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  • RoSo-Umzug in Koblenz: Der "Zuch" startet um 13.11 Uhr in der Rizzastraße

    Koblenz. Gut zweieinhalb Wochen nach Fastnacht wird die Stadt noch einmal närrisch: Am heutigen Sonntag ab 13.11 Uhr geht der "Zuch", der an Rosenmontag ja bekanntermaßen aus Sicherheitsgründen abgesagt wurde, durch Koblenz. Die RZ hat die wichtigsten Infos und den verkürzten "Zuch"-Weg zusammengetragen.

    Heute holen die Narren ihren ausgefallenen "Zuch" nach.
    Heute holen die Narren ihren ausgefallenen "Zuch" nach.
    Foto: Archiv Rhein Zeitung

    Von unserer Redakteurin Doris Schneider

    Der Start: Nicht wie sonst um 12.11 Uhr, sondern um 13.11 Uhr startet der Rosensonntagszug. Der Grund ist einfach: "Wir haben mit dem Bischof wegen der Fastenunterbrechung gesprochen, und er sagte, das sei kein Problem", berichtet Zugmarschall Olav Kullak. "Er bat aber darum, die Gottesdienste mit der Aufstellung nicht zu stören." Dem konnten die Karnevalisten gern nachkommen.

    Die Streckenplanung: Für den Nachholtermin ist die Strecke gegenüber der üblichen an Rosenmontag komplett überarbeitet worden. Denn die AKK ist gern den Wünschen vonseiten des Evangelischen Stifts entgegengekommen, das Krankenhaus nicht abzuschneiden. Und die Verkehrsplaner hatten gewünscht, dass der Friedrich-Ebert-Ring nur einmal gequert wird, erklärt Olav Kullak.

    Die Aufstellung der Teilnehmer ist überwiegend in der Mainzer Straße, die dafür zwischen Schützenhof und Rizzastraße für den Verkehr ab 11 Uhr gesperrt wird. Parken und Rausfahren wird aber in der Mainzer Straße möglich sein, damit die Anwohner nicht über Gebühr strapaziert werden, so Kullak. Anwohner aus dem Bereich der Rhein-Mosel-Halle, der Bismarckstraße etc. können jederzeit über die Julius-Wegeler-Straße Richtung Schloss fahren. Wenn Rettungskräfte durch müssen, ist das sowieso immer durch einen Zughalt machbar, betont der Zugmarschall. Die einzigen Straßenzüge, aus denen man für etwa zwei Stunden nicht ausfahren kann, sind die Südallee zwischen Friedrich-Ebert-Ring und Markenbildchenweg sowie die Roon- und die Rizzastraße in diesem Bereich.

    Der Zugweg: Offizieller Start ist in der Rizzastraße in der Nähe des Max-von-Laue-Gymnasiums, von da aus geht der Zug in ungewohnter Richtung die Kurfürstenstraße Richtung Süden, biegt nach rechts in den Markenbildchenweg ein, dann wiederum rechts in die Hohenzollernstraße Richtung Altstadt. Der Zug quert den Friedrich-Ebert-Ring, geht weiter die Viktoriastraße hoch, am Zentralplatz vorbei, in den Entenpfuhl und dann die Firmungstraße entlang. An der Rheinstraße, an der der Zug sonst immer beginnt, endet er in diesem Jahr.

    Die Straßensperrungen: Der Verkehr wird nicht so stark behindert wie sonst, allein schon deshalb, weil die Zugstrecke und der Zug selbst kürzer sind. Um die Behinderungen möglichst gering zu halten, wird die Mainzer Straße ab 11, alle Zugwegstrecken ab 13 Uhr gesperrt, erklärt Stefan Buchner von der Straßenverkehrsbehörde. Wenn der Zug und die Straßenreiniger durch sind, werden die Straßen zügig wieder freigegeben. Anders ist es mit dem Parkverbot an der Strecke: Das gilt ab morgens und wird auch ab 8 Uhr kontrolliert, so Florian Scheid vom Ordnungsamt. 22 Mitarbeiter sind an diesem Tag unterwegs. In gemischten Teams mit der Polizei wird auch der Jugendschutz kontrolliert.

    Die Teilnehmer: Statt der sonst üblichen gut 5000 werden am Sonntag knapp 4000 Aktive unterwegs sein, erklärt Zugmarschall Olav Kullak. Die geplanten Wagen fahren fast alle mit, aber nicht alle Fußgruppen sind dabei, etliche auch mit geringerer Teilnehmerzahl, weil viele Menschen anders verplant oder krank sind. 13 Musikkapellen werden im Zug marschieren, außerdem rüsten einige Wagen mit Musik auf, "sodass es nicht langweilig wird", verspricht Olav Kullak.

    Die Kostümierung: Wenn sich möglichst viele Zuschauer an der Wegstrecke auch kostümieren, freuen sich die Narren natürlich sehr, sagt Kullak und vermutet, dass viele "Karneval light" machen werden, also zum Beispiel nicht den ganzen Cowboyanzug tragen, sondern nur den Hut. Tatsächlich sind sogar in den vergangenen Tagen noch Kostüme verkauft worden, berichtet Katharina Körber von der Firma Schlaudt. Kleinere Gruppen haben sich zum Beispiel mit Mönchskutten eingedeckt. "Ich vermute, dass die an Rosenmontag keine Zeit gehabt hätten und den Nachholtermin jetzt nutzen", sagt die Mitarbeiterin. Andere Gruppen verfahren anders. So ziehen die Horchheimer Möhnen beispielsweise nicht ihre mit sehr viel Arbeit genähten Teddykostüme an, sondern gehen in Möhnenuniform mit. "Wir haben sehr lange überlegt, aber wir hatten das Gefühl, dass die viele Arbeit ein bisschen verschwendet ist für den Nachholzug, der ja in jeder Hinsicht etwas kleiner wird", sagt Obermöhn Christiane Friedrich. Außerdem können am Sonntag nicht alle Möhnen - "die Kostüme ziehen wir dann im nächsten Jahr an."

    Das Wurfmaterial: Die Horchheimer Möhnen betrifft es nicht, vielleicht aber andere Vereine, auch wenn der Hauptsponsor Griesson de Beukelaer ist: Die AKK hat eine Mail an alle geschrieben, dass sie überprüfen müssen, ob sie auch zum Beispiel Snickers oder Mars-Riegel haben, die vom Rückruf betroffen sind. "Die kann man ja dann bis Sonntag eventuell noch tauschen", hofft Kullak.

    Die Party: Eine "After-Zuch-Party" gibt es in diesem Jahr am Zentralplatz, aber gegenüber der üblichen Party am Jesuitenplatz in etwas abgespeckter Form. So spielt keine Band, sondern die Musik kommt vom DJ. Und die Sicherheitskäfte gehen auch davon aus, dass die Party vielleicht nicht bis in die Puppen geht, weil die meisten Menschen Montag wieder arbeiten müssen. Und dann ist die Session tatsächlich vorbei.

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