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    KoblenzKoblenzer Polizei warnt: Einbrecher nutzen den Schutz der Dunkelheit

    In den Polizeimeldungen war in den vergangenen Wochen immer wieder über eins zu lesen: Einbrüche, Einbrüche, Einbrüche. Auch in Koblenz ist Hochsaison für Einbrecher, wie immer in der dunklen Jahreszeit.

    Die Polizei setzt vor allem auf Prävention, um Einbrechern das Leben schwer zu machen. Gerade in der dunklen Jahreszeit gehen Beamte regelmäßig in die Stadtteile – hier nach Metternich – und informieren Bürger darüber, wie sie sich und ihr Haus vor Einbrechern schützen können.
    Die Polizei setzt vor allem auf Prävention, um Einbrechern das Leben schwer zu machen. Gerade in der dunklen Jahreszeit gehen Beamte regelmäßig in die Stadtteile – hier nach Metternich – und informieren Bürger darüber, wie sie sich und ihr Haus vor Einbrechern schützen können.
    Foto: Sascha Ditscher

    Dabei sieht es aktuell noch nicht einmal danach aus, dass es in diesem Jahr mehr Fälle gibt als in den vergangenen Jahren, auch wenn manch einer das Gefühl hat.

    "Belastbare Zahlen für das Jahr 2012 liegen erst nach Abschluss und Veröffentlichung der Kriminalstatistik 2012 vor. Die bis zum vierten Quartal 2012 bekannten Zahlen deuten tendenziell darauf hin, dass die Anzahl in etwa im Bereich des Vorjahres liegen könnte", erklärt Helmut Zirfas, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Koblenz, auf Anfrage. Und 2011 waren die Fälle von Wohnungseinbruchdiebstahl mit 194 zumindest etwas niedriger als in den Vorjahren, als die Zahl noch über 200 lag.

    Das führt Zirfas darauf zurück, dass die Polizei Einbrüche verstärkt bekämpft. Dabei setzt sie vor allem auf Prävention: Die Beamten gehen immer wieder von Tür zu Tür, beraten die Bewohner, verteilen Broschüren. Zuletzt waren Polizisten zum Beispiel in Metternich und gleich zweimal in Güls unterwegs. "Das hat aber nichts damit zu tun, dass es hier besonders häufig zu Einbrüchen gekommen ist", betont der Polizeisprecher. "Die Einbrüche sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt, ohne dass ein Schwerpunkt zu erkennen ist."

    Da die Polizei aber nicht in jedes Dorf und in jeden Stadtteil gehen könne, konzentriert man sich auf solche Bezirke, in denen es bereits zu Einbrüchen gekommen ist - wie zuletzt etwa in Güls -, auch um das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung hier zu verstärken. Außerdem wird vor allem in den Stadtteilen und Gemeinden aufgeklärt, die besonders gefährdet sind, etwa weil sie in der Nähe von Autobahnanschlussstellen liegen.

    Denn häufig kommen die Einbrecher genau hierher: Überörtliche Tätergruppen, oft aus Osteuropa, reisen auf Autobahnen und Bundesstraßen von Stadt zu Stadt, suchen in den Orten nach Gelegenheiten und verschwinden nach einem Einbruch so schnell, wie sie gekommen sind. Diese Banden stecken vor allem hinter den Tageswohnungseinbrüchen - sie nutzen den Schutz der frühen Dunkelheit, erkennen an unbeleuchteten Wohnungen, dass niemand zu Hause ist, und stehlen Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände, die sie unauffällig mitnehmen können.

    Örtliche Täter suchen hingegen häufiger Firmen oder Wohnhäuser heim, von denen sie wissen, dass etwas zu holen ist. Auch wenn klar ist, dass niemand zu Hause ist - etwa bei Beerdigungen, Seelenämtern oder auch bei Reisen -, ist die Gefahr größer. Einige Bürger berichten schon, dass sie deshalb sicherheitshalber zu Hause bleiben, etwa bei einer Karnevalssitzung im Stadtteil, bei denen ansonsten viele Häuser leer stehen. Allzu große Hoffnung, dass die Polizei den Täter schnappt, darf man sich nicht machen: Die Aufklärungsquote lag 2011 bei 10,3 Prozent, im Jahr zuvor sogar nur bei 5,6 Prozent. Bei den Tageswohnungseinbrüchen ist die Quote sogar noch geringer. Entscheidend ist laut Polizei die Mithilfe der Bevölkerung: Auffällige Beobachtungen, notierte Kennzeichen und Personenbeschreibungen, die helfen könnten, sollen so schnell wie möglich gemeldet werden.

    Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

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