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  • Hochauflösende Kameras: Land investiert 3 Millionen Euro in Winninger Polizeihelikopter

    Winningen. Das Land Rheinland-Pfalz steckt knapp 3 Millionen Euro in die in Winningen stationierten Polizei-Hubschrauber - unter anderem, um auf terroristische Lagen reagieren zu können.

    Von unserem Redakteur
    Volker Schmidt

    Vor etwa einem Jahr fürchteten die Polizeigewerkschaften noch um den Erhalt des Standorts der rheinland-pfälzischen Polizeihubschrauberstaffel auf dem Winninger Flugplatz. Nach der Entscheidung, zumindest kurz- bis mittelfristig von der Zusammenlegung mit der hessischen Staffel in Egelsbach abzusehen (die RZ berichtete), bezeichnete Innenminister Roger Lewentz die Staffel bei einem Pressetermin in Winningen als „wichtige Säule der inneren Sicherheit in Rheinland-Pfalz“. „Die Polizeihubschrauberstaffel ist für unsere Polizei unverzichtbar“, so Lewentz, der gleichzeitig enorme Investitionen in die Ausrüstung ankündigte.

    „Unsere gesamte Polizei richtet sich an den gestiegenen Herausforderungen durch den internationalen Terrorismus aus. Dazu gehört auch unser fliegendes Personal“, sagte Lewentz. Man werde die Hubschrauber daher mit einem verbesserten Kamerasystem ausstatten. Insgesamt 3,05 Millionen sollen für die beiden Geräte investiert werden. Die erste Kamera soll ab Ende 2016 zum Einsatz kommen, die zweite ab Anfang 2017. Diese seien unter anderem nötig, „um auf terroristische Lagen und eine enge Zusammenarbeit mit den Spezialeinheiten noch besser reagieren zu können“, so Lewentz.

    Die Beschaffung der neuen Kameras hätte aus Sicht des Leiters der Abteilung Polizeieinsatz, Karl-Otto Dornbusch, aber ohnehin angestanden – nicht nur im Hinblick auf eine terroristische Bedrohung. „Die Vermisstensuche ist ja ein bedeutendes Feld der Arbeit. Dabei wird die Kamera ja erfolgreich eingesetzt“, sagte Dornbusch. Durch die neue Technik, so die Experten, können die Piloten weitaus höher fliegen und die Besatzung dennoch hoch auflösende Fotos an die Einsatzzentrale schicken. In der Polizeiarbeit habe sich der Einsatz der Kamera als enorm wichtig erwiesen.

    Lewentz wehrte sich gegen den Vorwurf des Landesvorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPoIG), Benno Langenberger, der das Material und insbesondere die Kameras, mit den die rheinland-pfälzische Hubschrauberstaffel arbeiten würde, Ende 2015 als „Edelschrott“ bezeichnete. „Ich setze mich gleich in so einen Edelschrott rein“, scherzte der Innenminister, der im Rahmen des Pressegesprächs einen Rundflug machte. „Wir würden keinen Hubschrauberführer in die Luft schicken, wenn wir Bedenken hätten, dass das Fluggerät nicht in Ordnung sein könnte.“

    Die Zusammenarbeit mit der hessischen Staffel will man weiter ausbauen. „Wir suchen noch nach weiteren Feldern der Kooperation“, sagte Dornbusch. Zurzeit übernimmt die hessische Staffel zum Beispiel Einsätze im südlichen Rheinland-Pfalz, weil die Helikopter aus Egelsbach dort schneller vor Ort sein können. Dass eine Zusammenlegung irgendwann doch mal ein Thema sein könnte, will Lewentz nicht ausschließen. Die Aussage des Ministeriums, dass man kurz- bis mittelfristig am Standort Winningen festhält, konkretisierte er zumindest etwas. Das Land müsse sich in sechs bis acht Jahren Gedanken über eine Nachbeschaffung der Hubschrauber machen, sagt er. Dann müsse man sich ohnehin wieder Gedanken machen. Hintergrund: Die Zusammenlegung scheiterte unter anderem daran, dass die hessische und die rheinland-pfälzische Staffel mit unterschiedlichen Hubschraubern fliegen, was im Falle einer Zusammenlegung ungünstig wäre.

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