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    KoblenzPanzermotoren heulen auf der Schmidtenhöhe in Koblenz

    Riesiges Publikumsinteresse fand das vom Koblenzer Verein der Fahrer von Militärfahrzeugen "Military Vehicle Drivers" (MVD) veranstaltete 13. Geschichts- und Historientreffen auf der Schmidtenhöhe.

    Auch bei regnerischem Wetter hatten die Teilnehmer und Besucher des Geschichts- und Historientreffens auf der Koblenzer Schmidtenhöhe gute Laune. Im offenen Jeep ging es auf dem ehemaligen Bundeswehr-Übungsplatz durchs Gelände - geschützt vom Regenschirm.
    Auch bei regnerischem Wetter hatten die Teilnehmer und Besucher des Geschichts- und Historientreffens auf der Koblenzer Schmidtenhöhe gute Laune. Im offenen Jeep ging es auf dem ehemaligen Bundeswehr-Übungsplatz durchs Gelände - geschützt vom Regenschirm.
    Foto: Winfried Scholz

    Viele Hundert Besucherfahrzeuge säumten am Samstagnachmittag die Zufahrtstraße zum Biwak-Gelände nahe der Panzerwaschanlage. Insbesondere die Liebhaber historischer Militärfahrzeuge aus allen Epochen vom Zweiten Weltkrieg bis heute kamen hier auf ihre Kosten.

    Jeeps, Transportfahrzeuge und sogar Panzer, wie ein Leopard 1, der Prototyp eines Puma-Schützenpanzers oder britische Spähpanzer vom Typ Fox (Fuchs) oder Ferret (Frettchen) - sie alle gab es zu bestaunen. "Panzer und Waffen sind nach den strengen Vorschriften des Bundesamts für Außenwirtschaft demilitarisiert", erklärt MVD-Pressesprecher David Schiller. Der Politikwissenschaftler sitzt am Steuer eines legendären britischen Willys-Jeeps aus dem Jahr 1942. Er trägt die beigefarbene Sommeruniform eines Capitains (Hauptmanns) der 8. britischen Armee, die unter dem berühmten Heerführer Bernard Law Montgomery gegen das Afrika-Korps von Erwin Rommel kämpfte.

    Schiller betont: "Uns geht es nicht um Kriegsverherrlichung. Wir wollen Geschichte nachspielen." Bei einer ausgedehnten Fahrt im nicht gerade bequemen Willys über die Schmidtenhöhe weist er auch auf einen anderen Aspekt der Arbeit des MVD hin: "Wir sind hier Partner des Nabu, der neben der Bundeswehr Hausherr auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz und heutigen Landschaftsschutzgebiet ist. Es geht darum, den Charakter der Heidelandschaft zu erhalten, die sonst rasch verbuschen würde. Der Nabu, der auch mit einem großen Infostand vertreten ist, markiert uns Gebiete, die wir dann mit unseren schweren Ketten- und Radfahrzeugen befahren und damit das entstehende Buschwerk regelrecht zerfahren. Außerdem erzeugen unsere Fahrzeuge Furchen, in denen sich Wasser sammelt und somit Lebensraum für Kleingetier entsteht."

    Die Besitzer der Militär-Oldies reisen aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland an. Die Kettenfahrzeuge werden auf Tiefladern transportiert. Die dreitägige Veranstaltung, in deren Rahmen auch ein ökumenischer Gottesdienst zelebriert wird, ist auch eine große Sammlerbörse für Fahrzeuge, Ersatzteile und Ausrüstungsgegenstände.

    Höhepunkt eines jeden Tages ist eine große Parade der Fahrzeuge, die nach Koblenz gekommen sind. Außerdem gibt es immer wieder Geschichtsunterricht. In einer gut besuchten Demonstration erklärt David Schiller den Wandel der Schicksale und Ausrüstung der Soldaten im Lauf der Geschichte von den Tempelrittern über die preußischen Soldaten der Befreiungskriege, Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg und britischen Fallschirmjägern aus dem Zweiten Weltkrieg bis in unsere Zeit. Beim Anblick von zwei perfekt getarnten Scharfschützen entfährt es einer Besucherin: "Die könnte ich als Vogelscheuchen in meinem Garten gebrauchen."

    Winfried Scholz

    Koblenz
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