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  • Projekt in der Vorstadt: Wohnen statt Arbeiten im Siemens-Gebäude

    Koblenz. Noch sind sie nicht gebaut, die 22 Eigentumswohnungen und 35 Studentenappartments, nicht einmal fertig geplant. Aber schon sind sie alle vorreserviert: Das ehemalige Siemenshaus in der Frankenstraße soll in kleine Wohnungen umgebaut werden.

    Große Bauschilder in der Frankenstraße weisen auf die Planung hin: Das Siemens-Gebäude wird umgebaut, dahinter entsteht ein weiteres Wohnhaus.  Foto: Christoph Bröder
    Große Bauschilder in der Frankenstraße weisen auf die Planung hin: Das Siemens-Gebäude wird umgebaut, dahinter entsteht ein weiteres Wohnhaus.
    Foto: Christoph Bröder - dos

    Von unserer Redakteurin Doris Schneider

    Auf der Parkfläche hinter dem Bürohaus, in unmittelbarer Nähe zum Busbahnhof und zum Bahnhof, soll zudem ein Neubau entstehen, in dem Eigentumswohnungen angeboten werden. Siemens ist Anfang des Monats in ein Gebäude im Bubenheimer Technologiepark umgezogen. Denn das Haus in der südlichen Vorstadt, das in den 60er-Jahren für das Unternehmen gebaut wurde, der Firma aber nicht gehörte, ist in die Jahre gekommen. Zuletzt war es auch mit den 56 Mitarbeitern nicht mehr ausgelastet, sagt Niederlassungsleiter Edgar Eiser. Und da Siemens als Mieter keinen Einfluss auf Modernisierungen hatte, die für ein Technologie-Unternehmen aber unumgänglich gewesen wären, hat man sich in den letzten Jahren nach einer anderen Lösung umgeschaut - und sie nun gefunden.

    Damit ist das Haus in der Frankenstraße, dessen Bausubstanz sehr gut ist, frei für eine neue Nutzung, sagt Hans-Jürgen Lichter von der Ifa Immobilien GmbH. Die Firma aus Schillingen im Kreis Trier-Saarburg hat den Raum Koblenz als neues Betätigungsfeld für sich entdeckt: "Ein sehr interessanter Markt", sagt Lichter. Denn das Wohnen in der Stadt werde immer attraktiver, und ganz offensichtlich sei der Bedarf groß - sonst wären die Wohnungen nicht schon alle reserviert. Es gibt sogar schon eine Warteliste, falls ein Kaufwilliger abspringt. "Die Nachverdichtung in den Städten ist ja gewünscht", sagt Hans-Jürgen Lichter. Noch ist der Bauantrag zwar von der Stadt nicht positiv beschieden, aber dass das läuft, daran hat der Investor keinen Zweifel.

    Wohnungen als Kapitalanlage

    Das bestehende Siemens-Gebäude soll dann komplett entkernt werden, was kein Problem sei, da es durch die Skelettbauweise innen kaum tragende Elemente gebe. 35 Studentenappartements zwischen 25 und 55 Quadratmeter sollen entstehen, alle mit Diele, Bad und einem Wohn- und Schlafbereich mit kleiner Kochnische.

    "Wir denken immer auch eine alternative Nutzungsmöglichkeit mit", sagt Lichter. "Wenn es wirklich keinen Bedarf an Studentenwohnungen mehr geben sollte, wovon nicht auszugehen ist, sind die Wohnungen auch für allein Lebende interessant." Die Ifa Immobilien wird im Übrigen hier nicht als Vermieter auftreten, die Wohnungen werden vor allem von Kapitalanlegern gekauft. Zwischen knapp 70 000 und fast 150 000 Euro sollen die Studentenappartments kosten. Im Erdgeschoss wird es eine Laden- oder Büroeinheit geben, die etwa 290 Quadratmeter umfasst.

    Schräg hinter dem Siemens-Gebäude auf der einen und dem Gesundheitsamt auf der anderen Seite entsteht der rund 15 Meter hohe Neubau. Über einer Tiefgarage mit 39 Plätzen entstehen in sogenannten Staffelgeschossen insgesamt 22 Eigentumswohnungen zwischen 42 und 140 Quadratmetern. Die meisten sind Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen, die Preise liegen zwischen bei bis zu 460 000 Euro - plus dem Preis für einen Tiefgaragen- oder Außenstellplatz. Die Wohnungen werden barrierearm ausgestattet und sind mit dem Aufzug zu erreichen - bei Neubauten ja längst Standard. Im Mai oder Juni hofft die Firma mit dem Bau beginnen zu können, so Lichter. Geplante Bauzeit: 15 bis 18 Monate.

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    Nina Borowski

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