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  • NiederwerthProblem: Füchse lassen sich in Niederwerth nieder

    Seit die Tage wieder kürzer und dunkler werden, haben die Bewohner von Niederwerth ungebetenen Besuch bekommen: Füchse sind zu Gast in den Straßen der 1350-Einwohner-Gemeinde inmitten des Rheins.

    Auf Niederwerth sind in den vergangenen Wochen Füchse im Dorf aufgetaucht, die unter anderem einen Hasen gerissen haben. Die Ortsgemeinde hat nun einen Jäger angestellt, um das Problem in den Griff zu bekommen.  Foto: Andreas Egenolf
    Auf Niederwerth sind in den vergangenen Wochen Füchse im Dorf aufgetaucht, die unter anderem einen Hasen gerissen haben. Die Ortsgemeinde hat nun einen Jäger angestellt, um das Problem in den Griff zu bekommen.
    Foto: Andreas Egenolf

    In den frühen Abendstunden und im Morgengrauen wurden die Tiere zuletzt von mehreren Anwohnern gesichtet und fotografiert. Dabei blieb es allerdings nicht: Die Füchse haben auf der Suche nach Nahrung kein Halt vor Scheunen und öffentlichen Plätzen gemacht. Ein Hase, der als Haustier gehalten wurde, wurde während der Nahrungssuche auf dem Niederwerth schon gerissen.

    "Wir haben seit Sommer einen Fuchsbestand außerorts. Dabei dürfte es sich um zwei Familien mit etwa fünf Füchsen handeln. Bisher waren die Tiere kein Thema. Jetzt in der dunklen Jahreszeit ziehen sie sich aber in den Ort zurück", erklärt Niederwerths Erster Beigeordneter Helmut Klöckner die aktuelle Situation. Er spricht davon, dass die Füchse überhaupt keine Scheu gegenüber den Menschen zeigen würden. Das sorgt wiederum für "ein Unsicherheitsgefühl bei den Bürgern".

    Die Gründe, warum nun vermehrt wieder Füchse auf der Rheininsel auftauchen, liegen für Helmut Klöckner auf der Hand. "Die Füchse haben in Niederwerth keine natürlichen Feinde mehr. Außerdem konnten wir den Jagdbezirk Niederwerth mangels Interesse und Nachfrage zuletzt nicht mehr verpachten", sagt Klöckner. Die letzte Jagd auf der Rheininsel liegt zudem schon zehn Jahre zurück.

    Um die Füchse wieder aus dem Ort herauszubekommen, hat die Ortsgemeinde bereits erste Maßnahmen in die Wege geleitet. Bei der Unteren Jagdbehörde des Landkreises Mayen-Koblenz konnte eine Genehmigung erwirkt werden, um die Füchse außerhalb der Ortschaft im früheren Jagdbezirk bejagen zu dürfen. Den Auftrag für diese Jagd hat Jürgen Bähner übertragen bekommen. Der registrierte Jäger aus Niederwerth erhält dabei so lange einen unbefristeten Anstellungsvertrag von der Ortsgemeinde, bis er die Fuchsproblematik wieder in den Griff bekommen hat.

    Jürgen Bähner hat außerhalb der Wohnsiedlung bereits einen sogenannten Luderplatz eingerichtet: Mit Mäusen und weiteren Lockmitteln werden die Tiere hier angelockt, sodass sie aus sicherer Entfernung beobachtet und bejagt werden können. "Ich will erst einmal sehen, wo der Fuchsbau ist. Außerdem muss sich zeigen, ob der Luderplatz überhaupt angenommen wird. Wenn nicht, dann werde ich noch einen zweiten Platz einrichten", erklärt Jäger Bähner sein Vorgehen. Eine am Luderplatz installierte Wildkamera hat bereits einen Fuchs aufgenommen, der gegen Mitternacht und in den frühen Morgenstunden dort unterwegs war. Bisher konnte Jürgen Bähner, trotz etlicher Stunden im Ansitz, allerdings keinen Fuchs erlegen. "Das Problem ist derzeit, dass kaum Mondlicht da ist", beschreibt Bähner die Problematik. Seine Konzentration liegt nun auf dem nächsten Vollmond am 14. Dezember.

    Innerhalb Niederwerths darf unterdessen aus Sicherheitsgründen nicht Jagd auf die Füchse gemacht werden, wie Helmut Klöckner bemerkt: "Da wäre es nur mit Polizei und Absperrung möglich zu jagen."

    Von unserem Reporter Andreas Egenolf

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