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  • Kandidatenporträt Wahlkreis 12: Adolf Weiland tritt für CDU an

    Die RZ stellt nach und nach Kandidaten vor, die in den Wahlkreisen an Rhein und Mosel antreten. Adolf Weiland ist Direktkandidat der CDU

    Foto: pka

    Von unserem Mitarbeiter Peter Karges

    Rhens. Jeder redet über die Flüchtlingskrise. Wenn man sich allerdings mit Adolf Weiland, der seit 1996 der CDU-Fraktion des Mainzer Landtags angehört, über Politik unterhält, dann kommt zuerst das Thema Finanzen aufs Tapet. Nicht, weil der im Rheinort Rhens lebende dreifache Familienvater, der bei den vier vorherigen Landtagswahlen das Direktmandat erringen konnte, der Flüchtlingskrise weniger Bedeutung beimessen würde, sondern weil der Umgang mit dem Geld für ihn nun mal das klassische Primat der Politik ist.

    Der Parlamentsgeschichte ist er damit ganz nahe, schließlich kämpften einst die Abgeordneten erbittert um das Budgetrecht gegenüber den Königen. „Außerdem sind solide Finanzen die Basis für eine handlungsfähige Politik, und das betrifft auch die Flüchtlingsproblematik“, sagt der promovierte Politikwissenschaftler, der vor seiner politischen Karriere kurzzeitig als Gymnasiallehrer (Deutsch, Sozialkunde und Ethik) tätig war.

    Die Handlungsfähigkeit der Politik sieht Weiland allerdings zunehmend gefährdet durch eine ständige Zunahme der Verschuldung und der daraus erwachsenden Zinslast. Vor allem für die kommende Generation sei die Verschuldung von Rheinland-Pfalz ein großes Problem. „1991 hatte das Land umgerechnet eine Gesamtverschuldung von 11 Milliarden Euro, jetzt liegen wir bei 38 Milliarden. Durch den ständig wachsenden Schuldenberg verschieben wir die Zahlungsunfähigkeit nur in die nächste Generation“, betont der Vorsitzende der Rechnungsprüfungskommission des Landtags.

    RZ-Wahlfragebogen: Adolf Weiland antwortet

    Für den Haushalt 2016 hatte die CDU einen Entwurf unterbreitet, der keine Neuverschuldung beinhaltete. Die Regierungsparteien hatten diesen Entwurf damals als unseriös kritisiert und abgelehnt. Weiland teilt diese Kritik nicht, durch Einsparungen beim Nationalpark sowie in anderen Bereichen wäre die „schwarze Null“ möglich gewesen, meint der 62-jährige Direktkandidat der CDU im Wahlkreis 12.

    Natürlich kann man in diesen Tagen nicht über Politik reden, ohne die Flüchtlingskrise anzusprechen. Adolf Weiland ist ein Verfechter der Merkel-Linie, die Krise bedarf seiner Meinung nach vor allem einer europäischen Lösung. Man dürfe den Menschen keine einfachen Lösungen vorgaukeln, sondern müsse versuchen, das Problem mit vielen kleinen Maßnahmen pragmatisch zu lösen, um die Flüchtlingszahlen zu senken, sagt Adolf Weiland und fügt hinzu: „Und hierbei ist das Asylpaket II ein wichtiger Baustein.“ Bei der Lösung der Flüchtlingskrise sei allerdings nicht nur Berlin, sondern auch Mainz gefordert. „Die Landesregierung muss abgelehnte Flüchtlinge dann auch konsequenter abschieben. Denn schließlich können wir nur dann den Schutzsuchenden helfen, wenn wir unterscheiden zwischen denjenigen, die aufgrund von Krieg und Verfolgung hierherkommen und eine Bleibeperspektive haben, und denjenigen, die einen anderen Grund haben.“

    Bei einem Gespräch in Rhens kurz vor der Landtagswahl darf natürlich das Thema Mittelrheinbrücke nicht fehlen. Adolf Weiland ist ein klarer Befürworter einer solchen Verbindung zwischen den beiden Flussufern, und er denkt, dass auch der Unesco-Status wegen eines solchen Bauwerks nicht verloren gehen würde. „Wichtig ist, dass man die Brücke in Absprache mit der Unesco baut“, betont Adolf Weiland.

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