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  • Festungsleuchten: Klang und Licht verzaubern Ehrenbreitstein zum Saisonauftakt

    Koblenz. Die kommende Saison auf der Festung Ehrenbreitstein wird am Wochenende mit dem Licht- und Klangkunstspektakel Festungsleuchten eingeläutet. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Am Sonntag geht es los.

    Ein Eindruck vom Festungsleuchten aus dem vergangenen Jahr. Ab Sonntag wird die Festung wieder mit Lichtkunst bespielt.
    Ein Eindruck vom Festungsleuchten aus dem vergangenen Jahr. Ab Sonntag wird die Festung wieder mit Lichtkunst bespielt.
    Foto: Archivfoto dpa

    Von unserer Redakteurin Anke Mersmann

    Keine Regen, kein Sturm: Thomas Metz, Chef der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE), betont diese Wettervorhersage für das kommende Wochenende besonders, als er am Mittwochnachmittag eine Vorschau auf die kommende Saison der Festung Ehrenbreitschein gab, die mit dem Licht- und Klangkunstspektakel Festungsleuchten am Sonntagabend eingeläutet wird. Bei all den Vorausblicken und den Prognosen war die Bemerkung zum Wetter fürs Wochende eine kleine Anspielung auf die Kapriolen, die das Festungsleuchten im vergangenen Jahr gehörig durcheinander gewirbelt hatten. Weil die Technik damals bei stürmischem Wetter gelitten hatte, musste die Festung anders als geplant an einigen Abenden dunkel bleiben, die Lichtinstallationen konnten nicht abgespielt werden. Das Festival wurde letztlich verlängert.

    Dieses Mal droht ein solches Szenario zumindest nach derzeitigen Vorhersagen nicht. Wohl deshalb wirken Thomas Metz und Richard Röhrhoff, künstlerischer Leiter des Festungsleuchtens, von einer gewissen Vorfreude einmal abgesehen, recht gelassen, als sie erläutern, wie die Lichtkunst dieses Mal die Architektur der Festung in andere Kontexte setzt.

    Sieben Stationen sind vorgesehen, sämtliche Lichtinstallationen und Videoprojektion wurden laut Röhrhoff eigens für den jeweiligen Spielort entwickelt. "Das ist eine wirkliche Besonderheit. Wir zeigen hier keine Projektion, die man beliebig oft mal hier und mal dort wieder aufbauen kann", sagt er. Dank der ortsbezogenen Arbeit könnten die Besonderheiten der Architektur mit Licht und Klang schön herausgearbeitet werden.

    Studierende haben mitgewirkt

    Als spektakuläre und recht aufwendig einzurichtende Installation kündigt Röhrhoff die Projektion für den Retirierten Graben an. Dort sollen sämtliche Wände mit Licht bespielt werden, "sozusagen in einer 360-Grad-Projektion", erklärt der künstlerische Leiter. Dafür müssen allein 4,8 Kilometer Kabel verlegt werden. Röhrhoff will den Graben als einen zusammenhängenden architektonischen Bereich inszenieren, zehn Minunten lang wird die von Klang unterlegte Projektion dauern.

    Im Oberen Schlosshof wird unter anderem die Ostfront zur Projektionsfläche für ein Videomapping unter mit dem Titel "3000 Jahre befestigter Ort". Damit soll die Geschichte des Ehrenbreitsteins skizziert werden. "Wir werden nach und nach die Epochen aufbauen", verrät Röhrhoff über die Zeitreise mit der Lichtkunst. Die Projektionen auf dem Oberen Schlosshof haben bei den vorherigen Ausgaben des Lichtkunstspektakels stets den Höhepunkt dargestellt, als solchen kündigt Röhrhoff das Mapping auch dieses Mal wieder an, empfiehlt aber auch nachdrücklich das, was sich im Hauptgraben abspielen wird. Dort geht gewissermaßen ein lang gehegter Wunsch des künstlerischen Leiters in Erfüllung: der von einer interaktiven Lichtinstallation, also Lichtkunst, die von den Besuchern gesteuert wird. "So etwas wollten wir seit Jahren zeigen - jetzt haben wir dieses Vorhaben umgesetzt."

    Dafür standen Studierende des Studiengangs Intermediales Gestalten der Universität Trier zur Seite, die eine Installation der Porta Nigra kreiert haben, die nicht nur optisch etwas zu bieten hat, sondern wegen ihres interaktiven Charakters laut Röhrhoff einen Erlebnisfaktor mit sich bringt: Bis zu zehn Besucher können gleichzeitig Römer spielen. Mehr verrät der Lichtkünstler noch nicht. "Man muss das Festungsleuchten einfach erleben", lautet seine Empfehlung und natürlich hoffen er wie auch die Verantwortlichen der GDKE darauf, dass ihre viele Menschen folgen. Im vergangenen Jahr sahen sich 35 000 Besucher das Festungsleuchten an - trotz der Zwangspause durch den Sturm. Ähnliche viele Menschen, gern auch noch mehr, will die GDKE dieses Mal wieder ansprechen - ohne Sturm am besten. Es soll laut Prognose nur recht kalt werden.

    Festungsleuchten ist in das Rheinleuchten eingebunden

    Das Festungsleuchten wird offiziell am Sonntag, 20. März, mit Einbruch der Dunkelheit eröffnet. Bis zum 2. April ist die Festung täglich bis 24 Uhr illuminiert. Wer vor der Eröffnung schon einen Blick auf die Lichtkunst werfen möchte, kann am Samstag ab 21.30 Uhr bereits einen Eindruck gewinnen – zumindest, sofern er Inhaber der Dauerkarte für die Festung ist. Wer es noch nicht ist: „Die Kassen sind am Samstag geöffnet, dort kann die Karte direkt gekauft werden“, sagt GDKE-Chef Thomas Metz. Mit der Dauerkarte kann das Festungsleuchten besucht werden, ohne weiteren Eintritt zahlen zu müssen. Ohne Karte ist der reguläre Festungseintritt zu entrichten. Die Seilbahn fährt am Samstag, 19. März, bis 23 Uhr, an allen anderen Tagen der Lichtkunstaktion bis 0.30 Uhr.
    Das Festungsleuchten ist eingebettet in die Aktion Rheinleuchten, die parallel entlang des Rheins stattfindet. Hauptspielorte sind die Burg Klopp in Bingen und die Burg Pfalzgrafenstein in Kaub. Entlang des Rheins werden viele Baudenkmäler laut Richard Röhrhoff zudem illuminiert sein. Weitere Infos unter www.diefestungehrenbreitstein.de sowie und www.rhein-leuchten.de

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    Nina Borowski

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