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  • Koblenz-GülsNeue Gülser Bombe: Entschärfung am Freitag

    Die in dieser Woche bei Bauarbeiten gefundene Fliegerbombe in Koblenz-Güls wird am Freitagnachmittag/-abend, 19. Dezember, entschärft. Rund 2300 Menschen müssen ihre Wohnungen währenddessen verlassen.

    Evakuierungsgebiet Güls Dezember
    Rund 2300 Bürger müssen ihre Wohnungen verlassen.
    Foto: Feuerwehr

    Kampfmittelräumdienst und Feuerwehr bestätigten der RZ auf Anfrage, dass am Freitagnachmittag/-abend, 19. Dezember, die Entschärfung geplant ist. Weitere Details werden im Laufe des Mittwochmittags bekannt gegeben. Der Evakuierungsradius wird etwa 500 Meter um den Fundort betragen. Das bedeutet, dass das Altenheim erneut geräumt werden muss.

    Beim erneuten Bombenfund in Baugebiet Südliches Güls handelt es sich um den zweiten innerhalb weniger Wochen. Nur eineinhalb Monate ist es her, dass dort eine Fliegerbombe entschärft wurde, jetzt wurde die nächste gefunden - und das in nächster Nähe zum Fundort der letzten. Etwa 150 bis 200 Meter entfernt vom letzten Fundort in der Karl-Mannheim-Straße liegt der neue. In einer Stichstraße wird derzeit der Kanal verlegt, wie Wolfgang Schröder, Leiter des Amts für Brand- und Katastrophenschutz, berichtete.

    Dort wurde am späten Dienstagnachmittag eine englische Fliegerbombe bei Baggerarbeiten freigelegt. Feuerwehrchef Schröder: „Es handelt sich um eine 250-Kilogramm-Bombe." Die Fundstelle wurde abgesichert und wird vom Ordnungsamt bewacht. Von der Bombe gehe derzeit keine Gefahr aus.

    Der Zustand der Bombe ist gut, der Zünder ist jedoch defekt und es ist mit einem erhöhten technischen Aufwand verbunden diesen zu entfernen, womit sich die eigentliche Entschärfung langwieriger gestalten könnte, teilte die Feuerwehr am Mittwoch mit.

    Auch diese Bombe wurde bei Bauarbeiten im Gebiet Südliches Güls gefunden.
    Auch diese Bombe wurde bei Bauarbeiten im Gebiet Südliches Güls gefunden.
    Foto: Sascha Ditscher

    Der Gülser Ortsvorsteher Herrmann-Josef Schmidt verlangt derweil im Gespräch mit unserer Zeitung, dass die Verwaltung Flagge zeigt und das Baugebiet auf weitere Bomben untersucht, bevor weiter ausgebaggert wird. „Es muss jetzt mal was passieren, das ist viel zu gefährlich." (is/tim)

    [1. Update:] Inzwischen hat die Feuerwehr auf RZ-Anfrage weitere Details zur Entschärfung der Bombe am Freitag bekannt gegeben. Demnach wird am Freitag ab 14 Uhr mit Lautsprecherdurchsagen begonnen. Alle betroffenen Haushalte werden per Handzettel informiert. Bis 16 Uhr müssen dann etwa 2300 Anwohner das Evakuierungsgebiet verlassen haben. Danach wird das Gebiet kontrolliert, und erst danach kann mit der Entschärfung begonnen werden. Feuerwehr und Kampfmittelräumdienst gehen davon aus, dass die eigentliche Entschärfung länger dauern wird, weil der Zünder defekt ist. "Das ist nicht gefährlicher, es dauert nur länger", sagt ein Feuerwehrsprecher. Die EVM wird wieder einen Pendelbus zur Unterkunft in der IGS Pollenfeld anbieten. Das Seniorenheim Laubenhof, das im Evakuierungsgebiet liegt, soll schon vorab geräumt werden. Ab 16 Uhr wird der Verkehr auf der B416 ruhen. Ab dann werden Züge auch nicht mehr in Güls halten, sondern durchfahren. Schifffahrt und Flugplatz sind diesmal nicht betroffen. Die Feuerwehr richtet für alle Fragen rund um die Entschärfung ein Bürgertelefon ein, erreichbar unter 0261/40404-8801 und -8802.

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