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    KoblenzStadtrat stellt klar: Clemensstraße wird nicht erneut gesperrt

    Die Clemensstraße bleibt offen. Das hat der Koblenzer Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung entschieden - und damit der SPD und den Grünen eine Abfuhr erteilt. Diskutiert wurde dennoch.

    Ein gewohnter Anblick: In der Clemensstraße warten vor allem am späten Nachmittag viele Autofahrer auf „Grün“.
    Ein gewohnter Anblick: In der Clemensstraße warten vor allem am späten Nachmittag viele Autofahrer auf „Grün“.
    Foto: Reinhard Kallenb

    Eigentlich kann die Stadtverwaltung ohne den Segen des Rats entscheiden, ob die Clemensstraße offen bleibt oder wieder gesperrt wird. Trotzdem wollte die SPD-Fraktion in der Sitzung am Donnerstag erreichen, dass über die Verkehrssituation rund um den Zentralplatz diskutiert und eine erneute Sperrung der neuralgischen Trasse eingeleitet wird. Unterstützt wurde sie dabei nur von den Bündnisgrünen - und scheiterte.

    Aus Sicht der Stadtverwaltung ist die Sache klar. Die freie Durchfahrt wird wegen der anstehenden Bauarbeiten zur Entlastung des innerstädtischen Verkehrs dringend gebraucht. Und das nicht nur wegen möglicher Rückstaus infolge der Sanierung der Balduinbrücke. Bereits Mitte des Monats wird das Peter-Altmeier-Ufer wegen überfälliger Kanalbaumaßnahmen für den Verkehr komplett gesperrt. Dazu kommt, dass im Sommer auch die Sanierung der Viktoria᠆straße beginnt. Außerdem sieht die Verwaltung den Rückbau der Clemensstraße auch ohne Vollsperrung für den Individualverkehr als Erfolg. Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig wies auf Verkehrszählungen hin und betonte, dass das Verkehrsaufkommen von 10 000 auf 3000 Fahrzeuge pro Tag gesunken sei. Für die Grünen ist das kein Argument. Andrea Mehlbreuer bewertete die ursprüngliche Sperrung der Trasse sogar als einzige gute Seite des Zentralplatz-Projektes.

    Auch die BIZ-Fraktion nutzte die Debatte zu einer grundsätzlichen Kritik. "Wie ist es zu erklärten, dass ausgerechnet die Fraktion, die gern für sich in Anspruch nimmt, der Hauptbefürworter des Zentralplatzprojektes zu sein und damit auch für eine riesige Menge von zusätzlichem Feinstaub in der Innenstadt verantwortlich zeichnet, die Forderung der Sperrung auch als Maßnahme zur Verringerung von Feinstaub begründet?", lautete die beißende Kritik von Edgar Kühlental. Das BIZ-Fraktionsmitglied bewertet das gesamte Großprojekt als gescheitert. "Die politisch groß propagierte Verbindungsfunktion des Centers zwischen Koblenzer Alt- und Innenstadt ist überhaupt nicht gegeben", so Kühlental wörtlich.

    Aus Sicht der BIZ würde eine erneute Sperrung die Kaufleute in der Altstadt noch weiter benachteiligen. Das sahen auch die FBG-Ratsleute so. Manfred Gniffke wies darauf hin, dass sich die Situation seit dem Wegfall der Baustelle an der Commerzbank für die ansässigen Einzelhändler deutlich verbessert habe. Der Fraktionschef verwies auf Gespräche mit den Inhabern von Geschäften in der Görgenstraße und im Entenpfuhl.

    Im Rathaus will man auf jeden Fall noch bis zum nächsten Sommer abwarten und dann Bilanz ziehen. Denn OB Hofmann-Göttig ist überzeugt, dass die Scharnierfunktion eintritt, wenn der Kulturbau erst einmal eröffnet ist.

    Von unserem Redakteur Reinhard Kallenbach

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