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    BendorfPfarrer Joachim Fey von St. Medard in Bendorf unterstützt seit 17 Jahren den Werdegang und die Ausbildung von Priester Jérôme Ouédraogo aus dem westafrikanischen Burkina Faso

    Es ist eine Freundschaft, der eine Distanz von Luftlinie rund 5000 Kilometern, Sprachbarrieren und kulturelle Unterschiede nichts anhaben konnten: Denn der Glaube verbindet Jérôme Ouédraogo mit Joachim Fey, Pfarrer von St. Medard in Bendorf.

    Im kommenden Herbst wird Jérôme Ouédraogo (links) nach Burkina Faso zurückkehren, um dort beim Aufbau eines besseren Gesundheitswesen mitzuwirken. Dass der junge Theologe Gesundheitsmanagement studieren konnte, verdankt er auch dem Bendorfer Pfarrer Joachim Fey.
    Im kommenden Herbst wird Jérôme Ouédraogo (links) nach Burkina Faso zurückkehren, um dort beim Aufbau eines besseren Gesundheitswesen mitzuwirken. Dass der junge Theologe Gesundheitsmanagement studieren konnte, verdankt er auch dem Bendorfer Pfarrer Joachim Fey.
    Foto: Hannah Herrmann

    Es ist eine Freundschaft, der eine Distanz von Luftlinie rund 5000 Kilometern, Sprachbarrieren und kulturelle Unterschiede nichts anhaben konnten: Denn der Glaube verbindet Jérôme Ouédraogo, Priester aus dem westafrikanischen Burkina Faso, mit Joachim Fey, Pfarrer von St. Medard in Bendorf.

    Und zwar nicht nur der Glaube an einen gemeinsamen Gott, sondern auf deutscher Seite auch der Glaube in die Wirkungskraft eines Menschen: Seit 17 Jahren nun schon unterstützt Joachim Fey deshalb den Werdegang und die Ausbildung von Jérôme Ouédraogo, der zurzeit in Rom Gesundheitsmanagement studiert. Das Ziel: Der 39-jährige Afrikaner soll helfen, das Gesundheitswesen in seinem Heimatland auf Vordermann zu bringen.

    Kennengelernt haben sich die beiden Priester 1995. Nach seiner Zeit als Hochschulpfarrer in Trier wollte Fey "eine neue Erfahrung von Kirche machen", wie er erzählt. Der damalige Weihbischof des Bistums, Leo Schwarz, vermittelt ihm ein Praktikum bei den "Weißen Vätern" in Solenzo. Die Gesellschaft der Missionare von Afrika unterhält in der westafrikanischen Kleinstadt eine Pfarrei, in der Jérôme Ouédraogos Vater Simon damals als Katechist wirkte. "Jérôme studierte da schon in der Hauptstadt Burkina Faso Theologie, war aber just zu der Zeit, als ich mein Praktikum absolvierte, in den Semesterferien zu Hause", erinnert sich Fey. Schnell knüpften die beiden Kontakt. "Was gut war, denn ich konnte nur Französisch und Jérôme hat dann meine Predigten ins Afrikanische übersetzt. Und er hat mich überall hin mitgenommen, in die Dörfer, zu den Menschen, zu Festen und Feiern", berichtet der Bendorfer Pfarrer schmunzelnd.

    Es entstand eine Freundschaft, die nunmehr 17 Jahre überdauert hat. Nach Feys Abreise blieben die beiden nicht nur in Kontakt. "Ich war auch noch einmal in Afrika", sagt Fey. "Und ich mehrmals in Deutschland", fügt Jérôme Ouédraogo hinzu - in fast akzentfreiem Deutsch, das der Westafrikaner mittlerweile ebenso fließend spricht wie Italienisch. 2007 nämlich wurde er von seinem Bischof nach Rom entsandt - zum Studieren. Mit Bestnoten schloss Jérôme Ouédraogo dort 2009 ein Studium der Pastoral- und Krankenhaustheologie ab. Seit 2009 nun studiert er Gesundheitsmanagement. Denn sein Bischof hat Großes mit ihm vor: Jérôme Ouédraogo soll helfen, das Gesundheitswesen in Burkina Faso mitaufzubauen. Eine weise Entscheidung, wie Fey findet. "Dogmatiker haben wir in der Kirche genug. Einen jungen Theologen im Gesundheitswesen auszubilden, halte ich deshalb für sehr, sehr klug", sagt Fey. Deshalb will Fey auch das letzte Studienjahr von Jérôme Ouédraogo unterstützen. Als der Bendorfer Pfarrer im Januar seinen 50. Geburtstag feierte, hat er auf Geschenke verzichtet. Stattdessen feiert er seinen Geburtstag nun am Sonntag mit einem Konzert in St. Medard. Die Bendorfer KUK hilft dabei organisatorisch, die St.-Medard-Kantorei, der Kirchenchor Weitersburg und der Chor Regenbogen aus Vettelschoss sorgen für das musikalische Programm. "Und von Jérôme wird es auch noch eine musikalische Überraschung geben", verspricht der Bendorfer Pfarrer. Eintritt kostet das Konzert keinen, aber Fey hofft auf viele Spenden für das Studium Jérômes.

    Hannah Herrmann

    Benefizkonzert

    Das Konzert "Pour Jérôme" findet am Sonntag, 8. September, 17 Uhr, in der Pfarrkirche St. Medard statt. Anschließend lädt Pfarrer Joachim Fey zu einem Umtrunk ein. Statt eines Eintrittsgeldes bittet Fey um Spenden für die Ausbildung von Jérôme Ouédraogo.

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