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  • Kandidatenporträt Wahlkreis 10: Carsten Renner tritt für die FDP an

    Die RZ stellt nach und nach Kandidaten vor, die in den Wahlkreisen an Rhein und Mosel antreten. Carsten Renner kandidiert für die FDP.

    Bildung und Pflege, diese beiden Themen hat sich FDP-Direktkandidat Carsten Renner, hier vor der Wissenschaftlichen Hochschule für Unternehmensführung in Vallendar, unter anderem auf die Fahne geschrieben.  Foto: Damian Morcinek
    Bildung und Pflege, diese beiden Themen hat sich FDP-Direktkandidat Carsten Renner, hier vor der Wissenschaftlichen Hochschule für Unternehmensführung in Vallendar, unter anderem auf die Fahne geschrieben.
    Foto: Damian Morcinek - dam

    Von unserem Redakteur Damian Morcinek

    Vallendar. Die liberale Mitte wieder im Land zu etablieren, das haben sich die Freien Demokraten auf die Fahnen geschrieben. Genau aus diesem Grund ist auch Carsten Renner nach dem Debakel der FDP bei der Bundestagswahl 2013 in die Partei eingetreten. "Und ich denke, dass wir auf einem guten Weg dahin sind - auch wenn dieser Weg steinig ist", sagt der FDP-Direktkandidat für den Wahlkreis 10.

    Der aus politischer Sicht noch junge, aber vom Ortsverband bis hin zum Bundesfachausschuss Internationale Politik sehr engagierte 41-jährige Berufssoldat aus Vallendar steht nach eigener Aussage für Kontinuität, Verantwortung und unter anderem für eine individuelle Bildungspolitik, mehr Geld im Bereich Pflege und eine durchdachte Energiepolitik ein. Gerade im Bildungssektor gibt es in Rheinland-Pfalz aus seiner Sicht vieles zu verbessern. Zum Beispiel müsste der Unterrichtsausfall entschieden gemindert werden. Daher plädiert Renner für eine Aufstockung der Lehrkräfte auf mindestens 105 Prozent. "Und um effektiver lernen zu können, müssten die Klassengrößen kleiner werden", sagt Carsten Renner und betont, dass die Personaldecke auch im Bereich der Kindertagesstätten zu dünn ist. Und bereits da sollte den Kindern eine bestmögliche Förderung durch spielerischen Unterricht zuteil werden.

    Zudem sei es immer wichtiger, Praxis und Theorie zu verbinden und mehr duale Studiengängen anzubieten. "Davon profitiert auch die Wirtschaft", betont Renner, der sich auch dafür ausspricht, den Masterabschluss mit dem Meisterbrief gleichzustellen, um das Handwerk zu stärken. "Das würde dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Denn nur Akademiker reichen nicht aus. Jemand muss den Nagel auch in die Wand hauen", betont der gelernte Kommunikationselektroniker und Industriemeister.

    RZ-Wahlfragebogen: Carsten Renner antwortet

    Auch im Bereich Pflege herrscht seiner Meinung nach ein Akademisierungswahn. Dabei sollten ganz andere Anreize geschaffen werden, zum Beispiel die Angleichung des Gehalts zur Krankenschwester. Und die Arbeitsbedingungen sollten so geregelt werden, dass die Pfleger auch wieder ausreichend Zeit für die zu Pflegenden haben.

    Was die Energiepolitik in Rheinland-Pfalz, aber auch bundesweit angeht, so empfindet Carsten Renner diese als wenig zielführend. "Ich bin für erneuerbare Energien - solange sie sinnvoll sind." Doch gerade beim Thema Windkraft ist das seiner Meinung nach oftmals nicht der Fall. "Windräder sollten dort stehen, wo auch wirklich Wind weht", sagt er und meint damit unter anderem Norddeutschland und die See. Unter anderem in unserer Region führe der Windradwuchs aber eigentlich nur zu einer Verspargelung der Landschaft. Zudem findet Renner es falsch, dass Kommunen selbst über die Ansiedelung von Windparks entscheiden können. "Viele machen es nur, um ihren Haushalt zu entlasten und nicht, weil sie überzeugt sind, irgendwann von Windkraft leben zu können. Und die Subventionen dafür zahlen wir alle mit."

    Für Rheinland-Pfalz wäre es gut, so Renner, wenn möglichst viele Parteien in den Landtag einziehen würden. Dass die FDP diesmal dabei sein wird steht für ihn außer Frage. Man dürfe sich jedoch nicht nur an der 5-Prozent-Hürde orientieren, sonst erreiche man vielleicht nur 4,5 Prozent. "Unser Potenzial ist enorm", versichert Carsten Renner und glaubt, dass ein zweistelliger Wahlerfolg kein Problem für die FDP werden dürfte. Man müsse nur bei der Basis bleiben.

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