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  • Ringtennis: Im Freibad auf dem Oberwerth fliegt der Gummiring übers Netz

    Koblenz. Jetzt in den Ferien, donnerstags ab 17 Uhr, präsentiert der Verein Ringtennis in der Schule im Freibad auf dem Oberwerth die wenig bekannte Sportart Ringtennis.

    Gunthard Kissinger und seine Tochter Sarah zeigen, wie es geht. Die einfachen Regeln beim Ringtennis machen es möglich, dass auch Anfänger gleich loslegen und spielen können. Donnerstags von 17 bis 18.30 Uhr hat jeder im Freibad Oberwerth die Möglichkeit, es auszuprobieren.
    Gunthard Kissinger und seine Tochter Sarah zeigen, wie es geht. Die einfachen Regeln beim Ringtennis machen es möglich, dass auch Anfänger gleich loslegen und spielen können. Donnerstags von 17 bis 18.30 Uhr hat jeder im Freibad Oberwerth die Möglichkeit, es auszuprobieren.
    Foto: Doris Schneider

    Dass es im Jahr 2010 gar die Weltmeisterschaft in Koblenz gab, dürfte an den meisten komplett vorbeigegangen sein.

    Als Gunthard Kissinger und seine Tochter Sarah anfangen, das etwa 12 mal 4 Meter große Ringtennis-Spielfeld auf der Freibadwiese mit einem roten Band abzustecken, kommen schon die ersten Kinder gelaufen: "Spielen Sie heute wieder? Ja? Super!

    ""Es wäre schon großartig, wenn im Jahr 2014 5 Prozent der Koblenzer wüssten, was Ringtennis ist", sagt Gunthard Kissinger. Im Sommer 2014 soll es ein großes Ringtennisturnier der rheinland-pfälzischen Schulen in der Koblenzer Conlog-Arena geben, außerdem ein Internationales Turnier und offene Stadtmeisterschaften.

    Kissinger selbst spielt seit fast 20 Jahren und hat auch seine Töchter infiziert. Die heute 31-jährige Sarah Kissinger hat beispielsweise als Teenager angefangen und es immerhin bis zur Nationalspielerin gebracht.

    Davon sind diejenigen, die sich unterdessen im Freibad auf dem Oberwerth um Vater und Tochter scharen, weit entfernt. "Aber das Tolle an dem Sport ist, dass man das Spiel praktisch von Anfang an spielen kann", sagt der Rübenacher begeistert. Wie um das zu beweisen, kommen gleich Kinder, Teenager und junge Erwachsene, die sich gar nicht kennen, miteinander ins Spiel, rennen, fangen, werfen, haben großen Spaß.

    Für Anfänger und Schüler gelten vereinfachte Regeln. Im Wesentlichen geht es darum, den Ring so über das Netz in die gegnerische Spielhälfte zu werfen, dass der andere den Ring nicht fangen kann. Beachtet werden müssen bei der Sportart nur ein paar grundsätzliche Regeln:

    - Der Ring darf nicht von oben nach unten geschmettert werden,

    - mit dem Ring darf nicht gelaufen werden,

    - das Netz darf weder von Spielern noch vom Ring berührt werden,

    - der Ring darf nicht extrem wackeln beim Flug,

    - wer einen Punkt erzielt, macht hinter dem Spielfeld Anwurf (wie bei Volleyball oder Tennis).

    Bei den Anfängern geht ein Spiel, bis eine Partei 5 Punkte hat, bei Vereinsspielern dauert es zweimal acht Minuten. Gespielt wird einzeln, im Doppel oder Mixed.

    Wichtig ist Gunthard Kissinger auch, dass das Spiel quasi überall gespielt werden kann, egal ob auf einer Wiese oder in der Sporthalle, und dass es praktisch nichts kostet. Man braucht nur den Gummiring und ein Netz.

    Erfunden wurde Ringtennis im Übrigen auf den großen Überseeschiffen nach Amerika. Der Karlsruher Bürgermeister lernte den Sport 1929 dort kennen und brachte die Idee mit nach Deutschland. Organisiertes Ringtennis findet sich auch in vielen anderen Ländern, unter anderem in Südafrika, Indien, Brasilien, Argentinien, Bangladesch, Pakistan, Neuseeland, den USA und Nepal. Das artverwandte Ringo wird in Polen, Tschechien, der Slowakei, Litauen, Armenien, Weißrussland, Kenia und den USA gespielt.

    Um die Sportart bekannter zu machen, ist der Verein Ringtennis in der Schule gegründet worden, dessen Vorsitzender Gunthard Kissinger ist. Denn der Rübenacher ist überzeugt, dass die Sportart völlig zu Unrecht so unbekannt ist: "Es ist ein Familiensport, jeder kann mitmachen. Es ist ein sauberer Sport, Doping spielt keine Rolle. Und es gibt nur ein sehr geringes Verletzungsrisiko."

    Beim TV Rübenach gibt es regelmäßige Trainings. Infos zu den Terminen gibt es bei Gunthard Kissinger, Telefon 0261/210 834

    Doris Schneider

    Am 24. August gibt es ein großes Turnier im Schwimmbad auf dem Oberwerth

    Am Samstag, 24. August, 14 bis 17 Uhr, sind Freizeit- und Vereinsspieler zum Turnier im Freibad Oberwerth eingeladen. Für Anfänger gelten die vereinfachten Regeln, wie sie in Schulen angewendet werden. Es werden überwiegend Mixed und Doppel gespielt. Der Veranstalter fasst Spielgruppen zusammen, um möglichst viele Spiele zu ermöglichen, heißt es in der Einladung. Veranstalter sind die Vereine Ringtennis in der Schule und TV Rübenach 1900. Die Teilnahmegebühr beträgt 2 Euro (beim Turnier zu bezahlen). Anmeldungen an: Gunthard Kissinger, E-Mail gkissinger@online.de, Telefon 0261/210 834 oder 0152/017 159 08. Interessierte können sich auch während der offenen Trainingszeiten donnerstags ab 17 Uhr im Freibad in die Liste eintragen. Wer bis 20. August angemeldet ist, bekommt freien Eintritt ins Freibad. Für 20. Oktober ist die erste Rübenacher Ringtennis-Meisterschaft geplant. Auch hier wird nach einfachen Schulregeln
    gespielt.

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