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    KoblenzGroßsiedlung Neuendorf: Der Vandalismus nimmt zu

    „Der Vandalismus in der Siedlung ist gestiegen“, ist Gert Hoffmann, Vorsitzender des Vereins Großsiedlung Neuendorf in Koblenz sicher. Zehn Jahre lang ist nichts passiert, sagt er, aber allein in den vergangenen eineinhalb Jahren war die Scheibe an den Vereinsräumen dreimal kaputt.

    „Aber das ist nicht nur in Neuendorf so. Auch in anderen Stadtteilen, sogar in den Dörfern.“ „Aber hier ist es besonders schlimm“, murmelt eine Bewohnerin, während Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein appelliert, den Stadtteil „nicht kaputtzureden“.

    Einmal im Jahr lädt der Verein Aktive, Kommunalpolitiker und Vertreter verschiedener Institutionen zum Rundgang und zum Gedankenaustausch ein. Zum Beispiel darüber, ob die Freifläche an der Herberichstraße bebaut werden sollte oder nicht - falls es überhaupt erlaubt ist, weil dort möglicherweise Ausgleichsflächen sind. Das will die Verwaltung klären. „Ordentliche Häuser an der Straße, das sieht doch gleich ganz anders aus“, wirbt Gert Hoffmann für seine Idee und zeigt die Max-Bär-Straße als positives Beispiel. „Und außerdem werden doch kleine Wohnungen gebraucht.“ Michael Siegel von der Koblenzer Wohnbau hält dagegen, dass es möglicherweise finanziell vernünftiger sei, bestehende Wohnungen zu halbieren, um Singlewohnungen zu schaffen, als neu zu bauen.

    Auch um die Zukunft der beiden Hochhäuser geht es bei dem Rundgang. Zwar sind die Leerstände in den der Wohnbau gehörenden Häusern nicht mehr ganz so hoch, aber es gibt immer noch einige - und wenn man die Häuser anschaut, nachvollziehbarerweise. Zumindest in der Nummer 25 ist der Eingang verwahrlost. Ein echter „Angstraum“. Leerstände gibt es auch im Erdgeschoss des kleinen Einkaufszentrums am Pfarrer-Friesenhahn-Platz. „Hier war ein Friseur und ein Masseur, alles zu“, sagt Michael Siegel von der Wohnbau. „Wenn sich hier Gruppen von Jugendlichen aufhalten, bleiben die Kunden weg.“

    Eine Ursache für die zunehmende Zerstörungswut sieht Gert Hoffmann in der aus seiner Sicht zu laxen Bestrafung. „Die kriegen dann ein paar Sozialstunden und kommen die Hälfte der Zeit nicht. Das bringt gar nichts.“

    Einig sind sich alle, dass man die Eigenverantwortlichkeit der Bewohner in der Siedlung stärken muss: „Sie müssen das Bewusstsein bekommen, dass sie sich selbst schädigen, wenn sie hier was kaputtmachen“, sagt Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein.

    Von unserer Redakteurin Doris Schneider

    Verein Großsiedlung Neuendorf bietet Hausaufhabenhilfe

    In den Vereinsräumen im Haus im Kreuzchen 14 werden an jedem Nachmittag in der Woche Mädchen und Jungen in zwei Gruppen (von 14 bis 15.30 Uhr und 15.30 bis 17 Uhr) bei ihren Hausaufgaben betreut. Eine Lehrerin und etliche ehrenamtliche Kräfte kümmern sich um die Kinder. „Wir erreichen wirklich was“, sagt Vereinsvorsitzender Gert Hoffmann stolz. „Wir hatten zwei Mädchen, die erst beide auf die Sonderschule sollten. Eine konnte dann zur Hauptschule, die andere sogar zur Realschule gehen.“

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