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  • Kandidatenporträt Wahlkreis 10: Thomas Damson tritt für die AfD an

    Die RZ stellt nach und nach Kandidaten vor, die in den Wahlkreisen an Rhein und Mosel antreten. Thomas Damson kandidiert für die AfD.

    Foto: pka

    Von unserem Mitarbeiter Peter Karges

    Bendorf. Die Flüchtlingssituation der vergangenen Monate hat der Alternative für Deutschland (AfD) in die Karten gespielt. Thomas Damson, Direktkandidat der AfD im Wahlkreis 10, ist der Partei allerdings schon im Frühjahr 2013 beigetreten, als das Thema Migration noch nicht die Schlagzeilen bestimmte. "Es war vor allem die Euro-Rettungspolitik der Regierung, die mich bewog, in die AfD einzutreten", sagt Damson, der am Bendorfer Wilhelm-Remy-Gymnasium die Fächer Deutsch, Philosophie und Ethik unterrichtet.

    Für den unverheirateten, 34-jährigen Gymnasiallehrer war dies allerdings nicht der erste Ausflug in die Politik. Bereits 2005 war er der CDU beigetreten, damals noch als Student in Tübingen. Allerdings wurde er mit den Christdemokraten nicht recht warm. "Ich bin aus der CDU nach nicht einmal zwei Jahren wieder ausgetreten, weil die Partei immer mehr die konservative Linie verlassen hat", sagt Damson. Konkret wirft der gebürtige Stuttgarter der CDU unter der Führung von Angela Merkel unter anderem vor, dass sie die Wehrpflicht abgeschafft und die Energiewende eingeleitet habe. Außerdem steht er dem Euro seit seiner Einführung skeptisch gegenüber, die vielfachen Maßnahmen zu seiner Rettung hält er allesamt für falsch, zumal sie seiner Meinung nach auch gegen geltendes Recht verstoßen. "Über die großen Rettungspakete zum Euro hätte man außerdem genauso wie über die jetzige Asylpolitik mittels Volksentscheiden abstimmen müssen", meint der einstige Philosophiestudent, der vor allem die Denker Platon und Hegel schätzt.

    Die Asylpolitik der Kanzlerin lehnt Thomas Damson nicht nur ab, er hält sie sogar für rechtswidrig, unter anderem deshalb, weil die Einreise der Flüchtlinge über sogenannte sichere Drittstaaten geschehe. "Dies sieht übrigens der ehemalige Verfassungsrichter Udo di Fabio genauso", sagt Thomas Damson.

    RZ-Wahlfragebogen: Thomas Damson antwortet

    Um die Flüchtlingskrise zu bewältigen, schlägt der 34-Jährige vor, die EU-Außengrenzen zu schließen und fügt hinzu: "Und wenn dies nicht gelingt, dann muss man eben die Binnengrenzen innerhalb der EU schließen." Den Gebrauch von Schusswaffen, um Flüchtlinge am illegalen Grenzübertritt zu hindern, hält er nicht für notwendig. AfD-Vorsitzende Frauke Petry hatte im Gespräch mit dem "Mannheimer Morgen" den Schusswaffengebrauch als Ultima Ratio vor einigen Wochen für legitim gehalten.

    Neben der Asylpolitik bewegen Thomas Damson aber noch einige andere Themenfelder. Dazu zählt für den Gymnasiallehrer die Stärkung des dreigliedrigen Schulsystems. "Zudem möchten wir das System der Dualen Berufsausbildung unterstützen, indem die Meisterausbildung kostenlos ist", sagt er. Weitere Eckpunkte politischer Forderungen sind: eine Verbesserung des Schulbusverkehrs, Abschaffung von Genderprojekten im Bereich der Schulbildung, einen flächendeckenden Ausbau des Internets sowie das Einstellen zusätzlicher Polizeikräfte. "Außerdem muss die Infrastruktur des Landes sowohl bezüglich der Straßen als auch der Innenstädte verbessert werden", sagt Thomas Damson. Des Weiteren plädiert er für Volksentscheide auf allen politischen Ebenen, von der großen Berliner Politik bis hinunter in die lokalen Strukturen. "Direkte Demokratie soll auf allen Ebenen eingeführt werden", findet Damson, der auf der Landesliste der AfD Platz 20 belegt.

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