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    KoblenzKoblenz will Stadtbad-Gelände verkaufen

    Das Koblenzer Stadtbad in der Weißer Gasse steht zum Verkauf: Wie am Freitag bekannt wurde, hat die Stadt das Hallenbad und die angrenzenden Flächen ausgelobt, im neuen Jahr sollen sie veräußert werden.

    Wo noch das marode Stadtbad steht, könnte ab 2014 ein Hotel oder ein Wohngebäude am Moselufer entstehen.
    Wo noch das marode Stadtbad steht, könnte ab 2014 ein Hotel oder ein Wohngebäude am Moselufer entstehen.
    Foto: Stephanie Mersmann

    Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

    650 Euro pro Quadratmeter: Das ist die Kaufpreisvorstellung der Stadt für ein "baureifes, erschlossenes und saniertes Grundstück". Bei einer Gesamtgröße von 4580 Quadratmetern würden die Einnahmen also bei 2,977 Millionen Euro liegen.

    Auch die Nutzungen, die sich die Stadt vorstellen kann, werden genannt:

    - Wohnungen (zum Beispiel hochwertiges Wohnen, Wohnen für Singles, Studenten, Senioren),

    - Hotel (mindestens 3 Sterne),

    - Gastronomie, die zu dem Hotel gehören würde,

    - Einzelhandel bis maximal 200 Quadratmeter Verkaufsfläche.

    "Untergeordnet zulässig" sind Anlagen für kulturelle Zwecke sowie Büroflächen, Parkplätze könnten in den Untergeschossen oder als Tiefgarage entstehen. Ausgeschlossen sind Spielhallen, Sexshops, Bordelle, Diskotheken oder gewerbliche Produktionsstandorte.

    Zu einem möglichen Hotelneubau führt die Stadt aus, dass zur Förderung von Kulturtourismus und Kongresswesen eine Erweiterung des Angebots sinnvoll erscheint, gerade nach der Modernisierung der Rhein-Mosel-Halle. Schiffsreisende, Radler und Wanderer werden ebenso wie Städtereisende als Zielgruppen ausgemacht. Bei einer Hotelnutzung könnte zudem ein anderer Grundstückspreis erzielt werden.

    Ob also einem Hotelprojekt in jedem Fall der Zuschlag gegeben würde, ist allerdings offen. "Es gibt auch Befürworter für ein reines Wohnprojekt oder eine kombinierte Nutzung", sagt Noch-Wirtschaftsförderer Jürgen Czielinski auf Anfrage der RZ. Mit der Jüdischen Kultusgemeinde habe man sich einvernehmlich geeinigt, dass an dem Standort keine neue Synagoge entstehen soll.

    Interessenten sollen sich mit Kaufpreisangebot und Konzept bis zum 1. März bei der Stadt melden. Für Czielinski würde der Ablauf dann idealerweise so aussehen: Vor der Kommunalwahl Ende Mai könnte der jetzige Rat noch über die Auswahl der Bewerber entscheiden, dann würde bis zur Sommerpause der Vertrag ausgehandelt, der neue Rat könnte die finale Entscheidung treffen, und der Investor würde das alte Stadtbad im Sommer selbst abreißen.

    Denn der August 2014 ist ein Termin, um den sich vieles drehen wird im neuen Jahr: Nur bis zu diesem Zeitpunkt ist laut Gutachten die Standsicherheit des Bades gewährleistet. Heißt: Im August muss das Gebäude egal wie abgerissen werden. Ist man sich bis dahin mit keinem Käufer einig, muss die Stadt die Arbeiten übernehmen - und würde eine Baugrube hinterlassen, die nicht unbedingt zur Planung des zukünftigen Investors passt. Wenn dieser das Bad hingegen selbst abreißt, kann er dies passend zu seinem Konzept machen, die Kosten würden mit dem Kaufpreis verrechnet.

    Insgesamt bewertet Czielinski den Verkauf als "Chance, einen neuen städtebaulichen Akzent zu setzen". Die Architektur, die hier entstehen würde, soll hochwertig sein, liegt das Grundstück doch prominent am Peter-Altmeier-Ufer und quasi am Eingang zur Altstadt. "Der Gestaltung der Moselfront des Neubaukomplexes kommt eine besondere Bedeutung zu, da diese sowohl von der Balduinbrücke als auch von der Eisenbahnbrücke und der Europabrücke/B 9 einsehbar ist", heißt es im Auslobungstext. Als Bezugspunkt für die Höhe der Neubebauung sollen die vier- bis fünfgeschossigen Wohn- und Geschäftsgebäude auf der anderen Straßenseite dienen. "So hat die Weißer Gasse mal ausgesehen, das Stadtbad hat nie perfekt dahingepasst", so Czielinski.

    1966 wurde das Stadtbad erbaut, nachdem die ursprüngliche Bebauung während des Zweiten Weltkrieges zerstört worden war. Das Gebäude hat eine Grundfläche von insgesamt 2128,5 Quadratmetern. Seit 2012 ist das Hallenbad außer Betrieb, seither läuft auch die Diskussion um einen Ersatz auf Hochtouren. In der Auslobung heißt es dazu klar: "Die Stadt Koblenz beabsichtigt einen Neubau für ein Hallenbad an anderer Stelle im Stadtgebiet."

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