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    Region/KoblenzImmer mehr Einbrüche in Koblenz und der Region: Polizei hilft vorbeugen

    Einbrecher stehlen nicht nur Wertsachen und unwiederbringliche Erinnerungsstücke, sie treffen auch das Sicherheitsgefühl der Bürger in ihrem intimsten Umfeld. Und das kommt in der Region an Rhein und Mosel immer häufiger vor.

    Einbrecher stehlen nicht nur Wertsachen und unwiederbringliche Erinnerungsstücke, sie treffen auch das Sicherheitsgefühl der Bürger in ihrem intimsten Umfeld. Und das kommt in der Region an Rhein und Mosel immer häufiger vor: Im Bereich der Polizeidirektion (PD) Koblenz kam es 2012 zu 539 Einbrüchen, im Vorjahr waren es noch 504 (2010: 494). "Die Tendenz der bislang bekannten Zahlen deutet im Bereich der PD Koblenz darauf hin, dass die Zahlen gegenüber dem Vorjahr leicht ansteigen werden", erklärt ein Polizeisprecher auf Anfrage unserer Zeitung.

    Im Zuständigkeitsbezirk der PD Mayen waren die Fallzahlen zuletzt leicht rückläufig - von 421 im Jahr 2011 auf 338 im Jahr 2012. Allerdings deuten hier die aktuellen Zahlen auf einen leicht stärkeren Anstieg als rund um Koblenz hin.

    Im gesamten Zuständigkeitsgebiet des Koblenzer Polizeipräsidiums sind die Fallzahlen in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen (die RZ berichtete) - und diese Tendenz wird sich 2013 fortsetzen. Erfreulich ist allerdings, dass auch die Zahl der aufgeklärten Fälle steigt. "Neben der verstärkten Streifentätigkeit haben auch die massiven Kontrollmaßnahmen zu diesem positiven Anstieg beigetragen. Hier zeigt sich, dass das polizeiliche Konzept greift", resümiert die Koblenzer Polizei in einer Pressemitteilung.

    Prävention ist das Stichwort: Im Bereich des Koblenzer Präsidiums seien allein in diesem Jahr schon mehr als 1000 Bürger beraten worden, rund 700 Mal bei den Menschen zu Hause. Auch Veranstaltungen wie etwa der "Tag des Einbruchsschutzes" im Löhr-Center stießen auf ein großes Interesse.

    Bei der Verhinderung von Einbrüchen wie auch bei deren Aufklärung ist die Polizei auf die Mithilfe der Bürger angewiesen. Wie wichtig wachsame Nachbarn sind, zeigte sich gerade erst am 30. November, als es im Bereich der Polizeidirektion Mayen zu zwei Wohnungseinbrüchen kam. Aufmerksame Zeugen beobachteten ein verdächtiges Fahrzeug und teilten dies der Polizei mit. Aufgrund dessen konnten Beamte der Polizeiinspektionen Bad Neuenahr-Ahrweiler und Adenau zwei Wohnungseinbrecher an Ort und Stelle festnehmen. "Bei den beiden 23 und 27 Jahre alten Tätern aus dem südosteuropäischen Raum wurde umfangreiches Diebesgut sichergestellt", so die Polizei.

    Das Beratungszentrum "Zentrale Prävention" in Koblenz (Telefon 0261/1031) informiert über Möglichkeiten, das eigene Haus günstig, aber effizient zu sichern. "Braucht ein Einbrecher mehr als 30 Sekunden, um ein Schloss zu knacken, zieht er in der Regel weiter zur nächsten Tür", sagt Jürgen Quirnbach, der Leiter des Zentrums. Und ein weiterer Tipp: "Auch wenn Sie nicht zu Hause sind, sollte das Haus bewohnt erscheinen. Täter brechen am ehesten ein, wenn sie das Gefühl haben, dass sie alleine sind." tim

    Polizei rät: Fenster und Türen sichern, aufmerksam sein, Wertsachen wegschließen

    Untersuchungen der Polizei belegen: Mehr als ein Drittel aller Einbruchsversuche scheitern, weil Wohnungen oder Häuser gesichert sind. "Schließlich sind meistens nicht Profis mit schwerem Gerät am Werk. Vielmehr handelt es sich oftmals um Gelegenheitstäter, die mit Schraubendrehern schlecht gesicherte Türen oder Fenster aufbrechen", informiert die Polizei unter www.polizei-beratung.de. Deshalb raten die Experten auch dazu, Türen und Fenster zu sichern - was nicht teuer sein müsse. Auch einfache, aber stabile mechanische Sperren können Einbrüchen im Wortsinn "einen Riegel vorschieben". Ansonsten ist der wirksamste Einbruchsschutz die Aufmerksamkeit der Nachbarn. Die Polizei appelliert an alle, sofort die 110 zu wählen, wenn man etwas Verdächtiges beobachtet - fremde Autos, die langsam durch die Straße fahren, oder Unbekannte, die sich umschauen. Außerdem sollten Wertsachen nicht offen im Haus herumliegen - und Fensterspäher so gar nicht erst anlocken.

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