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    KoblenzDie Zustände am Hilda-Gymnasium in Koblenz normalisieren sich

    Die gute Nachricht zuerst: Die Sanierungsarbeiten am Hilda-Gymnasium sind wieder in der Spur.

    Die Probleme an den Zimmerdecken im Hilda-Gymnasium offenbarten sich erst, als die abgehängten Decken entfernt wurden. Der Putz musste abgeschlagen und zweifach erneuert werden. Während der Bauphase waren und sind viele Klassenräume nicht nutzbar.
    Die Probleme an den Zimmerdecken im Hilda-Gymnasium offenbarten sich erst, als die abgehängten Decken entfernt wurden. Der Putz musste abgeschlagen und zweifach erneuert werden. Während der Bauphase waren und sind viele Klassenräume nicht nutzbar.

    Denn die bösen Überraschungen, die sich nach dem Öffnen etlicher Decken gezeigt hatten, sind weitgehend abgearbeitet. Und vor allem: Die Turnhalle ist wieder voll funktionstüchtig und mit ballwurfsicherer Decke und neuer, extrem energiesparender Heizung in einem sehr guten Zustand. Dagegen die schlechte Nachricht: Noch bis zu den Sommerferien 2014 wird das Gebäude in der Kurfürstenstraße eine Baustelle bleiben. Hier werden nach und nach Brandschutz- und Elektrosanierungsarbeiten erledigt, erläutern Schuldezernent Detlef Knopp und Jürgen Karbach vom Schulverwaltungsamt im Gespräch mit der RZ.

    Dass die Situation am größten Koblenzer Gymnasium sich nach den Sommerferien so zuspitzen würde, war vorher nicht abzusehen, so Knopp. Denn als bei den regulären Arbeiten in der Sommerpause die abgehängten Decken in einigen Räumen entfernt wurden, zeigten sich gravierende Mängel auch an den originalen Decken. Eine ganze Reihe Räume musste sofort gesperrt werden, in anderen fehlte Licht und Strom. "Es haben sich wirklich gravierende Probleme mit der Statik und der Sicherheit gezeigt, die nicht in einer Woche zu lösen waren", sagt Knopp.

    Dass viele Eltern der Verwaltung Untätigkeit vorwarfen, empfindet er als unfair. "Wir haben sofort gehandelt, aber manches braucht dann eben einfach Zeit." Kernbohrungen mussten gemacht und ausgewertet werden, Entscheidungen zur weiteren Vorgehensweise getroffen werden, beschreibt er. Das Vergaberecht bei öffentlichen Ausschreibungen frisst ebenfalls Zeit. "Es war eine Operation am offenen Herzen", sagt Jürgen Karbach vom Schulverwaltungsamt.

    Doch nun sind die Verzögerungen weitgehend beendet. In den betroffenen Räumen sind die Abhangdecken entfernt worden. Der marode Putz von der eigentlichen Decke wurde abgeschlagen und zweifach erneuert. Die Lampen wurden an den Wänden befestigt, zusätzliche Schallschutz-Lärmdämmungen vorgenommen. Knopp nennt es ein "gutes Provisorium". "Wir sind zufrieden, wie es jetzt ist", sagt Schulleiter Klemens Breitenbach.

    In mancher Hinsicht sogar mehr als das. Bei der Turnhalle waren zunächst nur "einfache" Sanierungsarbeiten geplant, weil die alte Holzdecke nicht mehr stabil war und auch die Beleuchtung Probleme machte. Aber das ergab in der Planung irgendwann keinen Sinn mehr. "Immer nur zu flicken ist ja Quatsch. Jetzt haben wir fast eine neue Halle", freut sich der Schuldezernent. Die moderne Heizung wird dazu führen, dass rund 40 Prozent der Energiekosten eingespart werden können, sodass die Investition sich schon bald auch finanziell lohnt.

    In den Herbstferien gab es noch einmal einen Schlussendspurt, bei dem zum Teil bis zu elf Firmen im Gebäude tätig waren. Jetzt läuft wieder alles in ruhigerem Fahrwasser. Nach und nach werden die Etagen in der Kurfürstenstraße wie geplant ausgelagert. Während die Schüler unter anderem in der Comeniusschule und im Koblenz-Kolleg Unterschlupf finden, werden ihre Klassenräume im Hinblick auf Brandschutz und Elektroarbeiten saniert. "Dann haben wir hier aber auch eine ganz moderne Ausstattung mit Netzwerkzugang in allen Räumen und frisch renovierte Klassen", sagt Jürgen Karbach. Bis Sommer 2014 soll alles fertig sein.

    Und dann? Am Gebäude in der Südallee gibt es auch noch jede Menge zu tun. "Und insgesamt hat die Stadt 43 Schulen", sagt Detlef Knopp. Dass man da einmal wirklich nichts mehr zu tun hat, ist mehr als unwahrscheinlich.

    Doris Schneider

    An vielen Schulen laufen oder liefen Sanierungsarbeiten

    Die Baumaßnahmen am Hilda-Gymnasium sind bei Weitem nicht die einzigen, die im Sommer gelaufen sind oder noch laufen. Ein kleiner Auszug aus einer langen Liste:

    Vorbereitende Maßnahmen zur Brandschutzsanierung am Eichendorff-Gymnasium (im Haushalt 2013 sind dafür 1,15 Millionen Euro eingestellt)

    Brandschutzsanierung an der Clemens-Brentano-Realschule plus/Overbergschule (628 000 Euro), bei der es aufgrund von Statikfragen zu leichten Verzögerungen kam

    Brandschutzsanierung an der Berufsbildenden Schule (BBS) Wirtschaft, Standort Cusanusstraße (721 000 Euro), zu der einzelne Klassen ausgelagert werden müssen

    Erneuerung Trinkwassernetz und Neuordnung Toilettenanlage an der Förderschule am Bienhorntal (635 000 Euro)

    Fassadensanierung an der BBS Wirtschaft, Cusanusstraße (Kosten insgesamt knapp 2,5 Millionen Euro, 1,4 Millionen Euro in diesem Jahr)

    Fenster-, Fassaden-, Brand- und WC-Sanierungen sowie weitere Arbeiten an der Comeniusschule, damit das Gebäude für die BBS Wirtschaft nutzbar wird (geplante Kosten gesamt fast 2,5 Millionen Euro, 2013: 770 000 Euro). dos

    Sanierungen am Koblenzer Hilda-Gymnasium liegen im Zeitplan
    Koblenz
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