. So kam es demnach zu der völlig sinnlosen Machetenattacke: Am 11. Februar ruft der 25-Jährige - das spätere Opfer - den Angeklagten (22) an und bittet um ein Treffen. Grund: Der 25-Jährige hat eine Freundin, die 200 Euro an einen Mann verliehen hat - aber nie zurückbekam. Dieser Mann ist mit dem Angeklagten befreundet. Jetzt soll der 25-Jährige als Vermittler auftreten und gemeinsam mit dem Angeklagten den Konflikt lösen. Aber: Das geht völlig schief!

    Zu dem Treffen kommt es laut Anklage gegen 19 Uhr in der Fritz-Michel-Straße in Koblenz-Neuendorf. Der Angeklagte (22) bringt zur Verstärkung seinen ebenfalls angeklagten Kumpel (21) mit, beide drängen den Vermittler (25) sofort gegen eine Wand. Plötzlich zieht der 22-Jährige eine Machete, schlägt dem 25-Jährigen mit der flachen Klingenseite gegen die Wange, dann drückt er die scharfe Klinge an seinen Hals und droht: "Ich mach dich kalt!" Der Vermittler will das 50 Zentimeter lange Messer wegdrücken und zieht sich dabei eine stark blutende Verletzung zu.

    Es kommt laut Anklage zum Gerangel. Der jüngere Angeklagte prügelt dem Opfer auf den Kopf, der Ältere schlägt mit der Machete Richtung Kopf und Körper. Das Opfer kann fliehen. Doch der Angreifer wirft ihm seine Waffe hinterher, trifft es am Rücken - ohne es ernsthaft zu verletzten.

    Weitere Anklagevorwürfe: Im März und April beschimpfen beide Angeklagten mehrere Polizisten als "Dildos" und "Deppen". Im Januar überfällt einer der Angeklagten (22) mit einem dritten Mann einen Betrunkenen. Sie rauben ihm frühmorgens an der Koblenzer Liebfrauenkirche Handy und 40 Euro Bargeld. Der Prozess geht am 24. Oktober weiter.

    Von unserem Redakteur Hartmut Wagner

    Der "Machetenprozess" wird fortgesetztMacheten-Attacke: War Messer im Spiel?
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